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INSM räumt „Fehler“ ein

Zum ersten Mal hat sich nun die INSM selbst zu Ihrer PR-Kampagne „Deutschland 24/30“ geäußert, bei der es zu einer Vermischung von PR und Journalismus kommt. Wie sie dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ mitteilte, habe es sich bei dem von der Initiative an die Journalisten gesendeten Infoblatt nur um „erste Vorüberlegungen“ gehandelt. Es sei bedauerlich, dass dieses „Arbeitspapier“ weitergegeben worden sei. Auch muss die INSM dem Nachrichtenmagazin gegenüber einräumen, dass die genannten Promis abgesagt haben. Obwohl die Namen eindeutig im Infoblatt genannt werden, habe man damit nicht suggerieren wollen, dass die Genannten tatsächlich zur Verfügung stünden.

Auch die Süddeutsche widmet sich dem Thema und spricht von einem „PR Desaster“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Der Zeitung zufolge könnte die Stellenanzeige nun auch juristische Folgen haben. So sollen sowohl der NDR als auch Neon rechtliche Schritte prüfen. Laut Süddeutsche hat auch die Initiative vorsichtshalber ein Rechtsgutachten eingeholt. Das Fazit: „Die INSM habe sich in dieser Angelegenheit nichts vorzuwerfen“ so Ronald Voigt, Senior Consultant.

Die PR für die Kampagne übernahm laut Spiegel die Agentur Allenbach, die auch schon in den PR-Skandal der Deutschen Bahn verwickelt war.

Bedauerlich ist indess die Tatsache, dass weder Spiegel noch Süddeutsche Zeitung auf LobbyControl als Urheber der Recherchen hinweisen.