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Hessen: Bildungsminister darf nicht vor Wirtschaftslobby einknicken

Köln, 24.03.2017 – Auf Druck von Unternehmensverbänden und der FDP droht in Hessen das geplante weitreichende Werbeverbot an Schulen aufgeweicht zu werden. Damit würde sich Bildungsminister Lorz gegen die Interessen von Lehrern, Eltern und Schülern stellen. Diese hatten das geplante Verbot begrüßt.

Felix Kamella von LobbyControl kommentiert: „Es ist ein falsches Signal, dass das geplante Werbeverbot aufgeweicht werden soll. Das Verbot in Hessen wäre ein echter Fortschritt. Es würde auch das Schulsponsoring auf den Prüfstand stellen und so verdeckte Meinungsmache und Einflussnahme verhindern. Breite Unterstützung gab es deshalb von den Betroffenen: Eltern- und Lehrerverbände sowie die Landesschülervertretung stehen hinter diesem Werbeverbot. Die Verantwortung liegt jetzt bei den Abgeordneten im Bildungsausschuss. Diese müssen dafür sorgen, dass die Interessen von Lehrern, Eltern und Schülern Vorrang vor den Geschäftsinteresse von Unternehmen haben.“

Hintergrund

LobbyControl engagiert sich seit mehreren Jahren gegen Meinungsmache an Schulen. Wie diese Einflussnahme funktioniert, haben wir in einer Studie öffentlich gemacht. Sie kann hier kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

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