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Erkunden Sie den Brüsseler Lobbydschungel

Lobbyismus in der EU

Wollen Sie wissen, was Facebook in Brüssel treibt? Und wie es kommt, dass eine ehemalige EU-Abgeordnete der SPD in deren Brüsseler Lobbybüro sitzt? Oder was die Lebensmittellobby unternahm, damit die Lebensmittelampel nicht europaweit eingeführt wurde? Ab heute können Sie es nachlesen: der neue LobbyPlanet Brüssel führt sie durch die verborgene Welt des Lobbyismus in Brüssel .

Karte des Lobby Planet Brüssel

Der Lobbystadtführer ist komplett überarbeitet: Auf etwa 50 Stationen stellen wir Ihnen die wichtigsten Lobbyakteure und -netzwerke der „Hauptstadt der Europäischen Union“ vor. Wir zeigen die Tricks und Strategien, mit denen sie die Politik beeinflussen. Und wir zeigen, wie eng Unternehmen und EU an vielen Stellen verflochten sind, zum Beispiel in den zahlreichen Experten-Gruppen oder den interfraktionellen Gruppen im Europäischen Parlament. Der LobbyPlanet Brüssel gibt eine leicht verständliche Einführung in den Brüsseler Lobbyismus und wie er uns alle betrifft. Allzu oft können sich die Lobby-Akteure mit dem größten Lobbybudget durchsetzen. Aber der LobbyPlanet zeigt auch die ersten Erfolge, die das Engagement in unserem europäischen Netzwerk ALTER-EU in den vergangenen Jahren gebracht hat.

Hier können Sie den LobbyPlanet Brüssel für 5 Euro bestellen.

Die Lobbyszene in Brüssel erkunden auf drei spezialisierte Thementouren

Lobby Planet Brüssel

In drei spezialisierten Thementouren durch „Europas Hauptstadt“ werden die Lobbyisten in den Bereichen Finanzwirtschaft, Klimapolitik und Lebensmittelindustrie unter die Lupe genommen. Erfahren Sie, wie die Finanzlobby sich gegen eine effektiven Regulierung der Finanzmärkte wehrt oder wie Vattenfall mit Hilfe irreführender PR an staatliche Subventionen kommen wollte.

Eine weitere Neuerung: Mithilfe von „QR-Codes“ kann an vielen Stationen direkt auf die Lobby-Datenbank „Lobbypedia“ zugegriffen werden, um weiterführende Informationen abzurufen.

Der LobbyPlanet Brüssel ist eine Koproduktion von LobbyControl und der Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory. Der englische Originaltext stammt von Corporate Europe Observatory, wir haben ihn übersetzt, aktualisiert und um deutsche Bezüge und neue Stationen wie Facebook ergänzt.

Hier können Sie den LobbyPlanet Brüssel bestellen.
Er hat 64 Seiten (A5) und kostet 5 Euro plus Versandkosten.

Autor: Nina Katzemich

Geboren 1975, arbeitet seit Mai 2009 bei LobbyControl insbesondere zum Lobbyismus in Brüssel.

4 Kommentare

  1. Gibt es auch eine lobbykritische Stadtführung durch Brüssel – so wie in Berlin?

    • Sehr geehrte/r Sake,

      in Brüssel sitzt die Organisation Corporate Europe Observatory – sie führen auf Anfrage lobbykritische Stadtführungen durch. Die Homepage: http://www.corporateeurope.org, dort finden Sie aber soweit ich weiß keine Angaben zu diesem Angebot. Ich empfehle Ihnen, unter der dort angegebenen Telefonnummer anzurufen und nachzufragen.

      Beste Grüße
      Nina Katzemich

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    auf der Seite http://www.erding-life.de/xed/von_wegen_jobmaschine.html habe ich einiges an Info zusammengetragen, wie Lohndumping an den Flughäfen über die Etablierung von Mainstream-Medien einerseits (von der Beeinflussung von Betriebsratswahlen bis zur Nicht-Recherche politischer Netzwerke) sowie ganz praktischem Lobbyismus in Richtung Billiglohn realisiert wurde.

    Ich selbst war von 2003-2009 tarifvertraglich beim Bodenverkehrsdienst am Münchner Flughafen beschäftigt. Sechs Monate, nachdem ich während einer Betriebsversammlund den Trend zur Leiharbeit kritisierte, hatte man genügend Kündigungsgründe zusammengestellt, teilweise erfunden,
    sollte mich danach übers Arbeitsamt erneut über die selbe Arbeitsstelle bewerben, über Leiharbeit. Was immerhin eine Panorama-Sendung wert war.

    Hätte noch viele weitere hoch spannende Geschichten zum Weitergeben. z.B. darüber, wie regionales Mobbing funktioniert. War immerhin zweimal Vorsitzender gemeinnütziger Vereine, auch Initiator der bayernweit eingesetzten Pendler-Mitfahrzentrale MiFaZ, …

    mit freundlichen Grüßen,
    Walter Koppe

  3. Super Sache, gibt’s den auch als App? Würde ja eigentlich extrem viel Sinn machen…

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