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EU-Parlament: Wie die Tabaklobby Druck macht

Lobbyismus in der EU

Aktionsbanner - Lobbying seriously harms youIm Europäischen Parlament findet diese Woche die entscheidende Abstimmung im federführenden Gesundheitsausschuss über die Tabakproduktrichtlinie statt. Danach beginnen die Verhandlungen über die Richtlinie mit dem EU-Ministerrat. Der Vorschlag der EU-Kommission enthält strenge Auflagen für die Tabakindustrie, wie große „Schockbilder“ und das Verbot bestimmter Geschmacksrichtungen. Ein neuer Bericht des Corporate Europe Observatory zeigt, was die Tabaklobby im Parlament alles unternimmt, um die Abgeordneten zur Veränderung der Richtlinie zu bewegen.

Der ausführliche Bericht verzeichnet ein starkes und strategisches Vorgehen der Tabaklobby: Die Mitglieder des Parlaments sprechen von sehr intensiver, teils aggressiver Lobbyarbeit – von zahlreichen Anrufen, Emails, Einladungen auf Drinks und die ungefragten Zustellung von kostenlosen E-Zigaretten bis zu unangemeldeten Besuchen in den Büros der Abgeordneten. Die Ergebnisse speisen sich vor allem aus Gesprächen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und deren Mitarbeiter/innen über die Erfahrungen mit der Tabaklobby in den vergangenen Wochen.

„Kenne deinen Feind“

Dabei bewirbt die Industrie gezielt Abgeordnete, die als empfänglich für ihre Positionen eingeschätzt werden oder sich nicht besonders gut auskennen, während die Mitglieder des federführenden Gesundheitsausschusses, die ganz überwiegend der Tabakindustrie gegenüber kritisch eingestellt sind, gemieden werden.

WHO-Tabakkonvention: Nicht alle Abgeordneten nehmen sie ernst

Die Lobbyarbeit der Zigarettenindustrie hat historisch eine lange Tradition der Manipulation und Fehlinformation. Da Rauchen zugleich relevante Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat, gibt es seit 2003 einen einzigartigen völkerrechtlichen Vertrag der Vereinten Nationen, der dieses Verhalten einschränken soll: Unter dem WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs soll der Kontakt zwischen der Tabakindustrie und Vertretern der Gesundheitspolitik auf ein absolutes Minimum beschränkt und transparent gemacht werden.

Treffen mit Lobbyisten der Tabakindustrie werden allerdings nur von wenigen Abgeordneten offen gelegt. Zumindest Teile des Parlaments scheinen das WHO-Rahmenübereinkommen nicht als gesetzlich bindend anzusehen und dementsprechend keine besondere Vorsicht im Umgang mit der Tabaklobby für notwendig zu halten.

Lobbyarbeit durch die Hintertür

Ahnlich wie bei der Datenschutzrichtlinie scheint es auch bei der Tabakproduktrichtlinie die Erfahrung zu geben, dass es oft nicht die Vertreter der großen Unternehmen sind, die an die Türen der Abgeordneten klopfen. Sie schicken Zigarettenanbauer, kleine Zigarettenverkäufer oder Gewerkschafter vor, die die Befürchtung um Arbeitsplätze äußern, deren Änderungsvorschläge aber detaillierte Kenntnis der Richtlinie zeigen.

Ein neuer Akteur: Die Lobby der E-Zigaretten

Neben den klassischen Zigarettenhersteller treten als neuerer Lobbyakteur auch die Hersteller der so genannten E-Zigaretten in Erscheinung. Diese  batteriebetriebenen Zigaretten sollen mit der neuen Richtlinie scharf reguliert und besser getestet werden. Die Lobbyarbeit für die E-Zigarette wurde von den befragten Abgeordneten als besonders intensiv wahrgenommen. Besorgniserregend ist, dass sie dabei offenbar zumindest teilweise ähnliche Lobbystrategien anwendet, wie sie bisher von der klassischen Zigarettenindustrie bekannt sind: Die Finanzierung medizinischer Studien oder das Auftreten von Ärzten als „Testimonials“.

Einige der vom Corporate Europe Observatory befragten Abgeordneten oder Mitarbeiter/innen berichten, dass sie von E-Zigaretten-Unterstützern sehr offensiv angegangen wurden. Ein Abgeordneter spricht sogar von „Astroturfing“. Der Begriff wird für scheinbar unabhängige und individuelle Äußerungen gebraucht, hinter denen in Wahrheit die Industrie oder ein sie vertretendes Lobbyunternehmen steckt. Allerdings gibt es keinen eindeutigen Beleg für solches „Astroturfing“.

Den vollständigen Bericht auf Englisch finden Sie hier: „Tobacco lobbyists all fired up ahead of key vote“.

Anmerkung und Klarstellung:

In der ursprünglichen Fassung enthielt der Text weitergehende Formulierungen zum Astroturfing-Vorwurf. Ich habe diese ersetzt, weil ich erst im Nachhinein gemerkt habe, dass ich beim  Zusammenfassen die Aussagen im Originaltext ungewollt verschärft habe. Ich bitte das zu entschuldigen.
Wir möchten keinesfalls jedes Engagement von Nutzern der E-Zigaretten zu „Astroturfing“ erklären. Natürlich ist es legitim und auch erwünscht, dass sich einzelne Betroffene in die politische Auseinandersetzung um die Tabakproduktrichtlinie einmischen. Unser Artikel gibt die Recherchen unserer Partnerorganisation Corporate Europe Observatory über die Tabaklobby im Europäischen Parlament wieder. Die Verfasser haben dafür mit verschiedenen Abgeordneten und ihren Mitarbeiter/innen darüber gesprochen, wie ihre Erfahrungen mit der Tabaklobby im Rahmen der Tabakproduktrichtlinie aussahen. Mehrfach wurde der Eindruck berichtet, dass die E-Zigarettenlobby besonders intensive und teilweise aggressive Lobbyarbeit betrieben hat. Aber wir wollten nicht nur die E-Zigarettenlobby in den Fokus stellen. Die alte Überschrift „EU-Parlament: E-Zigarettenlobby auf dem Vormarsch?“ hat vielleicht diesen Eindruck erweckt, sorry. Wir haben sie deshalb geändert. Denn der CEO-Artikel bezieht sich im Original auf die Tabaklobby insgesamt.

Autor: Nina Katzemich

Geboren 1975, arbeitet seit Mai 2009 bei LobbyControl insbesondere zum Lobbyismus in Brüssel.

51 Kommentare

  1. nochmals eine Anmerkung:

    Heute wurde in der belgischen Presse berichtet das 2 der 6 Gesundheitsexperten des obersten Gesundheitsrat für die Volksgesundheit in Belgien von pharmazeutischen Unternehmen bezahlt werden die Nikotin-ersatz oder Medikamente gegen Lungenkrebs verkaufen (Nicorette). Ein dritter Experte ist ehemaliger Berater von Philip Morris. Der Rat empfiehlt den Verkauf von E-Zigarette über Apotheken.

    http://www.demorgen.be/dm/nl/993/Gezondheid/article/detail/1762582/2013/12/22/Gezondheidsexperts-e-sigaret-kregen-geld-van-farmabedrijven.dhtml

    Ich frage mich immer noch warum wir Nutzer von e-Zigaretten nicht bei der EU ernsthaft angehört wurden (außer einem kurzen 5-Minuten Statement) und warum Abgeordnete sich nicht über Lobbyarbeit von Seiten Pharma so wehement einsetzen.

    Es wäre schön wenn wir Nutzer dies dürften. Über die Bürgerinitiative efvi.eu könnten wir dies zumindest erreichen und bitten daher um Unterstützung!

  2. zur Abwechslung ein Kommentar eines Nichtrauchers, mal nicht am Arbeitsplatz geschrieben:

    Selbstverständlich soll in unserer freien Gesellschaft sich jeder selbst aussuchen können, wie er seine Gesundheit ruiniert, ob mit Alkohol, Tabak oder zuviel Fett und Zucker. Diese Produkte sollen ja auch gar nicht abgeschafft werden – was regen sich hier soviele virtuelle Schreiber auf?

    Aber die Werbung für ein „Schlecht“ (die betriebswirtschaftliche Def. für das Gegenteil eines Guts) muss selbstverständlich verboten werden. Keine Angst, Hersteller, auch Drogen werden noch immer gut verkauft.

    Hier geht’s natürlich vor allem ums Geld, denn wenn die Werbung immer mehr eingeschränkt wird, wird es immer schwieriger, neue Kunden anzufixen, während die Stammkunden ja dauernd wegsterben. Ich warte schon lange auf ein vollständiges Werbeverbot. Als nächsten Schritt schlage ich vor, die Taktik des Gegners gegen ihn zu verwenden: Werbung, die er nicht mehr machen kann – nur jetzt gegen das Rauchen. Ist eigentlich ganz einfach, man muss nur ehrlich sein: Treue Kunden als Models. Mit 40 sehen die schon ziemlich schlecht aus.

    Nächstes Ziel ist ein neuer Konsens der Mehrheit: Rauchen macht hässlich und ist was für Loser. Warum ersetzen wir nicht das negativ klingende Wort Nichtraucher durch etwas Positives, z.B. Freiatmer? Klingt beim ersten mal lächerlich, aber wenns viele verwenden, wird das in den Köpfen einschlagen wie eine Bombe. Die Bilder von kaputten Menschen auf Verpackungen führen mittelfristig sicher nur zur Abstumpfung, und ich hoffe, daß sichergestellt ist, daß Minderjährige beim Einkauf damit nicht erschreckt werden. Wirksamer ist, sich beim Gegner abzuschauen wie’s geht: Seit Monaten muss ich den dämlichen Werbespruch „don’t be a maybe“ ertragen – er ziel darauf ab, sich halt endlich für’s Rauchen zu entscheiden. Wirkt sicher gut bei der Hauptzielgruppe: Halbstarke, die noch nicht in ihrer Persönlichkeit gefestigt sind. Hätte ich das Geld, würde ich genauso viele Plakate mit dem Spruch „don’t be a Raucher“ aufhängen. Das deutsche Wort im englichen Spruch wirkt hier besonders uncool.

  3. Sehr geehrte Frau Katzemich,
    sehen so die typischen Astroturfer aus?
    http://www.vaping-star.de/bilder
    Sie sehen auf den Bildern ca. 600-1000 Dampfer die in Düsseldorf Protestiert haben denn es geht um unsere Gesundheit.
    Es würde mich freuen wenn Sie dies den Politikern klar machen würden das wir keine Astroturfer sind sondern wirklich nur informierte Bürger die für Ihre Sache einstehen.

  4. Hallo, ich würde Vorschlagen das ihr von LobbyControl am 31.8.2013, 14:00 Uhr zur Demo nach Düsseldorf oder Berlin kommt und mit uns Astroturfs spricht. Sprecht mit den Leuten und stellt eure Fragen. Bildet eure Meinung. Achso, ja Lobbyismus: Ich habe gelesen das 1 – 2 Händler Kosten für Flyer und Werbeplakate übernommen haben. Viele weitere e-Zigaretten-Shops haben sich geweigert zu beteiligen (und sei es die Flyer auszulegen) und werden sogar von Nutzern dadurch angefeindet. Also: Sprecht mit uns!

    Hmmmm… also sind Demos wie „Freiheit statt Angst“ eine noch größere Lobbyarbeit von Datenschützern? Piraten, Grüne, CCC und andere Organisationen haben tausende Euro investiert. Ist das wirklich auch Lobbyarbeit? Es wurden 1500000 Unterschriften gegen Vorratsdatenspeicherung eingereicht. Parteien und Politiker wurden angeschrieben.

    Ich denke unsere „Lobbyarbeit“ war dagegen Mumpitz.

  5. Hallo und Guten Tag,

    ich Persönlich halte nichts von dieser Tabak Lobby, die versuchen doch nur druck aus zu üben und wollen die E-Zigarette vom Markt einführen, um Ihren kram wieder zu verkaufen.

    Aber, dies wer ja mal wieder eine lange Diskussion und würde ja eh wieder den schreib rahmen Sprengen.

    Aber toller Artikel…

    Liebe grüße aus Hamburg

  6. E-Zigaretten-Firmen sind fast ausschließlich kleine und mittelgroße Unternehmen, die bei Weitem nicht die Lobbykraft von Multis haben und nicht in der Lage sind Astroturfing vorzunehmen – ausgenommen ein paar wenige (ca. 4-5) Firmen, die erst vor wenigen Monaten von Tabakmultis aufgekauft worden sind, die aber gerade deswegen keineswegs daran interessiert sind, die bisheringen Vorschriften für E-Zigaretten beizubehalten.
    Absurderweise hätte eine strengere Regelung von E-Zigaretten bzw. die klassifizierung als Arzneimittel keineswegs eine bessere Produktsicherheit zur Folge (daran gibt’s nämlich nichts zu verbessern – höchstens an deren Einhaltung), sondern würde Tabakfirmen gleich zwei Vorteile verschaffen: 1. E-Zigaretten wären schwerer zu bekommen, wie Tabakprodukte, und 2. die Konkurrenz würde aus dem Weg geschafft, denn die Zulassung als Medizinprodukte könnten sich nur von Tabakmultis aufgekaufte E-Zigaretten-Firmen leisten…

  7. ich bin seit fast zwei Jahren Dampfer ! und mir geht es besser ! das ist für uns Dampfern kein Mode Hit das ist mehr Lebens Qualität ! und auch ich werde mich so weit ich kann da für einsetzen das ich u. auch alle anderen Dampfer weiter dampfen können,
    ich kann nicht verstehen das eine Hand von Leuten an der spitze Herr Groote über mittlerweile in Deutschland über 2.000000 Bürger so ohne weiteres sein willen auf zwingen kann !!! und unsere Abgeordneten schauen weg !
    ich für mein teil sage nur ich glaube keiner Lobby control u. auch keinen Politiker mehr es wurde u. wird zu viel gegen uns gehetzt das man sich wie ein krimineller vor kommt ! wir Dampfer müssen das wohl ohne Hilfe von außen schaffen, setzt euch mal mit dem begriff Demokratie auseinander!!! vielleicht kommt ihr ja drauf was wir Dampfer möchten

  8. Ich muss auch als langjähriger Unterstützer von lobbyControl sagen, die sonstigen Aktionen von LobbyControl und auch die mir darüber bekannten Aktionen/Positionen von CEO wirken ausgearbeiteter und abgewogener. Wenn man keine Geldflüsse oder Auftragsbeziehungen aufgedeckt hat, sollte man besonders gründlich Hintergrundrecherche über den Sachverhalt betreiben. Sonst ist es womöglich schwierig, Individuen, die von der Sache nachvollziehbar überzeugt sind, von anderen, deren Motivation sich nur rein finanziell erklären lässt, zu unterscheiden.

    Persönlich kann ich Sympathien für eZigaretten durchaus nachvollziehen. Ich hab mich mal eingelesen, weil ich jemanden bei der Zigarettenentwöhnung unterstützen wollte. Propylenglycol-Nebenwirkungen (evtl. Atemwegsverengung, Reizung, dadurch eventell indirekte Entzündungsförderung) erinnern mich an Nebenwirkungen von Anti-Erkältungs-Inhalationsmitteln mit ätherischen Ölen. Nikotin siehe Nikotinkaugummis. Nicht gesund, aber mindestens so akzeptabel wie Tabak, Alkohol oder Solarien. Und falls jeder zweite 14 Jährige ähnlich wie bei Alkopops dampfen sollte kann man ja immer noch mit Altersbeschränkungen und Zusatzsteuern nachregeln.

    Haben denn Bedenkenträger schon Gelder für öffentlich finanzierte Studien freigegeben, oder sich dafür stark gemacht?

    • Es wurde ein Rechtsgutachten in NRW erstellt ob die E-Cig unter das Nichtraucherschutzgesetz fällt erstellt, das Ergebnis gefiel wohl nicht und so ist es in einer Schublade eingestaubt bis die Piraten eine Anfrage gestartet haben.
      Ansonsten ist mir keine Studie die von den Gegnern beauftragt wurde bekannt und ich beschäftige mich mit allen Studien über das Dampfen.
      Meine Sammlung an relevanten Studien: http://vaping-star.de/m/studies

  9. Werte Fr. Katzemich, wertes Team von Lobbycontrol,

    es ist ein Irrsinn dass wir hier quasi gegeneinander losgehen.
    Wir, die Dampfer, sind ganz normale Bürger.
    Wir gehen unserer täglichen Arbeit nach, zahlen Steuern und gehen alle heilige Zeit wählen.
    Wir sind keine Lobby im herkömmlichen Sinne, wir sind außergewöhnlich gut und umfassend informierte Normalsterbliche die sich einmischen.
    Da wir aufgrund unserer Vernetzung in Foren, Blogs und div. Facebook-Gruppen jeweils zeitnah doch einige Leute mobilisieren können, mag der Eindruck des „Astroturfings“ entstanden sein.
    Dennoch, wir sind NICHT euer Feind!

    Im Gegenteil, wir sind im Endeffekt selber Opfer von massivster Lobbyarbeit der Pharmakonzerne und der Tabakkonzerne die sich durch die „E-Zigarette“ in ihren jeweiligen Geschäften bedroht fühlen.

    Wir, also die Dampfer und Lobbycontrol, sollten doch viel mehr zusammenarbeiten.
    So könnten wir zusammen die riesen Schweinerei die da zu dem Thema läuft aufklären und öffentlich machen.

    Ihr seid uns Dampfern jederzeit herzlich Willkommen, egal ob in den Foren (Links wurden bereits geposted) oder in Facebook-Gruppen, z.B. in der Gruppe Dampferhimmel:
    https://www.facebook.com/groups/188893441203462/

    Ich hoffe dass wir da zusammenarbeiten können und dem Lobbyismusirrsinn ein klares Signal senden können.

  10. … die Taten und Werke der WHO sind per se immer gut ! ?? Die wollen die Tabakfreie Welt um JEDEN Preis. Dafür wird auch eine äußerst agressive Lobbyarbeit betrieben. Ganze Staaten werden massiv unter Druckgesetzt.
    Wie lauter sind die WHO-Absichten? Da ist zum Beispiel eine vertraglich abgesicherte Zusammenarbeit mit den Atom-Lobbyisten in Wien: Keine Äußerung ohne Absprache. Oder die Schweinegrippe: Ausrufung der Pandemiestufe 6 im Abklingen der Seuche mit der Folge, daß etliche entsprechend verantwortliche Beamte noch sicherheitshalber Impfstoff (teuer) gekauft haben, der jetzt (ebenso teuer) entsorgt werden muß. Da gibt es allgemein eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie, die auch an der Nikotinentwöhnung ein sehr gutes Geschäft macht (Entwöhnungs-Erfolg der Pillen und Pflaster nur um die 10%). Bei entsprechend öffentlichem Druck wird der diskriminierte Raucher das Programm dann mehrmals (für viel Geld) durchlaufen.
    Daher auch das große Interesse, den Dampferzubehör in die Pharmakanäle zu locken. Die (ach so gefährlichen) Geschmacksstoffe werden in jeder Duftkerze verbrannt und nicht verdampft. Den Lungen bekommt die Dampferei offensichtlich deutlich besser, wie mir etliche Dampfer berichteten, die früher Raucher waren. Die Lobbyarbeit der WHO dient im Wesentlichen der Gesundheitsindustrie. Hier wird ein riesen Popanz aufgebaut – weltweit – der uns Unsummen kostet. Kein Land bekommt die Gesundheitskosten in den Griff. Diese Hintergründe beobachtet man hier nicht. Man sieht nur, daß der böse Büger sich wehrt, statt den Mund zu halten und zu zahlen …

  11. Ich denke das es vielen schlicht ein Rätsel ist, warum auf einmal ganz normale Bürger mit Familie und Job so gegen Politiker aufstehen. Das können sie nicht zuordnen und wischen es weg und packen es in die Lobbyschublade.
    Das wir teilweise um unser leben kämpfen ist ihnen nicht klar.
    Denen es klar ist, den haben die Menschen noch nie interessiert. Den geht es auschließlich nur um Macht und Geld. Dafür steigen sie auch über Leichen.

  12. Wen wundert so ein Bericht? Bei Lobbycontrol ist doch einer der größten Akteure für die Tabakkontrolle beschäftigt. Dieser hatte u.a. für die von der pharmaunterstützten „Globalink“ die deutschsprachigen Artikel herausgebracht.

  13. Wir sind keine Lobbyisten im herkömmlichen Sinn. Wir sind dampfende Bürger dieses Landes die ihren Politikern sagen was sie gerne von ihnen hätten. Sicherlich ist es unseren Volksvertretern unheimlich, wenn sie von ihren Wählern unentwegt e-mails mit ähnlichen Inhalten erhalten, aber nur weil sie es nicht gewöhnt sind, das Meinung nicht käuflich ist. Es muss ihnen doch aufgefallen sein, das kein Dampfer sie zum Essen eingeladen hat, oder in seinem Feriendomiziel eine Konferenz abgehalten hat. Auch gibt es keine Politiker in den Interessenverbänden die als Berater tätig sind. Wir werden noch mehr schreiben, wir werden nicht zuschauen und ruhig sein, wir werden weiterhin versuchen Aufzuklären und falsche Berichterstattungen wiederlegen. Uns fehlt das Geld über die Bildzeitung Meinung zu machen aber wir werden lauter werden.

  14. Im Februar dieses Jahres waren die Dampfer noch willkommen um 4.000 Stimmen gegen John Dalli zu sammeln, heute sind wir gemeine Lobbyisten. –Sie arbeiten also mit Lobbyisten zusammen?–

    Die Dampfer sind sicherlich keine Lobbyisten, die sich in Foren und FB-Gruppen organisieren. Wären wir welche und hätten wir das Geld dazu, dann wäre die Abstimmung in Brüssel sicher anders abgelaufen.
    Sie liegen in diesem Fall komplett falsch!

    Es wird nun auch fraglich, ob die Informationen die bisher von der LobbyControl veröffentlicht wurden, ebenfalls schlecht recherchiert und fehlerhaft sind.
    Im Profil von Frau Katzemich steht: „Wie Lobbyisten versuchen, das Parlament zu beeinflussen, ist ihr also vertraut.“ das muss ich nun bezweifeln!

  15. Und da soll man noch freundlich bleiben? Die Politik ist doch selber schuld daran , dass das Ansehen, was schon jetzt Unterirdisch ist, noch mehr (was kaum möglich ist) in den Keller geht.
    Leider haben wir eben keine Lobby, ansonsten hätte ein es gestern anderes Ergebniss gegeben.
    Und jetzt kann man mal überlegen, welche Lobbyisten wohl erfolgreich waren.
    Mmmh, da fallen mir doch ganz spontan schon mal so 2-3 sofort ein.

    Bleiben Sie als LobbyControll bei der Wahrheit !!!!!

  16. Derart desinformiert und vollkommen unreflektiert, dass es bereits beim Lesen der Weitergabe von Halbwahrheiten weh tut.
    Eine Schande!

  17. Lobbyisten ? Dampfer?

    Wohl weniger aber Erfahrener als das Junge Volk alle mal wenn man sieht das Dampfer im Durchschnitt 30-40 Jahre alt sind und somit schon ein alter haben in dem Sie sich gemeinsam oder auch einzeln dafür einsetzen das Sie für eine Sache kämpfen die Ihr Lebensgefühl verbessert hat dann könnten es doch Lobbyisten sein.

    Vielleicht ist ja Lobbykontrolle mittlerweile auch zur Lobby der Politik und Pharma/Tabak Lobby geworden wer weise

    • …der durchschnittliche Dampfer ist 41,04 Jahre jung, hat davon 24,97 Jahre geraucht und zwar 29,88 Zigaretten am Tag.. ergab einmal eine nicht repräsentative Umfrage von mir mit >100 gewerteten Teilnehmern :-)

  18. Also wenn nun die direkte Anrede als Bürger an seine Abgeordneten als unangebrachte Beeinflussung betrachtet wird,
    und unabhängige, tatsächlich wissenschaftliche Studien und das Auftreten von Wissenschaftlern als „Werbemasche der Industrie“ abgetan wird,
    dann muss ich sagen : Hier versagt Lobby-Control doch deutlich!

    setzt man sich nur ein wenig mit den vorgebrachten Studien im Diskurs auseinander, so erkennt man – wenn man mit naturwissenschaftlich-empirischer Arbeit vertraut ist, doch sehr deutlich wie die Studien aufgestellt sind.

    Sichtet man die Studien, erkennt man deutlich: Mit der E-Zigarette existiert eine offensichtlich für viele funktionierende Alternative zur Tabakzigarette, die unbestritten weitaus weniger gesundheitliche Risiken mit sich bringt,
    genaugenommen konnten noch keine gesundheitlichen Risiken belegt werden.
    (Da aus einer E-Zigarette eben ein Stoffgemisch austritt, welches Vergleichbar ist mit Disconebel – dieser ist auf sein Gefahrenpotential hinreichend untersucht – und man darf Menschen jeden Tag in dieser Atmosphäre Arbeiten lassen)
    Ein ganz deutliche Gefahr ist aber eine weitere Eigenschaft der E-Zigarette :
    Sie ist nicht Suchterzeugen – physisch gesehen wohl noch nicht einmal suchterhaltend. (Bekannte Studie über die Wirkung von Nikotin in Zusamemnhang mit MAOI – Tassin u.A.).
    Weit verbreitet wird von einem Rückgang des Suchtdrucks berichtet – und dies auch in Studien die auf der Tabakkontrollkonferenz des DKFZ vorgestellt wurden wissenschaftlich bestätigt.
    Dies ist eine deutliche wirtschaftliche Gefahr – für zwei nicht unbedeutende Industrielle Lobbyverbände: Die Tabak und die Pharmaindustrie.
    Beide wären ja prädestiniert für die Herstellung und den Vertrieb von E-Zigaretten,
    allerdings ist ein Konkurrenzprodukt ohne eigenes suchtpotential im Vergleich zu einem hochgradigen Suchtmittel als Verkäufer herzlich unattraktiv.
    Hinzu kommt eine dritte Lobby – die „Tabakkontrolle“ … Auch hier ist wenig Interesse an einem Produkt zu erwarten, welches das Potential aufweist, Tabakprodukte abzulösen, und aufgrund des mangelnden Gefahrenpotentials keiner entsprechenden Kontrolle bedarf.

    Betrachtet man die angebliche Lobby der „E-Zigarettenindustrie“ die hier angesprochen wird – so sieht man, dass hier kaum Professionalität dahintersteht,
    sondern eben jene Bürger sich an die Abgeordneten wenden, die sich eben von der E-Zigarette von ihrer Sucht erlöst sehen, und diese Möglichkeit für weitere Generationen bewahrt wissen wollen.
    Jeder der Ex-Raucher kennt weiß, dass sich hier sehr häufig ein gewisser „Heilsgedanke“ mit dem aufhören verknüpft. Das ist auch recht einleuchtend, wenn man bedenkt welche Einschränkung die Tabaksucht so mit sich bringt: Nebst enormen Kosten, üblem Geruch, eine massive gesundheitliche Einschränkung und ein stetiger Suchtdruck.
    Wenn man das los ist, freut man sich darüber – und will diesen Weg mit anderen Teilen,
    und will natürlich, dass einem dieser Weg offen bleibt. (Denn als Raucher weiß man, dass es immer die Möglichkeit gibt, dass man doch wieder damit anfängt… )

    Also wenn lobby-control jetzt vor Bürgern schützt, und Lobbies stützt,
    und solch unhaltbare Allgemeinplätze Propagiert, dann gute Nacht…

    Wie das mit dem Vereinszweck zu vertreten ist: sich für Transparenz einzusetzen,
    und hier solch unhaltbare Behauptungen loszulassen, frag ich mich tatsächlich.

    Zudem sollte ggf mal gesagt sein, dass es den E-Zigaretten-befürwortenden Bürgern weitestgehend nicht um einer „weniger strenge“ sondern lediglich um eine sinnvolle Regulierung der E-Zigarette geht,
    die nicht von den Interessensvertretern der Lobbyverbände geschrieben wird,
    welche eigene Interessen haben.

    Genau das ist nicht gelungen – und das sicherlich zum Teil aufgrund der professionellen Lobbyarbeit gegen die E-Zigarette.

  19. Sehr geehrte Frau Katzemich,

    es ist wenig realistisch, den Willen einer durchaus nachvollziehbaren Menge beliebiger Personen als „Kampagne“ oder als „Astroturf“ darzustellen, wenn bereits einfachste Recherche zu einem nachvollziehbaren Ergebnis hätte kommen können.

    Schauen Sie sich lediglich einmal die Benutzerzahlen der großen, deutschsprachigen Foren für Konsumenten der E-Zigarette an. Gehen Sie einen Schritt weiter, und vollziehen Sie einfach einmal die Anzahl der Wortmeldungen von „Dampfern“ in den verschiedenen sozialen Netzwerken nach. Suchen Sie europaweit nach Foren für E-Zigaretten, und Ihnen werden hundertausende Menschen begegnen, die sich für dieses Genussmittel stark machen. Die meisten hiervon sind wenig bis garnicht organisiert, jedoch teilhabend und mitredend in den besagten Foren und auch in sozialen Netzwerken.

    Es waren Konsumenten der E-Zigarette, die die drei bisher größten Petitionen zum Erhalt der elektrischen Zigarette ausgearbeitet haben. Die NRW-Petition in Ihrer zuletzt unverändert gebliebenen Version ist unter meiner Mitwirkung entstanden; auch an dieser Petition war keine Person mit einem kommerziellen Interesse beteiligt. Bei allen Petitionen sprechen die Zahlen unterzeichnender Individuen wahre Bände.

    Selbstverständlich engagieren sich auch bekannte Unternehmen eines seit 2005 etablierten Marktes bei den Politikern in Brüssel für den Erhalt der E-Zigarette, jedoch nicht insgeheim, sondern vollkommen transparent und offensichtlich. Involvierte Verbände und Händler veröffentlichen ihre Aktionen stets transparent als nachvollziehbare Pressemitteilung. Auch dieses wäre sehr schnell recherchierbar gewesen.

    Ich muss Ihnen den Vorwurf machen, dass Sie bei Ihrem Artikel mangelhaft recherchiert haben, und dass trotz Ihrer Richtigstellung dennoch der „Schwarze Peter“ bei der großen Community der E-Zigaretten-Konsumenten hängen bleibt.

    Quasi mit einem Fingerzeig ist es denjenigen, deren Handlungsgebahren Sie transparent machen möchten, nun möglich, öffentlich zu sagen: „Hey, schaut einmal, selbst Lobbycontrol hält die Dampfer für eine Lobby.“ Sie haben diesen Politikern geradezu in die Hände gespielt, und damit auch wieder nur zur allgemeinen Hoffnungslosigkeit für wahrscheinlich Millionen europäischer DampferInnen beigetragen.

    Selbstverständlich müssen EU-Politiker aufgrund des massiven Engagements der Konsumenten von E-Zigaretten in Abwehrhaltung gehen, und diese Politiker müssen der Öffentlichkeit abwertend mitteilen, dass sie dieses Engagement der Konsumenten elektrischer Zigaretten für eine „Kampagne“ halten; denn in den sozialen Netzwerken und im elektronischen Schriftverkehr hat bisher vielleicht noch niemals eine so große Gruppe verschiedener Menschen versucht, persönlich Einfluss auf einen politischen Gegenstand zu nehmen.

    „Kampagne“ ist ein negativ behafteter Begriff, ebenso „Lobby“ – sie müssten dies ja wissen, da Sie, Frau Katzemich, eine nachvollziehbare Menge einzelner Personen mit einzelnen Schicksalen und einer einzigen Absicht als „Astroturf“ darstellten.

    Es ist nur unschön, dass Sie nicht erkannt hatten, dass die einzige wirksame Lobby, die ENDS wie E-Zigaretten haben, die Konsumenten der E-Zigarette sind. Und diese tausenden verschiedener Menschen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten für mehrere Millionen anderer europäischer E-Zigaretten-Konsumenten sprechen wollen, werteten Sie pauschal in Artikelform ab. Sie differenzierten nicht zwischen der üblichen einflussreichen und hinter den Kulissen agierenden „Lobby“ und den jederzeit öffentlich agierenden Konsumenten, die man folgerichtig als „Interessengemeinschaft“ oder netzneutral spezifischer als „Community“, also „Gemeinschaft“ hätte bezeichnen müssen.

    Die Schelte durch viele Einzelne ist an dieser Stelle vollkommen verdient.

    Mit freundlichem Gruß
    Udo Laschet

  20. Guten Tag.
    Ich bin Dampfer aus Überzeugung und werde dafür auch weiterhin werben.
    MfG
    Ein Mitbürger.

  21. Guten Tag
    So geht sie weiter, die Arie der Lügen und Unwahrheiten..
    Ich bin so tief enttäuscht von der Politik und auch von ihnen…
    Man gewinnt als angagierter Konsument den Eindruck, daß alle Entscheidungsträger korrupt und gekauft sind..
    Man fühlt sich im Kampf um seine Gesundheit wie Don Quichotte der gegen Windmühlen kämpft..
    Und als Belohnung für den Einsatz wird man auch noch diffamiert..
    Ich hab dermaßen die Schnauze voll..

  22. Snus darf weiterhin nicht verkauft werden und die e-ZIgarette wird zu tode reguliert. Die EU will das Nikotinmonopol an die Tabak-, die Pharma- und die Regulierungsindustrie übergeben.

    Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass hier Lobbyarbeit im Spiel war. Die e-Zigaretten Industrie dürfte dabei aber keine große Rolle gespielt haben, schließlich haben sie das Spiel verloren, ebenso die viele ex-Raucher und Umsteigewilligen.

  23. Zitat:
    „Lobbyreport 2013: Schwarz-Gelb versagt beim Lobbyismus“
    „Wahlprogramm der Grünen: Viele gute Vorschläge, einige Probleme (Update)“

    Linksgrüne Meinungsmache, ganz offen auf Eurer Seite und IHR werft MIR vor, ich wäre ein Tabaklobbyist?! Seids´ Ihr noch ganz bei Trost?

  24. Nochmal in Ergänzung meines Kommentars:

    Die e-Zigarettennutzer machen genau das was Lobbycontrol fordert.
    Sie vernetzen sich um die Lobbyarbeit der Pharmaindustrie aufzudecken und Sie versuchen diese publik zu machen indem sie Abgeordnete anschreiben.

    Eine andere Wahl haben sie nicht. Denn eine eigene professionelle Lobby der Dampfer gibt es praktisch nicht. Dies ist nicht der verdeckte Kampf großer e-Zigarettenfirmen gegen die EU sondern ein Ausdruck der Verzweiflung einzelner betroffener Nutzer denen klar wird, dass ab jetzt die großen Tabakfirmen und Pharmaunternehmen die sein werden, die den Markt der e-Zigaretten ab jetzt übernehmen. Allen anderen fehlen die finanziellen Mittel um eine Arzneimittelzulassung zu beantragen.
    Und ob sowohl Big Tabacco als auch Big Pharma (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52749/Vareniclin-Kardiovaskulaere-Risiken-der-Raucherentwoehnung-bestaetigt) immer nur das Beste für Verbraucher wollen überlasse ich der Fantasie von Frau Katzemich.

    Ich habe immer höchsten Respekt vor der Arbeit von Lobbycontrol gehabt und wir Bürger haben der Arbeit dieses Vereins viel zu verdanken – aber die Übernahme der Argumente von http://corporateeurope.org/news/tobacco-lobbyists-all-fired-ahead-key-vote ohne gleichzeitige Prüfung der dort angeführten Argumente erscheint mir bedenklich.

    Dies gilt insbesondere wenn sie sich etwa mit den Äußerungen von Herrn Florenz näher beschäftigen (siehe dazu auch den von mir angeführten link zur Bildzeitung).

    MfG

  25. Zum Glück gab es eine Korrektur der Überschrift und eine Stellungnahme. Wir kämpfen seit Monaten und Jahren hart um unsere Rechte und die richtige Einstufung der elektronischen Verdampfungsgeräte.

    Daher lassen wir uns jetzt sicherlich nicht einreden, dass wir keine echten Menschen sondern Lobbybots sind.

    Bei näheren Informationen gerne das wirklich Geschehen verfolgen auf:

    http://facebook.com/vieldampf

  26. Ich bin so entsetzt, ich kann es gar nicht in Worte fassen. Anstatt die Lobbyarbeit zwischen Big Pharma, der Tabakindustrie und der EU-Kommission zu kritisieren, mit deren Hilfe uns E-Zigaretten-Usern das Leben in Zukunft schwer gemacht werden soll, geht es nun gegen uns? Wo ist da die Logik?

    In einen Topf geworfen zu werden mit denen, die uns unserer wieder besser gewordenen Gesundheit berauben wollen, weil sie uns zurück zum Glimmstengel treiben, nur um unser Liebstes zu bekommen, nämlich unser Geld, das geht mir definitiv zu weit.
    Aber dann auch noch unterstellt zu bekommen, man würde Astroturfing (witzigerweise kannte ich das Wort bis heute Morgen nicht einmal) betreiben, das schlägt dem Fass den Boden aus.
    Ich bin kein Händler von E-Zigarettenbedarf, aber durch meine Bestellungen habe ich mit einigen bereits telefonischen Kontakt gehabt. Viele von ihnen betreiben ihren Onlineshop neben ihrem Hauptberuf. Sagen sie mir bitte, wie diese Händler es finanziell und zeitlich auf die Reihe bekommen sollen, Astroturfing zu betreiben. Ich glaube, da erwarten Sie ein wenig zuviel. Sie sind eben NICHT Big Pharma und auch NICHT die Tabakindustrie, sie haben eben NICHT das Geld grade verdient, um es gleich wieder aus dem Fenster zu werfen.

    Sie sollten sich stattdessen lieber einmal darüber Gedanken machen, dass die EU-Bürger so langsam die Nase voll haben davon, sich gängeln zu lassen und einfach (RE)AGIEREN. Nicht mehr und nicht weniger.
    Ist es somit nicht normal, dass man sich im Zeitalter des Internet als Verbraucher in Foren zusammenschließt?
    Ist es somit nicht normal, dass man sich wehrt?
    Ich denke: doch, ist es!

    Das zieht sich langsam aber sicher durch alle Bereiche, siehe Privatisierung des Wassers, siehe Monsanto, usw. Und das ist GUT!

    Ein HOCH auf die aufgewachten Bürger, die sich nicht länger gängeln lassen wollen!

    P.S.: Sie dürfen gerne einmal bei mir zu Hause vorbeikommen, dann beweise ich Ihnen dampfenderweise, dass ich kein „Astroturf“ bin (falls es dieses Wort überhaupt in der Personalform gibt).

  27. Hier wurden ja schon viele Fakten von anderen Kommentatoren angebracht. Deshalb beschränke ich mich einfach darauf:

    Nein – es steckt keine Industrie oder sonstige Lobby hinter uns Dampfern (E-Zigaretten-Usern). Es ist uns ein wirklich wichtiges Anliegen, uns darüber zu informieren, was die Politik uns hier aufoktroyieren will, und zu versuchen, das Übelste abzuwenden.

    Es grüßt: 1 Dampferin = 1 Einzelperson = 1 Verbraucherin = 1 Wählerin (…)

  28. Wirklich einen Frechheit, solche Behauptungen aufzustellen!

  29. Frech, einfach nur frech! Wir Dampfer sind gut vernetzt, wir informieren und interessieren uns für die Entwicklung, die dieses Produkt, welches uns eine Alternative zum stinkenden Qualm geboten hat, nimmt als mündige Bürger. Wir kämpfen GEGEN die Tabak- und Pharmalobby. Dass wir nun von Ihnen einen Bolzenschuss in den Rücken bekommen ist traurig und spricht für wenig Reflexion Ihrerseits.

  30. Mein Schwager liegt mit Lungenkrebs, der schon gestreut hat im Krankenhaus. Ich selbst habe ca. 30 Jahre stark geraucht. Nachdem ich die e-Zigarette kennengelernt habe, war es für mich wie eine Befreiung, von der Tabakzigarette zu lassen. Selbstverständlich setze ich mich nun auf meinem Blog (www.alles-weige.blogspot.com) für die e-Zigarette ein! Sie ist nun mal wesentlich weniger schädlich wie eine Tabakzigarette! Die e-Zigarette strenger zu regulieren als die Tabakzigarette, ist Unvernunft pur! Mit Lobbyarbeit hat das nicht das geringste zu tun. Es gibt nur viele, die auf die e-Zigarette nicht mehr verzichten wollen, da es den Menschen hiermit wesentlich besser geht als mit den Tabakzigaretten.
    Die e-Zigarette hat keine Lobby, das ist das Problem!!

  31. Es ist schon erstaunlich, dass den Konsumenten von e-Zigaretten Lobbyismus unterstellt wird weil sie sich persönlich für ein Produkt einsetzen, dass ihren Alltag erleichtert und ihrer Gesundheit deutlich weniger schadet als Tabakzigaretten.

    Die geringere Schädlichkeit wurde durch führende Wissenschaftler in folgendem Artikel deutlich herausgestellt:
    http://www.thetimes.co.uk/tto/health/news/article3713051.ece
    Unter den Co-Authoren des dort angesprochenen Briefs sticht unter anderem einer hervor: Karl Fagerström (der Entwickler des Fagerström-Tests, der von der WHO für sein Lebenswerk, die jahrzentelange Erforschung der Nikotinabhängigkeit, ausgezeichnet wurde)

    Niemand würde hier auf die Idee kommen Bürgern Lobbyismus zu unterstellen würden sie sich etwa wegen Genmais an ihre Politiker wenden.
    Das wäre dann ein „edles“ Ziel. Wohingegen natürlich der Einsatz von Bürgern für einen Nikotin-Applikator „verdammungswürdig“ ist.

    Wie wirklicher Lobbyismus aussieht kann man schön an zwei Beispielen sehen:

    1. http://www.bild.de/news/inland/e-zigarette/mit-e-zigaretten-werden-auch-hasch-und-viagra-geraucht-31215214.bild.html

    Hier unterstellt Karl-Heinz Florenz der e-Zigarette „sie können der Startschuss für eine Drogenkarriere sein.“
    Diese Unterstellungen sind besonders interessant als es technisch nicht möglich ist mit einer e-Zigarette Öle oder Feststoffe zu verdampfen. Insofern dürfte es schwierig sein damit Cannabis oder daraus gewonnenes Öl zu konsumieren.

    2.Warum beschäftigt sich Lobbycontrol nicht einmal mit der Nähe zwischen Linda McAvan und David Harley. Beide haben lange in der EU eng zusammen gearbeitet. Jetzt aber ist Harley zur Lobbyfirma Burson-Marsteller gewechselt und vertritt die Interessen von Herstellern von Rauchentwöhnungsprodukten wie etwa Pfizer und Johnson&Johnson.
    McAvans vertritt in ihren Äußerungen fast 1zu1 die Interessen der Klienten von David Harley.

    Ich würde mich über eine Stellungname von Frau Katzemich freuen.
    MfG

  32. DANKE!

    Danke, dass nun auch Lobbycontrol auf die Big Pharmas & Big Tobaccos dieser Welt reingefallen ist und dieses auch rausposaunt. Da hilft es auch nicht mehr, dem Artikel eine andere Schlagzeile zu geben.

    Wo wir gerade bei Schlag sind, dieser Artikel ist in den Teilen E-Zigarette ein Schlag ins Gesicht, da haben DKFZ und die anderen Pharma- und Tabakfinanzierten/gesteuerten Mitglieder der EU ganze Arbeit geleistet – ausgenommen sind die, die sich informiert haben und vorurteilsfrei handelten.

    Astroturfing – sind sie eigentlich … ich kann gar nicht schreiben, was mir alles in den Sinn kommt um die Form zu wahren! Haben Sie sich auch nur einen Moment mit den Dampfern auseinandergesetzt statt etwas auf Hörensagen zu geben?

    Zitat aus Wikipedia zum Begriff „Ziel ist es dabei, den Anschein einer unabhängigen öffentlichen Meinungsäußerung … zu erwecken“.
    Die Dampfer sind am weitesten und tiefsten informierte Gruppe, die ich im Bereich der Aufnahme von Stoffen (Genußmittel) kennengelernt habe! Warum? Weil fast alle von denen vorher geraucht haben und nun nicht auf etwas Schädlicheres umsteigen wollten um ihrem Nikotinbedarf zu decken. Und was macht die Lobby? Mutwillige Fehlinformation der Öffentlichkeit durch deren Kanäle, insbesondere öffentliche Stellen wie das DKFZ, BfR, Drogenbeauftragte usw. und damit der Medien. Panikmache und massenhaftes zurücktreiben ins Rauchen… ist ja viel gesünder!! DAS ist Astroturfing!

    Und wenn unabhängige Dampfer dann erleben wie in Ausschüssen Abgeordnete desinformiert werden, Gefahren heraufbeschworen (Kinder!, die bunten Lichter!, der Bonbongeruch!, Drogen!, zum Rauchen verführen!) werden die es so nicht gibt, dann versuchen sie eindringlich zu informieren, u.a. durch >630 Seiten Studienmaterial, die es ja angeblich nicht gibt, durch Aufklärung.

    Wenn Sie sehenden Auges eine dieser Veranstaltungen mitverfolgt hätten, würden Ihnen die Haare zu Berge stehen wie naiv die Abgeordneten weitestgehend den Meinungsführern folgen, Gefahren ohne Nachweis heraufbeschworen werden, LÜGEN erzählt – ausgenommen diejenigen, denen nicht egal ist weil sie selbst betroffen, oder erfahren sind.
    Ich habe 30 Jahre geraucht und damals gab es Warnungen, die ähnlich dem „geh nach dem Essen nicht Schwimmen“ waren. Aber es war cool, man wirkte Erwachsen. Ich führe meinem Körper Koffein, Alkohol und tierische Fette zu und weiß auch um Gefahren – aber über nichts habe ich mich so informiert wie über das Dampfen und gerade dieses Thema hat mich noch viel tiefer politisiert und mich politisch arbeiten lassen in einer Partei, die ja auch kein Programm hat – so wie es zum dampfen keine Studien gibt. Zumindest gibt es welche, die man durch Rosinenpicken ins Gegenteil verklärt und desinformiert.

    Kommen Sie einmal auf mich zu und ich schütte Sie mit Astroturffreien, neutralen Infos zu, damit Sie bei Lobby-Control nicht noch einmal die Opfer zu Tätern machen.

    Verbitterte Grüße,

    P.S.: VolkerBY & E-Zigarette hilft auch beim suchen

  33. Vorweg: Ich bin weder Tabakkonsument (seit > 20 Jahren Nichtraucher) noch verwende ich e-Zigaretten. Auch bin ich nicht in die Herstellung oder den Handel von e-Zigaretten involviert. Ich sehe aber durchweg das Lobbying der Tabakindustrie sehr viel kritischer als das aus dem e-Zigaretten-Lager. Da die Tabakindustrie über eine im Vergleich sehr viel größere Marktmacht und vermutlich auch über sehr viel größere Marketing- und Lobbying-Budgets verfügen dürfte, sehe ich die Relation hier nicht ganz. Es wird der Eindruck vermittelt wird, dass sich hier zwei Akteure fast auf gleicher Augenhöhe bewegen. Das möchte ich doch sehr bezweifeln. Wenn man mal von der Motivation ausgeht, sehe ich folgende Ausgangslage:

    I. e-Zigaretten-Lager
    1. Ziel, eine Erschwerung des Absatzes zu verhindern

    II. Tabakprodukte-Lager
    1. Ziel, eine Erschwerung des Absatzes zu verhindern
    2. Ziel, eine Abwanderung von Tabakprodukten zur e-Zigarette zu verhindern
    2a. Ziel, Wegfall von Tabaksteuereinnahmen zu verhindern
    2b. Ziel, Belastung der Rentenkassen zu vermeiden, wenn Raucher von Tabak auf e-Zigarette umsteigen

    Ich sehe eine sehr viel stärkere Motivation des Tabaklagers, entsprechende Propaganda zu betreiben. Auch sind dort vermutlich sehr viel mehr Akteure im Spiel.

    Ohne die e-Zigarette verharmlosen zu wollen, aber wenn man sich mal damit beschäftigt, wie beide Produkte beschaffen sind und konsumiert werden, ist es relativ logisch, dass das Gesundheitsgefahrenpotential der konventionellen Zigarette das der e-Zigarette um ein Vielfaches übersteigt.

    Zumindest gibt es Beweise hinsichtlich der Toxizität der Inhaltstoffe von Tabakzigaretten, die unbestritten sind. Eine vergleichbare Evidenz gibt es für die e-Zigarette nicht.

    Selbst wenn die e-Zigarette ein Gefährdungspotential von 10% der Tabakzigarette hätte, würde der Umstieg vermutlich viele Raucher gesünder machen, die nicht vom Rauchen loskommen. Ein Umstieg in die andere Richtung halte ich übrigens für unwahrscheinlich, und es gibt kein Datenmaterial, das Bedenken in dieser Richtung stützen würde.

    Ich halte es daher für vernünftig, die Lobbyarbeit der Tabakindustrie hier entsprechend höher zu gewichten und die Kirche bzgl. Astroturfing der e-Zigaretten-Lobby im Dorf zu lassen.

  34. Wer bitteschön soll denn die E-Zigarettenindustrie sein???

    Vielleicht hat da jemand zuviel vom richtig guten Zeug geraucht.
    Wenn es wirklich eine „Industrie“ geben würde wären die „Vorgaben“ kein Problem denn dann wäre genung Geld für die Zulassungen da.

    Ich finde es aber erschreckend, dass bürgerliches Engagement sofort als versteckter Lobbyismus abgestempelt wird…

  35. Soso….

    Bürger die das zu-Tode-Regulieren eines nachweislich (!!) deutlich weniger schädlichen (im Vergleich zur Tabakzigarette) Produktes verhindern wollen und das mit Fakten und schlichter Basisdemokratie versuchen umzusetzen werden als „Astroturfs“ verleumdet.
    Andererseits vermeidet es Lobbycontrol auch wieder geflissentlich Big Pharma zur Sprache zu bringen, denn genau die haben das größte Interesse an den nun getroffenen Entscheidungen!

    Also mal wieder alles Lug, Trug, Bürgerverarsche und noch dazu Beleidigung/Verleumdung.

    Wundert sich noch jemand wo der „Wutbürger“ herkommt?
    Think again!

  36. Im englischen Bericht wird Paul Murphy zitiert mit “We get emails from so-called ordinary constituents about electronic cigarettes. But they are really detailed about the Directive.”

    Das sagt doch eigentlich schon wie diese Leute zu den Menschen in Europa stehen.Wir sind alle nur Mittel zum Zweck damit sich genau solche Leute profilieren können & sich ein schönes Leben machen können,immer schön an der Wirklichkeit vorbei zu einem schönen entmündigten EU-Bürger!!!

  37. Ist der Kampf um seine Gesundheit Lobbyarbeit?
    Wenn ja dann sind die Dampfer schuldig und haben Lobbyarbeit betrieben, allerdings haben Sie es aus eigenem Antrieb getan.
    Wir Dampfer haben die gesundheitliche Besserung nach dem Umstieg am eigenen Leib erfahren und möchten weiterhin Treppen steigen können auch wenn wir durchTabakprodukte abhängig sind.
    Ja wir sind vernetzt und geben uns gegenseitig Tips was man schreiben könnte aber ist es wirklich so schlimm das wir uns unterhalten wie man um seine Gesundheit kämpfen kann?

    Auch war ich persönlich an der Übersendung einer Sammlung von Studien über die E-Zigarette beteiligt, diese Sammlung von Studien wurde ohne Hilfe eines Händlers oder Verbandes erstellt und finanziert aus rein privaten Quellen, sogar ALG II empfänger haben sich beteiligt, sowas dann als Lobbyarbeit abzustempeln empört mich.

    Alle Namen der Beteiligten Dampfer wurden mit aufgeführt und so hätte man feststellen können ob Finanzielle Interessen dahinter standen.

    Abstempeln ist einfacher.

  38. Ich kann meinem Vorkommentator keopi nur aus vollem Herzen zustimmen.
    Wenn sich engagierte Bürger um ein für sie wichtiges Thema bemühen, dies als „Astroturfing“ zu bezeichnen, ist eine Frechheit sondersgleichen.
    Hier schreibe ich nicht weiter, weil sonst meine Kinderstube flöten geht und ich keine Anzeige wegen Beleidigung riskieren möchte.

    Ein sinksaurer Dampfer

  39. Erst wurde gesagt wir sind eine Herde Schafe die ihrem Guru Philgood in den Dampferhimmel folgt und jetzt spricht man uns ab individuen zu sein.
    Gehts noch? Vieleicht solten sie mal ein wenig recherche betreiben bevor Sie so einen Mist schreiben. Ich bin enttäuscht ich hab sie für Kompetenter gehalten war wohl ein Irtum.

  40. Leute, regt Euch nicht ganz so dolle auf.
    Es ist doch klar, dass die „gute“ Nina nicht besonders auf die Initiativen zu sprechen ist.
    Die verteilen eben kein Schmiergeld, damit sie eine gute Presse bekommen.

    Wie fast schon üblich, hat man es sich hier erspart, vernünftige Recherche zu betreiben und schreibt erst mal negativ, damit die entsprechenden Lobbyisten sich zeigen und dann für bessere „Presse“ zahlen können.

    Nachplappern und falsch übersetzen ist in diesem Fall nur mal so richtig ungeschickt.

    Durch diese „Arbeit“ bekommt die „gute“ dieses Mal weder Schmiergeld, noch einen guten Ruf.

  41. Guten Tag!

    Ich bin einer der Dampfer, die nach dieser Verschwörungstheorie zum „Astroturf “ gehören.

    Meine Beweggründe für diese Aktivitäten habe habe ich ausführlich in einem offenen Brief an Frau Dr. Sommer dargelegt, die in einem Interview auch Zweifel an der Authentizität anmeldete ob des Umfangs der Mails, die sie erreichten: http://blog.schawenzl.de/offener-brief-an-frau-dr-sommer/

    Und was ist mit der Pharmalobby?

    Ach richtig, die mußten sich ja gar nicht anstrengen. Die Kommission hat ja selbst geschrieben (Link kann ich bei Bedarf raussuchen), dass sie sich zum Thema NCP von Experten der Pharmaindustrie beraten ließen. Lesen Sie einfach den Entwurf des Artikel 18. Für die dort definierten Grenzwerte wurden z.B. einfach die Werte genommen, die die niedrigst dosierten zugelassenen Präsentationsarzneimittel (NRT) aufweisen.

    Auch viele der „unabhängigen Experten“, die für die Anhörung (25.02.2013) und den Workshop (07.05.2013) geladen waren, wurden entweder von Organisationen ausgewählt, die zu einem große Teil von Pharmafirmen finanziert werden bzw. arbeiten direkt für diese.

    Schauen Sie sich doch nur mal mal den Workshop an: http://www.europarl.europa.eu/ep-live/de/committees/video?event=20130507-1230-COMMITTEE-ENVI&category=COMMITTEE&format=wmv
    Der einzige echte Wissenschaftler unter den ganzen Experten – also der einzige, der schon anerkannte Arbeiten veröffentlicht hat – ist Dr. Etter. Im Publikum saß auch noch ein ebenfalls bekannter Wissenschaftler: Dr. Polosa. Linda McAvan (Berichterstatterin) kann keinen von beiden, obwohl man beim Thema Nikotin gar nicht an den Arbeiten von Dr. Etter vorbeikommt. Dr. Etter hat sich (bei 13:29:41) – zu Recht – sehr sarkastisch über die wissenschaftiche „Qualität“ der andere Vorträge geäußert. Dafür schwingt Linda McAvan gleich die Lobbykeule, als Dr. Polosa auf Nachfrage sagt, dass er auch schon einemal eine Studie in Auftrag einer E-Zigaretten-firma gemacht hat (14:14:35). Dass er des wissenschatliche Berater der LIAF (Italienische Nichtrauchergruppe) ist, hat sie dann nicht weiter interessiert.

    Und jetzt dürfen Pharma- und Tabakindustrie jubeln, weil die eilfertige EU ihnen auf dem Markt der E-Zigarette ein „level playingfield“ auf dem Silbertablett präsentiert: Die lästige Konkurrenz durch kleine unabhängige Hersteller und Händler wird in Handstreich wegreguliert. Egal, wie oft auch betont wird, man wolle ja nichts verbieten, diese Regulierung ist fatal, weil sich nur die Riesen so eine Zulassung leisten können. (mehr dazu: http://blog.rursus.de/2013/07/samtliche-ezigaretten-werden-zum-arzneimittel-reguliert/ )
    Die rechtlichen Einwände des JURI-Ausschusses und die ablehnenden Stellungnahmen von ITRE und INTA wurden einfach ignoriert.

    Oh, und im englischen Bericht wird Paul Murphy zitiert mit „We get emails from so-called ordinary constituents about electronic cigarettes. But they are really detailed about the Directive.“

    Will uns der gute Mann damit sagen, dass ein normaler Bürger wie ich unfähig sei, den hochgeistigen Höhenflügen der eurokratischen Elite zu folgen?
    Arrogant und beleidigend.

    Weitere Beispiele für das Engagement ganz normaler Bürger:
    http://ig-ed.org/
    http://blog.rursus.de/
    http://www.rursus.de/docs/Fakten_zur_eZigarette_1.0.pdf
    http://www.e-rauchen-wahrheiten.de/

    Und lesen Sie einfach selbst in den „bösen“ Foren, die angeblich eine Brutstätte von Verschwörern sein sollten:
    http://www.dampfertreff.de/
    http://www.e-rauchen-forum.de/portal.php

  42. Bezüglich der Lobbyarbeit von E-Zigaretten-Händlern und Nutzern sollte man bitte klar unterscheiden. Interessenvertreter der Nutzer waren zu 2 Meetings eingeladen und haben ihren (nichtvorhandenen) Bezug zur Industrie darlegen müssen und ausreichend klar gemacht, dass sie Nutzer sind und keine Händler. Es sollte den MEP also klar gewesen sein, wer da mit ihnen spricht. Die meisten Eingaben von Nutzern wurden in den einschlägigen Foren online gestellt, somit ist zumindest im Netz gegendokumentiert, wer da aus privater Initiative tätig wurde, zumal in den meisten anschreiben auch klar geäussert wurde, dass sie von privat kommen.

    Die Bemühungen des e-Zigarettenhandels in Brüssel fanden fast ausschliesslich hinter verschlossenen Türen statt, es entzieht sich also der Kenntnis der Nutzer, was dort gesprochen wurde.

    EU-Politiker müssen mittlerweile damit leben, dass sie in einer vernetzten Welt kontaktiert werden. Allerdings ist es sehr befremdlich, bei der Übermittlung von Fakten und dem Bemühen um Aufklärung in höflichem Ton von Lobbyarbeit zu sprechen
    Markus Kämmerer – Pressesprecher Interessengemeinschaft E-Dampfen e.V.

  43. Zitat:“Einige der vom Corporate Europe Observatory befragten Abgeordneten oder Mitarbeiter/innen sehen im Fall der E-Zigarettenlobby auch verstärktes „Astroturfing“ im Gange: In Onlineforen und sozialen Netzwerken wie Twitter wird der Anschein erweckt, dass zahlreicher Nutzer der elektronischen Zigarette individuell und unabhängig füreine weniger strenge Regulierung von E-Zigaretten werben. Von „Astroturfing“ spricht man, wenn hinter dieser scheinbar unabhängigen und individuellen Interessenvertretung in Wahrheit die Industrie oder ein sie vertretendes Lobbyunternehmen steckt.“

    Selten so einen hahnebüchenen Unsinn gelesen, die Erfahrungsberichte der ehemaligen Raucher sind echt, da kann ich mich für verbürgen. Außerdem war die eZigarette (die KEINE elektrisch betriebene ZIGARETTE ist, vielleicht sollte man mal recherchieren) nicht vor der Regulierung sondern vor einem faktischen Verbot gestanden.

  44. Dieser Bericht ist eine Frechheit. Nur weil man sich für die E-Zigarette einsetzt, ist man doch kein Lobbyist. Und überhaupt. die E-Zigarette schadet sowohl der Tabak- wie der Pharmaindustrie, denn für beide bedeutet sie weniger Umsätze. Das sich hier einfach europaweit Nutzer zusammenschließen, um ein verbot durch die Eu zu verhindern, kommt Ihnen gar nicht in den Sinn. rechnen Sie nicht damit, das es Widerstand gegen EU-Verordnungen gibt. Oder ist nur das Gut und Richtig, was ins Weltbild passt. Wie z.B. der Shitstorm bei der Privatisierung von Wasser. Weil es hier um Dampfer geht, holt man die Lobbykeule raus. Informieren Sie sich besser, welche Lobby hier wen bekämpft. Und sie werden sehen, sie stehen auf der falschen Seite !

  45. Und einen vollständigen Kommentar auf Englisch zu dem Artikel finden Sie hier:

    http://dickpuddlecote.blogspot.de/2013/07/ignore-public-listen-to-macavan-and-her.html

  46. Solche Bilder zur Abschreckung finde ich gut. Vor allem da wo wirklich 100% der Verbraucher betroffen sind. Rauchen tun eh nur noch wenige. Aber alle essen täglich mehrmals.

    https://www.google.com/search?q=Endosulfan&safe=off&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=JGfeUdehBImI4ATiyoGYBw&ved=0CEIQsAQ&biw=1366&bih=651

  47. Ja sind Sie mit dem Klammerbeutel gepudert?
    Da sind tatsächlich „mündige Bürger“ am Aufbegehren, und Sie diffamieren die als „Astroturfs“ und „genau wie die Tabaklobby, gesponsorte Studien und Testimonials“? Ja wie soll man denn erklären, dass die EU grade von der Pharma- und Tabaklobby getrieben wird, ein unliebsames „Konkurrenzprodukt“ aus dem Markt zu verbannen, das wesentlich weniger schädlicher ist als Tabakprodukte?
    Das ist so beleidigend, entwürdigend, das es mir die Worte verschlägt. Auf Ungeheuerlichkeit Nummer 1, die Fehlentscheidung gegen die Bürger und für die Pharma-Lobby im ENVI gestern, folgt Nummer 2: Das wird nun noch von dem Organ bekräftigt und unterstützt, das eben gegen diese Lobby arbeiten sollte.
    Schließen sich kleine Bürger zusammen und tragen alles Wissen zusammen, was gegen eine Fehlentscheidung einzubringen ist, werden sie zu einer Lobbygruppe (also mit finaniziellen, niederträchtigen Intentionen) herabgewürdigt. Pfui!

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