Aktiv für Transparenz
und Demokratie.

Wahl des ersten europäischen „Worst EU Lobbying Award“ gestartet

Lobbyismus in der EU

Ab heute können EU-Bürgerinnen und Bürger unter www.corporateeurope.org/worstlobby/ online über das schlimmste Lobbying in der EU 2005 abstimmen .

Zur Wahl stehen zehn Kandidaten, u.a. der Chemie-Verband CEFIC für seinen Kampf gegen die neue EU-Chemikalienregulierung, die Campaign for Creativity als klassische Schein-NGO, die die Interessen von Softwarefirmen wie Microsoft oder SAP verteidigt, ExxonMobil für seine Unterstützung für Denkfabriken, die den Handlungsbedarf in der Klimapolitik abstreiten, sowie das European Patients’ Forum für seinen privilegierten Zugang zu EU-Foren, obwohl es von verschiedenen Pharma-Unternehmen unterstützt wird. Die Internet-Abstimmung wird vom Corporate Europe Observatory organisiert, in Kooperation mit Friends of the Earth Europe, LobbyControl und Spinwatch.

„Der EU Worst Lobby Award soll die Menschen in einer humorvollen Weise mit einem drängenden europäischen Thema in Kontakt bringen“, so Owen Espley vom Corporate Europe Observatory. Die Fälle zeigen, dass bei der Beeinflussung der EU-Politik mit harten Bandagen und fragwürdigen Methoden gearbeitet wird. Die Aktion ist auch ein Appell an die EU-Kommission, das Thema Lobbying und Lobby-Transparenz ernsthaft anzugehen und ihr eigenes Haus in Ordnung zu bringen.

Unterstützen Sie die Aktion und beteiligen Sie sich an der Abstimmung. Sie haben die Wahl!

Der öffentlich gewählte Gewinner des Preises wird am 14. Dezember in Brüssel vorgestellt.

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse.

Kommentare sind deaktiviert.