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Vattenfall für Worst EU Lobbying Awards 2008 nominiert

Lobbyismus in der EU

Die schwedischen Grünen haben den Energiekonzern Vattenfall für die Worst EU Lobbying Awards 2008 nominiert. Vattenfall versucht der Öffentlichkeit und der Politik Kohlekraftwerke als ökologische Zukunftstechnologie zu verkaufen, indem der Kohle- und Atomkonzern für die CCS-Technologie wirbt. Diese Technologie soll dafür sorgen, dass bei der Verbrennung entstehendes Kohlendioxid abgefangen und unterirdisch gelagert wird. Sie wird allerdings frühestens in 15 bis 20 Jahren einsetzbar sein, und Machbarkeit und Risiken sind heftig umstritten.

Noch bis zum 12. September läuft die öffentliche Nominierungsphase zu den diesjährigen Worst EU Lobbying Awards. Wir freuen uns über Ihren Nominierungs-Vorschlag für das dreisteste Lobbying in Brüssel oder den schlimmsten Interessenkonflikt von EU-Politiker/innen – das Formular finden Sie hier. Mitte Oktober beginnt dann die Internet-Abstimmung über die „Top-Kandidaten“ in jeder Kategorie. Die Preisverleihung findet – nun schon zum vierten Mal – in der zweiten Dezemberwoche in Brüssel statt.

2 Kommentare

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    Die Nominierung ist durchaus berechtigt. Die Vattenfaller sind außerdem seit einigen Monaten mit einem Klimamobil in bundesdeutschen Schulen unterwegs und betreiben dort grüne Gehirnwäsche mit eigenen Animateuren. Davon wissen die schwedischen Grünen wahrscheinlich nichts, aber das macht nichts.

    Quelle: ZDF Frontal21 vom 12.02.2008 (Video)
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/429746?inPopup=true

  2. Avatar

    Das Beispiel des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall zeigt einmal mehr, daß Monopolisten (und dann noch aus der Atomwirtschaft) nicht recht über den Weg zu trauen ist bei ihren öffentlichkeitswirksam verkauften („grünen“) Blütenträumen, selbst wenn sie aus Schweden kommen, wo es in der Sozial- und Wirtschaftspolitik (noch) um einiges besser bestellt ist als hierzulande.