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Rolf Linkohr als Sonderberater des EU-Energiekommissars entlassen

Lobbyismus in der EU

Der ehemalige SPD-Europaabgeordnete und Direktor der Beratungsfirma Centre for European Energy Strategy – C.E.R.E.S. Rolf Linkohr ist von seinem Posten als Sonderberater des EU-Energiekommissars entlassen worden. Sein Beratervertrag wurde als beendet erklärt, nachdem er eine schriftliche Anfrage von Anti-Korruptions-Kommissar Siim Kallas nicht fristgerecht beantwortet hatte. Kallas hatte im Februar alle 55 Sonderberater von EU-Kommissaren angeschrieben und sie aufgefordert zu bestätigen, dass ihre Beratertätigkeit nicht in einem Interessenkonflikt zu ihrer sonstigen beruflichen Tätigkeit stehe. Linkohr ist u.a. Mitglied des Beirats bzw. Aufsichtsrates der Energieversorgungsunternehmen EnBW und Vattenfall, sowie Ehrenmitglied der Kerntechnischen Gesellschaft. Über seine Verflechtungen mit der Energie-, insbesondere der Atomwirtschaft berichteten wir bereits.
Anlass für die Anfrage von Kallas an die Sonderberater war ein offener Brief des Corporate Europe Observatory (CEO). Eine offizielle Antwort steht noch aus.

Zur Entlassung Linkohrs und der noch zurückgehaltenen Veröffentlichung der Namen der anderen Berater berichtete die Financial Times (in englischer Sprache).

Autor: Heidi Bank

Politikwissenschaftlerin, Jahrgang 1978, hat in Bremen und Lille (Frankreich) Politikwissenschaft und Ökonomie studiert. Seit Herbst 2007 ist sie gemeinsam mit Ulrich Müller hauptamtlich als geschäftsführender Vorstand tätig.

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