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Mehr als „Affenexperimente“: Auftragsstudien, Lobbyismus und der Fall der EUGT

Lobbyregister

Dunkle Wolken über VW: US-Forscher setzten im Auftrag der deutschen Autolobby in einem viel kritisierten Experiment zehn Affen den Abgasen eines Käfers aus.

Bei der aktuellen Berichterstattung über die autoindustriefinanzierte „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“ (EUGT) geht es um mehr als Experimente mit Affen: Nach der Aufregung über betrügerische Abgastests zeigen die neuen Erkenntnisse erneut, zu welch fragwürdigen Methoden die Autolobby greift, um ihre Diesel-Greenwashing-Kampagne voranzutreiben. Eine neue Bundesregierung muss nun beim Thema Lobbyismus umdenken. Wir brauchen mehr Transparenz, bessere Regeln und endlich ein verbindliches Lobbyregister.

Ein Lobbyverein und fragwürdige Versuche

Unter der Überschrift „Zehn Affen und ein Beetle“ hatte die New York Times am Freitag darüber berichtet, dass der von VW, Daimler und BMW gegründete und finanzierte Lobbyverein EUGT im Jahr 2014 einen skurrilen Test in Auftrag gegeben hatte: US-Forscher sperrten zehn Javaner-Affen in einen Käfig und ließen sie stundenlang Dieselabgase eines VW-Beetles einatmen. Am Montag berichtete die Stuttgarter Zeitung, dass es 2013 an der Universität Aachen zudem eine Studie gegeben hatte, bei der 25 freiwillige Probanden geringe Mengen Stickoxid inhalierten.

Die Aufregung in Politik und Öffentlichkeit war groß. „Diese Tests an Affen oder sogar Menschen sind ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. VW-Chef Müller nannte den Affenversuch „unethisch und abstoßend“. Als erste Reaktion hat VW gestern seinen Cheflobbyisten, den ehemaligen Sprecher der Bundesregierung, Thomas Steg, beurlaubt.

Es geht um mehr als Affenexperimente

Die Aufregung über die beiden Experimente lässt einen wichtigen Fakt in den Hintergrund rücken: Außer den Affen und 25 Freiwilligen mussten vor allem Millionen Menschen unfreiwillig schädliche Dieselabgase einatmen, weil die Autokonzerne mit ihren Abschalteinrichtungen betrogen hatten. Forscher gehen davon aus, dass allein in Europa rund 5000 Menschen pro Jahr wegen der Abgasmanipulationen frühzeitig sterben. Und erst gestern forderte die Europäische Kommission die Bundesregierung erneut auf, endlich gegen die Luftverschmutzung in den Städten aktiv zu werden.

Dennoch ist die Empörung über das „Affenexperiment“ gerechtfertigt, nicht nur wegen der unethischen Methoden. Es handelt sich hier auch um einen Betrug an den Wissenschaftlern, weil das Experiment mit einer betrügerischen Abschalteinrichtung durchgeführt wurde. Die Forschungsergebnisse wurden damit vorsetzlich manipuliert. Auch nach Bekanntwerden des Dieselskandals waren die durchführenden Forscher in den USA nicht darüber informiert. Zudem sollte das Affen-Experiment weniger der Wissenschaft dienen, sondern vor allem den Profitinteressen der Konzerne. Am Ende wollte VW das Ergebnis auch nicht mehr veröffentlichen, weil damit nicht bewiesen werden konnte, dass das getestete Fahrzeug sauberer geworden war.

Der Fall in Aachen, bei dem im Jahr 2013 25 Versuchpersonen Stickoxiden ausgesetzt wurden, unterscheidet sich vom US-Experiment. Hierbei handelt es sich nicht um Auftragsforschung, sondern nur um ein vom EUGT gefördertes Projekt. Auch ging es hier nicht direkt um Dieselabgase, sondern allein um Stickoxide. Die Forscher der RWTH Aachen, von der TU München und der LMU München wollten nach eigenen Angaben die Folgen des Stickstoffdioxid auf den menschlichen Organismus untersuchen, weil der Stickstoffdioxid-Grenzwert für Arbeitsplätze 2010 verschärft worden war.

Da aber auch der Diesel zu dieser Zeit bereits wegen der gesundheitlichen Folgen von Stickoxidemissionen in der Kritik stand, besteht zumindest der Verdacht, dass auch mit dieser Studie eigentlich das Ziel verfolgt wurde, den Diesel reinzuwaschen. Informationen des Rechercheverbunds Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR unterstützen diese These: 2012 hatte die Weltgesundheitsorganisation, WHO, Dieselabgase als krebserregend eingestuft. Vor einer weiteren Untersuchung soll die EUGT versucht haben, die WHO von diesem Vorhaben abzubringen.

Kaiserwetter für den Diesel

Tief blicken lässt auch die Entstehungsgeschichte der EUTG. Die Autokonzerne hatten die Agentur „Kaiserwetter“ damit beauftragt, den Lobbyverein aufzuziehen. Die Agentur ist nicht nur eine klassische Werbeagentur, die etwa Web- und Grafikdesign anbietet. Sie führt für ihre Kunden auch Kampagnen durch. Ihr erklärtes Ziel: „Wir machen gutes Wetter für ihre Kunden.“ Im Fall ihres Projekts EUGT hieß das offenbar Schönwetterpolitik für den Diesel. Imagekampagnen nennt sich so etwas in der Welt der Lobbyagenturen oder auch Krisenkommunikation bei den schwierigeren Fällen. Die Agentur steht offenbar auch nach Bekanntwerden des Affenexperiment zu ihrem Produkt EUGT und gibt es auf ihrer Webseite weiterhin als Referenzprojekt an.

Agenturen werden immer wieder von großen Wirtschaftsverbänden oder Unternehmen damit beauftragt, Lobbyarbeit zu machen. Häufig sind die eigentlichen Auftraggeber solcher Projekte dadurch nicht mehr zu erkennen. Im Fall EUGT war zumindest klar zu erkennen, dass Vertreter der Autoindustrie an der Vereinigung beteiligt waren. Dass die Autoindustrie den Verein jedoch selbst ins Leben gerufen hatte, wie es nun scheint, blieb dagegen im Dunkeln. Hier könnte ein Lobbyregister weiterhelfen: Agenturen mit Lobbyaufträgen müssten darin ihr Auftraggeber mit samt Budget verzeichnen.

Industrienahe Forschung und Wissenschaftslobbyismus

Forschungsergebnisse zu kaufen, bewusst zu manipulieren oder umzudeuten, um die eigenen Lobby- und Vermarktungsstrategien voranzubringen, ist keine neue Lobbystrategie. Die Tabakindustrie förderte schon in den 1960er Jahren Wissenschaftler, die als Kronzeugen dienten, um die gesundheitlichen Schäden des Rauchens schönzureden. In Deutschland hatte der „Forschungsrat Rauchen und Gesundheit“, der sich heute Stiftung Verhalten und Umwelt nennt, eine ähnliche Funktion wie die EUGT. Andere Beispiele für gekaufte Wissenschaft sind verschiedene Tarnorganisationen der Zuckerindustrie.

Die Palette von wirtschaftsnaher- und geförderter Wissenschaft ist groß. Auch andere Lobbyorganisationen oder Unternehmen unterhalten ihre eigenen Forschungseinrichtungen oder fördern solche. Dazu zählen etwa das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) der Deutschen Post oder das von der Ernährungsmittelindustrie gegründete International Life Science Institute (ILSI).

Problematisch wird solche Wissenschaft mit Wirtschaftsnähe vor allem dann, wenn die vermeintlich neutralen Forschungsergebnisse in erster Linie wirtschaftliche und politische Interessen befördern sollen. Allein schon der Anschein, dass Forschungsergebnisse interessengeleitet sind, kann dem Ansehen einer unabhängigen Wissenschaft schaden.

Für die Leserschaft der Studien aus solchen Forschungseinrichtungen, aber auch für Auftragnehmer in Universitäten, ist hier Transparenz nötig. Aber auch genaues Hinschauen ist geboten. Die politisch gewollte Zunahme von Drittmittelfinanzierung an Universitäten, Stiftungsprofessuren, Lobbyisten in Hochschulräten oder Unternehmens-Kooperationen bieten Einfallstore für interessengeleitete Forschung.

Der Fall Greim

Eine Personalie tauchte in den vergangenen Tagen immer wieder auf: Professor Helmut Greim, der Vorsitzende vom Forschungsbeirat der umstrittenden EUGT. Greim war uns schon in der Vergangenheit mehrfach als Wissenschaftler mit auffällig industrienahen Positionen aufgefallen – und zwar besonders, wenn es um die Abwiegelung von Gesundheitsschäden bestimmter Industrieprodukte ging. Zum Beispiel Glyphosat: Hier stand Greim bereits in der Kritik, weil er einen Artikel gemeinsam mit einem Forscher des Herstellers Monsanto publizierte.

Brisant dabei: Greim war von der Unionsfraktion als Sachverständiger in den Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Abgasskandal berufen worden. Auch in dieser Funktion hat er als vermeintlich unabhängiger Wissenschaftler Dieselabgase als „unbedenklich“ bezeichnet und dabei sogar schon Bezug auf die Affen-Experimente genommen. Seine Einschätzung fand sich schließlich im Abschlussbericht der Regierungsfraktionen wider.

Hier fragt man sich: Wie konnte ein solcher Wissenschaftler mit einem klaren Interessenkonflikt durch seine Funktion mit der EUGT in ein für die Aufklärungsarbeit in Deutschland solch wichtiges Gremium geraten. Hier ist nun weitere Aufklärungsarbeit nötig. Wir hatten schon zur Veröffentlichung des Abschlussberichts auf die Personalie Greim hingewiesen, ohne damals allerdings mit unseren Recherche in die breite Öffentlichkeit vorzudringen. Gut, dass der Fall in den letzten Tagen bekannter geworden ist und nun aufgearbeitet werden kann!

Und nun? Aufklärung und endlich ein Lobbyregister

In den nächsten Tagen werden sich die Wogen rund um die Affenexperimente und die EUGT vermutlich etwas glätten. Mit Thomas Steg hat VW einen wichtigen Akteur beurlaubt und damit Verantwortung übernommen. Das ist gut und richtig. Aber auch die Politik ist gefragt: Was wusste die Bundesregierung über die EUGT und deren Methoden zur Legitimierung des Diesels? An welchen Stellen spielen die EUGT-Studien bei politischen Entscheidungen eine Rolle? Hier sind noch einige Fragen offen.

Und viel wichtiger noch: Der aktuelle Fall wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die fragwürdigen Methoden der Autoindustrie. Auch die deutsche Politik, insbesondere die – nun geschäftsführende – Bundesregierung muss sich die Frage gefallen lassen, warum sie die fragwürdigen Methoden der Autoindustrie nicht früher erkannte und verhindern konnte. Die Manipulationen bei den Abgastests sind schon länger bekannt – die Aufklärungsarbeit wurde aber offenbar nicht mit aller Kraft vorangetrieben.

Zudem müssen die engen Beziehungen zwischen Bundesregierung und Autoindustrie neu ausgeleuchtet und korrigiert werden. Die deutsche Politik muss es wagen, auf Distanz zur Autolobby zu gehen. Ein erster Schritt wäre die Einführung eines verbindlichen Lobbyregisters.

Christina Deckwirth

Autor: Christina Deckwirth

Dr. Christina Deckwirth, Politikwissenschaftlerin, geb. 1978, vertritt LobbyControl in unserem Berliner Büro gegenüber Politik und Medien.

15 Kommentare

  1. Die Autoindustrie schummelt nicht nur bei dem Diesel, sondern betrügt auch beim Krach, den ein Auto oder Motorrad durch Auspuffmanipulationen, anderen Bürgern im Land aufzwingt.
    Auch hier handelt die Bundesregierung gegen das Grundgesetz. Die Freiheit eines Einzelnen zählt mehr als die Gesundheit des Bürgers. Ich verstehe nicht, warum in der EU und in Deutschland nichts gegen den mutwilligen Motorenlärm getan wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Diana Coville

  2. Drucksache 18/12900 vom 22.06.2017

    Beschlussempfehlung und Bericht
    des 5. Untersuchungsausschusses gemäß Artikel 44 des Grundgesetzes*

    “Kurze, mehrere Stunden andauernde Expositionen von 1,5 ppm bzw. 3000 µg/m3 sind laut dem Sachverständigen Professor Dr. Greim als für den Menschen gesundheitlich unbedenklich getestet worden.”

    Gemeint ist die Studie aus Aachen

  3. “Uranmunition – Die unterdrückte Wahrheit ” oder ” Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra ” : Da wird von panzerbrechenden URAN-GESCHOSSEN berichtet, die beim Durchschlagen verdampfen und die gesamte umgebende Landschaft kontaminieren mit alpha-stahlendem
    Uran-Staub, der eine Halbwertzeit von Miliarden Jahren hat. Da ist doch dieses “Affentheater” um
    NOx und Feinstaub ein Fliegenschiß dagegen. Wenn aus Gewinnstreben die Frischluftschneisen
    in unseren Städten auch noch zugebaut werden, dann wird ein viel größerer dauerhafter Fehler gemacht.
    Es gibt mitlerweile total verstahlte Menschen und sich häufende Mißgeburten schrecklichster Art
    in den ehemaligen Kriegsgebieten. Übrigens auch im Kosovo ! Darüber solltet Ihr mal nach- forschen und schreiben. Mit herzlichen Grüßen, Lothar Forst, 73760 Ostfildern.

  4. Warum wird eigentlich nicht über die Schmutzigkeit der Lobbyisten und der Politik durch die 9/10. Regelung in der Krankenversicherung für Rentner/innen geschrieben?? Ich habe alle Fernsehanstalten angeschrieben und auf diese Diskriminierung hingewiesen, auch habe ich alle Parteien angeschrieben und die Bundeskanzlerin Frau Merkel, wir Rentner/innen hatten einen Blog bei Google, nach dem wir die Politik darauf aufmerksam gemacht hatten kam folgende Reaktion. Die Antwortfunktion wurde sofort abgeschaltet und kurz darauf wurde die ganze Seite vom Netz genommen. Aber zuvor hatte eine Mitstreiterin geschrieben, da wir von der Politik nicht gehört werden, sollten wir bei der Wahl im September alle die AFD wählen. Das Ergebnis sieht man ja jetzt. Und nun scheuen die etablierten Parteien Neuwahlen weil sie Angst vor der AFD haben. Es geht den Parteien doch nur um ihre Posten, als ich im ZDF die Nachrichten sah, wo Frau Frau Göring Eckart gesprochen hatte und wieder zu ihrem Platz ging kam sie bei frau Nahles vorbei, das Bild sprach für sich, wo Frau Nahles Frau Göring Eckart angeschrien hatte und mit welchem Blick sie Sie bedachte, dieser Blick sah nach Totschlag aus. Gruß Manfred

  5. In 2012 wurden Dieselabgase von der WHO als krebserregend eingestuft. Heute sind wir im Jahr 2018 und diesen gesundheisschädlichen Abgasen immer noch ausgesetzt. Wir haben ein Gesundheitsministerium, ein Umweltministerium und eine Chefin dieser Bundesministerien, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bei Amtsantritt einen Eid abgelegt hat: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

    Man könnte annehmen dass Frau Merkel entweder den Inhalt ihres Eides vergessen hat oder dass er sie nicht mehr interessiert. Letzteres würde ich eher annehmen. Sie zeigt mehr Interesse am Wohl der Wirtschaft und Finanzen, “bestes” Beispiel der Umgang mit der Autoindustrie im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal. Zwar sah man sich schon in der Pflicht, jetzt mit einigen Worten den unsäglichen Test mit Menschenaffen zu kritisieren aber nur weil es eben sein musste. Ansonsten halten sich unsere Politiker sehr zurück, gehen schonend mit der Führungselite um. Diese wird es wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dem einen oder anderen Politiker irgendwann ein lohnender Posten in der Wirtschaft anbieten.

    Fazit: Der Autoindustrie im Verbund mit Politikern aus der Regierung ist die Gesundheit der Menschen nicht wichtig. Könnte man dieses Verhalten nicht als vorsätzliche Körperverletzung bezeichnen?

  6. Sehr geehrte Frau Dr. Denkwirth,
    einen VW-Käfer, welcher Dieselabgase ausstößt existiert nicht. Das mag in diesem “Affentheater” als Nebensache erscheinen, denn auch Ottomotoren emittieren Stickoxide aber es zeigt, auf welcher Stufe die Diskussion – oder sollte ich besser sagen das eifrige Nebelgranatenwerfen – gelandet ist. Für ein Lobbyregister bin ich ganz auf Ihrer Seite aber bitte zeigen Sie bitte deßhalb umso mehr, dass Sie den Überblick behalten. Die im Moment ablaufende “Haltet den Dieb!”-Nummer trägt meiner Ansich nach mehr zur Verschleierung von Zusammenhängen im Hintergrund als zu Transparenz bei. Bitte lassen Sie in diesem Zusammenhang wesentliche Unterschiede zwischen Fahrzeugarten (PKW, LKW, off-Road, Binnenschifffahrt), zwischen Antriebstechnologien (Diesel, Otto) und zwischen den dazugehörigen Kraftstoffen nicht außer Acht. Und vergessen Sie nicht den wichtigsten Player: den Mineralölwirtschaftsverband, denn während des Diesel-Bashings knallen dort gerade die Korken…
    Freundliche Grüße
    Michel H. Matke
    Leipzig

    • Christina Deckwirth

      Sehr geehrter Herr Matke,
      vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir haben den VW Beetle, um den es in dem “Affenexperiment” ging, als VW Käfer bezeichnet – da haben wir zu viel übersetzt aus dem New York Times-Artikel. Ich habe das nun im Text korrigiert. Den VW Beetle gibt es sowohl mit Otto- als auch mit Dieselmotor.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Christina Deckwirth

  7. Obwohl LobbyControl sonst gut ist: hier seid ihr ganz SCHLECHT:

    1) gestern sprach ein männl. Proband aus dem “Versuchlabor Aachen”
    und sagte SELBST, es werde alles FALSCH und völlig überzogen berichtet !

    2) als Wissenschaftler kenne ich die Uni Aachen von INNEN und WEISS,
    daß man dort keine Professoren “kaufen” kann – ansonsten wäre ihre Karriere am Ende !

    3) Ethik-Kommissionen sind sehr STRENG ! wenn sie ein “okay” gegeben haben,
    dann darf man sich darauf verlassen !
    wenn Politiker von “unethischen Menschenversuchen” – meist auch noch wie über “Vergasung in Auschwitz” – sprechen, so manipulieren sie nur die Bevölkerung !

    am DIENSTAG fuhr unsere “Umweltministerin” zum Rapport nach Brüssel –
    am MONTAG wurde der “Skandal” auf allen Kanälen verkündet ! ZUFALL ??

    4) jede Studie kostet sehr viel Geld – das weder Staat noch Uni hat:
    die Unis MÜSSEN sich daher dringend um “Dritt-Mittel” kümmern !
    diese kommen AUCH mal aus der Industrie –
    ohne daß diese die ERGEBNISSE bestimmen können !

    5) Der professor der Uni Aachen gibt umfassend und seelenruhig auf Youtube ein Interview:
    die Grenzwerte für Stickoxide seien von 3000 auf 950 microgramm heruntergesetzt worden
    ( und nicht auf 40 (= 1 / 25 davon ) wie von der un-seriösen DUH gefordert ):
    es gehe um eine rein ARBEITS-medizinische Studie aus 2012 und habe mit Diesel überhaupt nichts zu tun !

    6) trotzdem wird in allen Medien ein HORROR-Bild erzeugt, daß Affen + Menschen
    Abgase aus einem laufenden Motor zwangsweise einatmen mußten !

    Ich habe genügend WISSENSCHAFTLICHE Fakten hier gesammelt
    und sehe dem sicher folgenden Shit-Storm sehr gelassen entgegen !

    mein Rat an LobbyControl: HÖRT AUF MIT SOWAS !

    • wie ich 24 Stunden später lese,
      wurde mein Kommentar noch NICHT einmal veröffentlicht !?

      gibt es hier ZENSUR der “richtigen” Meinung ?

      • Christina Deckwirth

        Sehr geehrter Herr Rehbein,
        nein, keine Zensur, nur Wochenende. Auch die anderen Kommentare habe ich eben erst freigeschaltet. Mit einer ausführlichen Antwort melden wir uns morgen.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Christina Deckwirth

    • Christina Deckwirth

      Sehr geehrter Herr Rehbein,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Ich verstehe Ihre Kritik an der medialen Berichterstattung über den Fall und teile sie in vielen Teilen. Wir selbst haben die Berichterstattung teilweise etwas überzogen wahrgenommen und haben das so in unserem Newsletter und auch in diesem Blogbeitrag so formuliert. Hier bitte ich Sie, genau hinzuschauen und zu differenzieren.

      Uns geht es nicht darum, vor allem das Versuchsdesign in Aachen zu kritisieren, sondern den Kontext darzustellen, in dem dieses Experiment stattgefunden hat. Die Autoindustrie hat das Experiment mitfinanziert, um den Diesel sauberzuwaschen. Und das wiederum diente dazu, den Diesel besser vermarkten zu können.

      Das Beispiel zeigt auch, dass sich die Autokonzerne in einem Umfeld bewegt haben, in dem sie sich zu sicher gefühlt haben, als das irgendjemand eine solche Diesel-Sauberwasch-Kampagne mit ihren fragwürdigen Methoden gestoppt hätte. Hier trägt die Politik eine Mitverantwortung, da sie jahrelang die Autoindustrie eher protegiert als kontrolliert hat.

      Mit unserer Kritik an fragwürdigen Methoden an pseudowissenschaftlichen PR-Vereinen wie dem EUGT, fragwürdigen Lobbykampagnen und der engen Beziehungen zwischen Autolobby und Politik werden wir sicherlich weitermachen.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Christina Deckwirth

  8. Ich bin Mitglied bei LOBBY CONTROL und versuche in meinem Freundeskreis Interesse für Ihre Arbeit zu wecken.
    Ich wünsche Ihnen alle viel Kraft und einen langen Atem für Ihre so wichtigen Aufgaben.

    • Christina Deckwirth

      Sehr geehrte Frau Oesterle,
      vielen Dank für Ihre freundlichen und unterstützenden Worte – das freut uns sehr!
      Herzliche Grüße,
      Christina Deckwirth

  9. Ein Lobby Register verhindert solche
    Unternehmens Praktiken nicht und verstoßen gegen die eigenen internen
    Regelwerke.
    Wer passt da eigentlich auf , dass solche Praktiken gar nicht möglich sind.?
    Gerade dort , wo es einen Aufsichtsrat gibt der den Vorstand kontrolliert scheint alles möglich zu sein

    • Christina Deckwirth

      Sehr geehrter Herr Bartsch Hausschild,
      danke für Ihren Kommentar. Ein Lobbyregister ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Lobbyismus transparenter wird. Das wiederum erleichtert es, die Branche besser kontrollieren und kritisieren zu können. Mehr Kontrolle und Kritik – natürlich auch durch den Aufsichtsrat – sind bitter nötig, um solche fragwürdige Unternehmenspraktiken zukünftig zu verhindern.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Christina Deckwirth

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