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Du bist Deutschland geht juristisch gegen Kritiker vor

Die Kampagne “Du bist Deutschland” wehrt sich juristisch gegen ihre Kritiker. Im konkreten Fall hat die Jung von Matt/Alster eine Unterlassungserklärung von den Betreibern der Seite www.wieder-deutschland.de gefordert. Mehr Infos dort oder bei der taz. Laut taz haben die KritikerInnen auch enthüllt, dass die Kampagne ungefragt Prominente für sich werben lässt: “Alice Schwarzer unterstützt keineswegs die Kampagne. Sie hat, ganz wie Sie, die Anzeige erst in der Zeitung gesehen”, so die Emma-Redaktion an www.wieder-deutschland.de.

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse.

3 Kommentare

  1. Thinktank-Kampagnen sind grundsätzlich gehirnwäscheverdächtig.

    St. John

  2. Ich glaube nicht wirklich, was ich da jetzt gelesen habe. Vielleicht solltest Du darüber informiert sein, dass gerade die negativen Erwartungshaltungen von den Medien gesteuert werden.

    Der neoliberale Gedanke wie “Der Sozialstaat ist zu teuer”, “Deregulierung” oder “Weniger Staat, mehr Markt” sind genau die Botschaften, die dem Bürger eingeimpft werden.

    Du bist dieser Medienmanipulation anscheinend bereits zum Opfer gefallen. Fakt ist, dass Betriebe trotz Gewinne entlassen. Die Produktivität in Deutschland steigt, die Lohnkosten werden nicht angeglichen. Die restlichen Beschäftigten in Deutschland tragen das Sozialsystem für ALLE.

    Das hat alles nichts mit einem negativen Denken zu tun sondern die BürgerInnen werden von den Lobbyisten an der Nase herumgeführt. Informiere Dich doch mal über die Initiative Neue Soziale Marktwirtschft (INSM).

    Vielleicht siehst Du dann einiges anders.

    Noch eine Randbemerkung: Versuche mal mit einem 50 jährigen Familienvater, der gerade in Hartz IV kommt und bei einer gewinnträchtigen Firma den Arbeitsplatz verloren hat Deine Argumentation nahezubringen. Er kann mit noch so viel “Du bist Deutschland”-Elan versuchen einen Job zu suchen….er wird ihn nicht finden.

  3. Im allgemeinen halte ich mich mit politischen Themen zurück. Ich halte die Idee für die Kampagne für nötig, weil sehr viele Menschen die ich täglich treffe nicht mehr an eine ZUKUNFT glauben – und das hat fatale Folgen.

    Selbst viele Jungendliche leben heute eher in einer Überdrussgesellschaft; und dieses Phänomen halte ich für gravierender als die sog. “Null Bock” Einstellung der 80er und 90er…

    Wenn dann auch die Erwachsenen keine Zukunftsperspektiven mehr kennen oder sehen, wie sollen das dann unsere Kinder sehen?

    Die Angst vor der Zukunft kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Eine selbsterfüllenden Prophezeiung ist übrigens ein definierter Begriff in der Psychologie. Ich meine, dass jeder Mensch wissen sollte was “selbsterfüllende Prophezeiung” bedeutet: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung

    Negative Erwartungsphantasien und Erwartungshaltungen tendieren demnach dazu auch in Erscheinung zu treten… Optimismus ist also ratsam. Für manche ist nämlich das Glas IMMER halb leer.

    Die Kampagne “Du bist Deutschland” macht deutlich, dass Eigenverantwortung UND Mitverantwortung nötig sind.

    Ja…. und dann kommen noch die Dauerkritiker, die es als bedrückend empfinden, wenn über die eigene Nation gesprochen wird. Auch in der Politik macht sich da alldieweil Stille breit…

    Deutschland steht mittlerweile doch eher für: Frieden, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung (auch wenn es da noch was zu tun gibt), Umweltschutz.

    Nur zu sich selbst steht es nicht.

    Natürlich wird die Kampagne von einigen auch in die “Braune Ecke” geschoben… bitte sehr.

    Gibt es tatsächlich Parallelen?

    Der Slogan “Denn Du Bist Deutschland” ist wohl 1935 auf einem Propaganda-Plakat der Nationalsozialisten aufgetaucht. Und was jetzt?

    Ich denke hier fehlt es am “Feinsinn” einiger Personen, die allen ernstes behaupten wollen, das die beteiligten Personen in der Kampagne “Du bist Deutschland” etwas DAMIT zu tun haben wollen. Ich sehe im Werbespot eindeutig ein Plädoyer für Verständnis, Hilfsbereitschaft und Integration.

    Und dann wäre da noch die Patriotismus – Diskussion:

    Den meisten die darüber diskutieren fehlt es an den Definitionen.

    Ein Patriot: achtet seine Nation und auch die anderen Nationen und Kulturen.
    Ein Nationalist: achtet seine Nation als höherwertiger als andere Nationen.
    Ein Chauvinist: achtet nur die eigene Nation und hält die anderen für minderwertig.

    Eine Abgrenzung sei noch erlaubt: Nationalist und Nationalsozialist (Nazi) wird häufig durcheinandergebracht. Nazi hat natürlich unmittelbar mit den (vermeintlichen) Werten und Ideologien des Dritten Reiches zu tun. Ein Bestandteil davon ist u.a. der Antisemitismus.

    Ein Nationalist ist also nicht unbedingt ein Antisemit. Ein Nationalsozialist schon.

    Letztes Jahr wurde ja auch die “Patriotismus-Debatte” geführt und da wurden diese Begriffe z.T. alle durcheinander gewürfelt.

    Ich behaupte nicht, dass das (eigene) Verhältnis zu Deutschland reibungsfrei sein muss. Wir sollten uns mit unserer Vergangenheit schon auseinandersetzen – und da komme ich zu der Erkenntnis, dass die deutsche Geschichte wesentlich mehr ist, als das “Dunkelzeitalter” von 1933-1945.

    Ich finde die Kampagne “Du bist Deutschland” gut. Sie ist emotional und soll motivieren. Ich hoffe, dass sich viele DIREKT angesprochen fühlen und aus ihrer Lethargie, Pessimismus und Schwarzseherei heraustreten.

    Das ständige Gejammere in Deutschland über das, was alles “erst mal”, “überhaupt”, “und so gar nicht geht” bin ich nämlich leid. Da kann einem die Lust am arbeiten ja auch (fast) wirklich vergehen…

    Also: Das Glas ist halb voll.

    Und wer den Werbespot noch nicht gesehen hat:
    http://www.du-bist-deutschland.de/opencms/opencms/Kampagne/TVSpotsAnzeigen.html

    Ich sehe Ihn immer wieder gerne, denn “DU BIST DEUTSCHLAND” also schlage mit Deinen Flügeln und reiss Bäume aus!

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