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US-Lobby-Skandal um Abramoff zieht Kreise

+++ Vorneweg allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr! Die Winterpause bei LobbyControl ist zu Ende – wir starten mit einem kurzen (Rück)Blick auf die jüngsten Entwicklungen im US-Lobby-Skandal rund um Jack Abramoff. +++

Der republikanische Abgeordnete Tom DeLay verzichtet endgültig auf den Fraktionsvorsitz der Partei im US-Repräsentantenhaus (SZ, taz etc.). Allerdings will er im Herbst wieder für den Kongress kandidieren. Bereits im Herbst hatte DeLay den Fraktionsvorsitz vorläufig abgegeben, nachdem ein Verfahren wegen illegaler Wahlkampffinanzierung gegen ihn eröffnet wurde. DeLay hatte enge Kontakte zu dem Lobbyisten Jack Abramoff, der sich Anfang Januar in zwei Korruptionsverfahren schuldig bekannte und zur Kooperation mit den Ermittlungsbehörden bereit erklärte. Abramoff unterhielt enge Kontakte zu den führenden Köpfen der Republikaner, aber auch einzelnen Demokraten. Der Fall Abramoff ist der größte Lobby-Skandal in den USA seit Jahren und dürfte sowohl die Kongresswahlen im Herbst beeinflussen als auch die Bemühungen um eine striktere Regulierung des Lobbyismus in den USA vorantreiben.

Der Fall ist breit durch die Medien gegangen. Hier nur ein paar weiterführende Links:

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse. @mueller_uli