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Ulrich Müller bei Maybrit Illner: Lobby-Wende nötig!

Lobbyregister

Unser Vorstandsmitglied Ulrich Müller forderte gestern Abend in der ZDF-Sendung Maybrit Illner eine Lobby-Wende. Wer seinen Beitrag noch nachträglich anschauen möchte, findet die ganze Sendung in der ZDF-Mediathek hier. Das Expertengespräch mit Uli Müller (außerhalb der Diskutanten-Runde) beginnt bei Minute 39:08 und dauert etwa 5 Minuten – er bringt ein klares Statement, dass wir endlich mehr Regeln und Schranken für Lobbyisten brauchen! Schade nur, dass es durch die „Sonderrolle“ als Experte nicht möglich war, auf so manchen Beitrag aus der Diskutanten-Runde fundiert lobbykritisch zu reagieren, denn das wäre stellenweise sehr von Nöten gewesen.

Guttenberg-Dissertation-Versteigerung zu Gunsten von LobbyControl
Außerdem möchten wir Sie auf eine etwas skurrile Form aufmerksam machen, wie Sie uns unterstützen können:

Anlässlich ihres Medienkongresses an diesem Wochenende versteigert die taz in einer „absurden Auktion“ ein Exemplar der vergriffenen Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg. Der Erlös geht als Spende an LobbyControl. Was wir mit der Doktorarbeit von KT zu tun haben, ist zwar rätselhaft. Aber ersteigern können Sie das Werk bis Samstag 20:20 Uh auf Ebay

Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass Sie am Ende die „Doktorarbeit“ auch wirklich Zuhause im Schrank stehen haben. Für diejenigen, denen das zu riskant ist oder denen Guttenberg’s Arbeit nicht als besonders lesenswert erscheint, gibt es auch die Möglichkeit, uns mit einer Spende direkt zu unterstützen. Dafür bekommen Sie dann zwar keine Doktorarbeit, aber fundierte und hartnäckige Arbeit für eine Demokratie, die ihren Namen wirklich verdient.

Spenden können Sie über unser sicheres Spendenmodul bei der Sozialbank oder auf dem klassischen Wege:
Spendenkonto: 8056200
BLZ: 37020500
Bank für Sozialwirtschaft Köln

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

3 Kommentare

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    Ulrich Müller war mit Abstand der beste und kompetenteste Gast der Sendung. Mein Freund sagte, dass sie ihn natürlich nur kurz haben sprechen lassen, weil er mit am Tisch sitzend den Leuten dort die Argumente und Fakten nur so um die Ohren gehauen hätte. Sowas kann man natürlich mit den armen PolitikerInnen nicht machen…

    Hr. Steingart schreibt für das Handelsblatt. Von ihm kann man ja nicht erwarten, dass er kritisch gegenüber Bank- oder Wirtschaftslobbyisten ist, leider…

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    Ich fand, daß Frau Illner Ulrich Müller ganz schön häufig ins Wort gefallen ist, aber das ist ja ein generelles Problem bei diesen Talk-Shows, daß die Leute dort in der Regel einen Gedanken nicht vernünftig zu Ende bringen können.

    Aber letztlich habe ich ohnehin ein wenig den Eindruck, daß sich die Politik zur Zeit mit den Lobbyisten arrangiert hat und sich da nicht so gerne reinreden läßt. Die seit langem gestrickte Legende, daß Politiker keine Ahnung hätten und auf die Expertise der Lobbyisten angewiesen seien, trägt dramatische Früchte und wirkt sich leider bis in die öffentliche Wahrnehmung aus. Zwar ist dank Lobbycontrol das Thema in der Öffentlichkeit stärker geworden, aber eine echte Lobbywende, wie Ulrich Müller sie zu Recht fordert, ist wohl noch etwas weiter entfernt.

    Am Rande: Rainer Wend (SPD), der früher bei der INSM Botschaft war, gehört jetzt dem Konventkreis des »Konvent für Deutschland« an. Auch das zeigt mal wieder die Vernetzung dieser Einrichtungen und daß es sich lohnt, auf die Personalaustausche dort ein Auge zu haben.

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    Ja ich sah die Sendung und war ein wenig enttäuscht, wie wenig auf das Thema eingegangen wurde. Es zeigt aber sehr deutlich, wie wenig allgemein über das Thema bewusst ist. Das Politikern wie Roth, Gabriel, oder Brüderle das Thema zu brenzlig ist, war klar. Aber das ein Journalist wie Steingart davon spricht er“ liebe den Lobbyismus“ ist das schon traurig. So ein Schreiberling sollte wissen was Lobbyismus hier in Deutschland und europaweit anrichtet. Und an einer recht überheblichen Fr. Ostermann konnte man erleben was die Wirtschaft von Politik erwartet“ abliefern“. Wenn wir Wähler die Politiker mal so auf den Pot setzten würden, ob ihrer Wahlversprechungslügen, würden sie sich vielleicht etwas mehr an ihre Versprechen halten. Es zeigt aber klar das, da noch eine Menge Arbeit geleistet werden muss, um das Problem des Lobbyismus in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.