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Verheugen und die Nacktfotos

Lobbyismus in der EU

Einige konservative Medien (Bild, Focus, FAZ) versuchen gerade, einen Skandal um Nacktfotos von EU-Kommissar Günter Verheugen herbeizuschreiben. Im Hintergrund steht dabei das Interesse der CDU, einen eigenen EU-Kommissar nach Brüssel zu schicken (siehe Zeit und FTD). Es geht um Posten, nicht um politische Inhalte. Dabei gibt es an Verheugens Politik und Politikstil durchaus einiges zu kritisieren, wie die Einsetzung einseitig besetzter Expertenkommissionen oder das Ausbooten von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft bei der neuen EU-Politik zu „Corporate Social Responsibility“. Für beides war er für die „Worst EU Lobby Awards“ nominiert, die nächste Woche in Brüssel verliehen werden. Insofern: Kritik an Verheugen ja, aber so nicht.

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

War Mitgründer von LobbyControl, bis 2016 geschäftsführender Vorstand und von 2016-2022 als Rechercheur für LobbyControl tätig, zuletzt mit einem Fokus auf Digitalkonzerne und die ökonomische Macht großer Unternehmen. @mueller_uli

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