Handelspolitik

Entdecken Sie die Lobby-Welt rund um TTIP

Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen USA und EU, kurz TTIP, sind von Geheimniskrämerei und massivem Lobbyismus geprägt. In einer Führung durch Brüssel zeigten wir an ganz konkreten Orten, wer bei den Verhandlungen mitmischt und was die Bedrohungen für die Demokratie sind. Jetzt gibt es ein kurzes Video von der Tour. Entdecken Sie jetzt in sechs Minuten die Lobby-Welt rund um TTIP.
von 2. April 2014

Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen USA und EU, kurz TTIP, sind von Geheimniskrämerei und massivem Lobbyismus geprägt. Um die öffentliche Debatte anzuregen, haben wir in den letzten Wochen Journalisten und Aktivisten auf den Spuren der TTIP-Lobbyisten durch Brüssels EU-Viertel geführt. Zusammen mit unseren europäischen Partnern zeigten wir an ganz konkreten Orten, wer bei den Verhandlungen mitmischt und was die Bedrohungen für die Demokratie sind. Viele Medien berichteten – u.a. WDR und Deutschlandfunk sowie Fernsehsender aus Spanien, Frankreich und den Niederlanden.

Jetzt gibt es ein kurzes Video von der Tour. Entdecken Sie in sechs Minuten die Lobby-Welt rund um TTIP – und leiten Sie die Informationen an Freund/innen und Bekannte weiter:

Vielen Dank an alle, die unsere Aufklärungsarbeit rund um TTIP unterstützen. Mit Ihrer Hilfe bringen wir Licht ins Dunkel. Bei allen neuen Fördermitgliedern bedanken wir uns mit einem hoch aktuellen und brisanten Buch über “Europas Strippenzieher”. Die Aktion ist jetzt verlängert bis zum 30. April!

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Weitere Informationen: Hier finden Sie einen schriftlichen Kurzbericht von der Tour mit Links zu weiteren Details.

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10 Kommentare

leif wiesmeth2. April 2014 um 20:40

danke für euer engagement ! wir brauchen dieses mehr an aufklärung und information, auch wenn die konzerne um vieles mächtiger sind, müssen wir jede chance nützen, diese undemokratische vernetzung von kapital , wirtschaft und politik aufzudecken !
manch eine politische entscheidung ist durch die intensive lobbyarbeit der konzerne einseitig beeinflußt und gegen den willen der bevölkerung ! siehe genmais, atommeiler und ttip.
lobbycontrol, bitte, bitte weitermachen !

Christiane Bowien-Böll2. April 2014 um 21:01

Wie gut, dass es Euch gibt! Danke für Euer Engagement. Weiter so.

Andreas Frasch3. April 2014 um 7:22

Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Video über die Absichten, demokratische Entscheidungsprozesse zu manipulieren.
Ich werde es weiter verteilen

A. F.

Roland Reichelt3. April 2014 um 9:37

Mit dem nicht zu begründenem Votum für Arbeitsplätze, eigentlich meint die von der Großindustrie gesteuerte Politik Wachstum/Expansion, wird sich nicht an den Menschen der zukünftigen Generationen auf diesem Globus orientiert. Wie können Entscheidungen über Umweltrisiken und rechtliche Abhängigkeiten von Großkonzernen von einer dem Wachstum verpflichteten Weltbankgesetzgebung und deren zu 90% in einem konspirativem, nicht öffentlichem Gremium vertretenem Kreis für die Vertragsländer getroffen werden ? Nachträgliche Fehlentwicklungen können nur mit der Gefahr eines Staatsbankrottes gegenüber den klageerhebenden Gewinnverlust befürchtenden Konzernen korrigiert werden. Beispiele sind bereits bei Fracing in den USA und Roundup-Monsanto auf der ganzen Welt gegenwärtig !

J. Stark3. April 2014 um 10:54

Gute und wichtige Arbeit.
Allerdings glaube ich, dass man viel agressiver vorgehen muss. Wir haben es mit internationalen und sehr mächtigen Konzernen zu tun. Die haben genug Macht und finanzielle Mittel kleine Interessengruppen kaltzustellen.

Micha Kron3. April 2014 um 20:14

Würde es begrüßen, eine in die jeweilige Landessprache synchronisierte Version zu hören. Sonst weiter so. Diese Arbeit ist für Demokratie enorm wichtig. Warte jetzt gespannt auch darauf, dass endlich die DIN-Normen-Seilschaften mit ihrer Abzocke über EN und nationalen Normen und deren ständiger Veränderung entlarvt werden. Es muss alles noch viel transparenter werden.
Danke für Euer Engagement.

Michael Götz3. April 2014 um 20:58

Das scheint man ja schon länger geahnt zu haben. Die Krake Lobbyismus gibt es überall, also warum nicht auch bei diesen Verhandlungen. Die Frage ist doch nur, wie geht man (auch) auf politischer Ebene dagegen vor. Sicher nicht mit den etablierten Parteien, die doch selbst in großem Maße aufgrund der zahllosen Aufsichtsratsposten ihrer Abgeordneten ein Teil dieser Lobbyistenkultur und auch dieses Systems sind. Bei den bevorstehenden Europawahlen müssen diese daher einen anständigen Dämpfer bekommen, es dürfen nur solche Parteien Stimmen bekommen, die das Freihandelsabkommen ohne Wenn und Aber ablehnen. Und dann kann man nochmal transparent verhandeln!
Das Engagement von Lobby control ist mehr als nur löblich, aber man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass dieser Einsatz ausreichen wird. Die Entscheidungen werden nun mal auf politischer Ebene getroffen.

Klaus Sent4. April 2014 um 9:02

Nennt doch bitte auch Roß und Reiter, z.B denn Cheflobbyist des Bertelsmann Verlages—- Emar Brok (CDU)! Bei denen zählt nur die dicke Kohle, aber weder die DEMOKRATIE noch GESUNDHEIT der Menschen. So ein Lobbyverseuchtes Europa braucht kein Mensch! Im Mai wählen, und abwählen.

Helena Peltonen5. April 2014 um 17:30

Wertvoller Beitrag !

R. Sellnick27. März 2016 um 16:11

Meines Wissens wurde im Rahmen von ACTA bereits (relativ) transparent zu diesen Themen verhandelt, mit dem Ergebnis das ACTA vor dem EU-Parlament durchgefallen ist. Danach hat man es mit TTIP versucht.
Zwei Dinge geben mit zu denken: 1. werden Abstimmungen in den Parlamenten immer dann kurzfristig abgesagt, wenn erkennbar ist, dass das Ergebnis nicht den Wünschen der TTIP- Befürworter entspricht. In dem Fall soll vermutlich ewig weiter verhandelt werden. 2. werden offenbar im europäischen Rahmen ebenso wie manchmal im nationalen Rahmen oftmals Entscheidungen bereits so gefasst, als wenn TTIP beschlossen und unterschrieben wäre.