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INSM-Förderverein, Teil 3

Nachdem LobbyControl letzte Woche bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft nachgefragt hatte, welche Beiträge die Mitglieder des neuen Fördervereins zahlen sollen, vertröstet die INSM InteressentInnen inzwischen auf später. Über dem Online-Mitgliedsantrag hat sie folgenden Satz ergänzt: „Die Geschäftordnung [sic!] des Fördervereins Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird in den nächsten Wochen online erreichbar sein.“ Soll heißen, dann wird es Informationen über die Mitgliedsbeiträge geben. Am Tag der offiziellen Vorstellung des Fördervereins gab es bei der INSM offensichtlich noch kein Konzept für die Mitgliedsbeiträge. Das ist auch ein Indiz dafür, dass es der INSM weniger um zusätzliches Geld geht (neben den 8,8 Mio. Euro netto pro Jahr von den Arbeitgeberverbänden), sondern mehr um das Image einer (vermeintlich) breiteren Basis. Dass die Basis nicht so breit ist und der neue Förderverein stark von „alten Bekannten“ der Initiative bestimmt wird, hatten wir schon geschrieben. INSM bleibt eine Arbeitgeberkampagne und sollte sich auch so bezeichnen – und zwar nicht nur im Internet oder gegenüber JournalistInnen, sondern auch in ihren Anzeigen, Publikationen und Medienkooperationen.

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse. @mueller_uli

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