Kurzmeldung

INSM lässt den Osten blühen

Laut eines Artikels der Frankfurter Rundschau hat die Wochenzeitschrift SUPER illu gemeinsam mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Studie in Auftrag gegeben, die 20 Jahre nach dem Mauerfall eine wissenschaftliche Bilanz ziehen soll. In einer Sonderausgabe stellt die Studie die Wiedervereinigung und die Folgen für Ostdeutschland und seine Errungenschaften in ein überaus positives […]
3. September 2009

Laut eines Artikels der Frankfurter Rundschau hat die Wochenzeitschrift SUPER illu gemeinsam mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Studie in Auftrag gegeben, die 20 Jahre nach dem Mauerfall eine wissenschaftliche Bilanz ziehen soll. In einer Sonderausgabe stellt die Studie die Wiedervereinigung und die Folgen für Ostdeutschland und seine Errungenschaften in ein überaus positives Licht. Die INSM, die eine Kampagne der Arbeitgeberverbände der Metall-und Elektroindustrie ist, wird zwar auf der Sonderpublikation im Kleingedruckten erwähnt, Hinweise auf die Initiative, ihre Ziele und Ideen sind jedoch nicht ersichtlich. Die INSM fällt immer wieder mit Aktivitäten auf, die die Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR) unterlaufen – zuletzt mit Ihrer Kampagne Deutschland 24/30.

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2 Kommentare

kritischer geist3. September 2009 um 17:17

Naja, wenn sich die blühenden Landschaften nicht von selbst einstellen wollen, so „muss“ man sie eben herbei-schreiben, so kurz vor den Wahlen … welcher Zufall aber auch.

Dazu gleich ein doppeltes Geschenk vor den sächsischen Landtagswahlen: Neben den vorgenannten „blühenden Landschaften“ wurde Sachsen im Bildungsmonitor der INSM der 1. Platz zuerkannt – veröffentlicht ca. eine Woche vor dem Wahltermin …
Der alte (und sehr wahrscheinlich auch neue) Ministerpräsident in Sachsen, Stanislw Tillich, hatte auch nichts eiligeres zu tun, als sich artig für diese Wahlkampfhilfe zu bedanken:
»“Dieses Qualitätssiegel von unabhängiger Stelle ist ein großes Lob“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) laut einer Mitteilung in Dresden.«

In welcher Welt lebt dieser Mann eigentlich …?

Peter-Jürgen Scholz16. September 2009 um 15:54

Früher durften und wollten (Eintrittsgeld 25 DM) die Bürger
aus den alten Ländern nicht in die DDR fahren. Heute
sollten es alle tun, um sich von den Verhältnissen in den
neuen Bundesländern vor Ort selbst zu überzeugen. Dann
brauchen sie nicht fadenscheinigen Behauptungen nach-
laufen.