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INSM Kampagne „Deutschland 24/30“

Wie LobbyControl bereits berichtete, organisiert die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Kampagne „Deutschland 24/30“. Dabei reisen drei Journalisten durch Deutschland und befragen verschiedene Bürger zur „Sozialen Marktwirtschaft“. Auswahlkriterium beim Casting der vorgeblich neutralen Reporter: „Der sozialen Marktwirtschaft gegenüber positiv eingestellt und und bereit, für einen unternehmernahen Auftraggeber zu arbeiten.“ LobbyControl hat heute dazu eine erweiterte Pressemitteilung veröffentlicht, in der wir diese Vermischung von Journalismus und PR-Arbeit kritisieren.

Nachtrag, 24. Juli: Der Sender rbb weist darauf hin, dass nur einer der drei gecasteten Journalisten auch als freier Mitarbeiter für den Sender tätig sei. Eine zweite Journalistin, in deren Lebenslauf eine Tätigkeit für den rbb angegeben ist, habe nur einmal im Februar einen Beitrag für den rbb gemacht. Sie sei ansonsten nicht für den rbb tätig. Der rbb-Sprecher machte deutlich, dass Nebentätigkeiten von freien Mitarbeitern rechtlich nicht zu beanstanden seien. Der rbb werde aber darauf achten, dass auf diesem Wege keine PR Eingang in das eigene Programm finde.

Pressemitteilung (PDF)

4 Kommentare

  1. Ich habe in einem Kommentar zum Artikel „Lobbyisten auf Sendung“ in der „taz“ auf eure Information zur INSM-Kampagne hingewiesen. Der Artikel befasste sich hauptsächlich mit der Sendung „Anne Will“. Bis jetzt gibt es über 50 Kommentare.

    http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/lobbyisten-auf-sendung-bei-ard/

  2. Am Rande: Die INSM geht tatscählich in die Verlängerung. War eigentlich auch nicht anders zu erwarten, jedenfalls hätte es mich überrascht, wenn die INSM Ende dieses Jahres mit all ihren Verbindungen zu Zeitungen und sonstigen Netzwerken einfach verschwunden wäre.

    Gesamtmetall betont den Erfolg der INSM in einer Pressemitteilung, worauf die Nachdenkseiten und das INSM-Watchblog aufmerksam machten, und kündigte die Fortsetzung mit einem neuen Geschäftsführer an. Auch soll der Auftrag für die Werbeagentur neu ausgeschrieben werden und die INSM nach Berlin ziehen.

    Quellen:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=4083#h18

    http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/6A3E836F10F6B55AC12575F900384C8F?open&ccm=080

    http://insmwatchblog.wordpress.com/

  3. Offener Brief

    Ich möchte Sie auf einen ungeheuerlichen Vorgang von Zensur und PR zugunsten der INSM auf Readers – Edition aufmerksam machen, (Anlagen s.u.) mit der Bitte das Sie darüber berichten.

    Beste Grüße
    Margareth Gorges

    Thema: Mein Artikel zu Journalist/innen für INSM auf PR-Tour Deutschland 24/30
    Datum: 26.07.09 07:56:46 (MEZ) – Mitteleurop. Sommerzeit
    Von: MargaretheGorges
    An: michael.maier@blogform.de, info@readers-edition.de, moderatoren@readers-edition.de

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nachdem ich auf meine gestrige Anfrage zur Freischaltung des Artikels

    „Journalist/innen für INSM auf PR-Tour Deutschland 24/30“

    nicht einmal eine Antwort erhalten habe von Ihnen , kann ich nur zu dem Ergebnis kommen, dass Readers – Edition kein Forum für Bürgerjournalismus mehr ist, sondern von der Lobby bezahlt wird.

    Ihr mit Sicherheit gut zahlender Werbekunde INSM wird es Ihnen danken. Das Werbelogo der INSM flattert ja schon groß auf der Startseite von RE.

    Nicht zum ersten Mal haben Sie zugunsten einer Lobby – kritische Artikel zensiert bzw. stillschweigend komplett gelöscht.

    z. Erinnerung:

    Einflussversuche der etablierten Meinungsmacher im Internet
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3348#more-3348

    und

    Wieder Zensur im Netz, wieder bei Readers Edition und wieder zugunsten der Versicherungswirtschaft
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3732

    Damals war es die Versicherungslobby der Sie sich beugten und heute – ich kann es nicht anders sehn, arbeiten Sie für die PR-Agentur des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall – die INSM.
    Mit Bürgerjournalismus hat ihr Blogprojekt NICHTS aber auch GARNICHTS mehr zu tun.

    Gehen Sie davon aus, dass ich diesen erneuten ungeheuerlichen Vorgang von Zensur zugunsten einer Lobby Vereinigung umgehend an http://www.lobbycontrol.de/ die über Lobbying, PR-Kampagnen und Denkfabriken aufklären, weiterleiten werde.

    Natürlich ebenso an die http://www.nachdenkseiten.de/, die Ihre Zensurmethoden ja des öfteren schon „erleben durften“.

    Gruß
    Margareth Gorges

  4. Daß zwei der drei Reporter beim RBB sind, ist sicherlich kein Zufall.

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