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Lobbykratie-Medaille – Noch bis zum 30.11. abstimmen!

Die Abstimmung ist beendet.

Am Mittwoch den 30. November endet die Abstimmung zur Lobbykratie-Medaille. Nehmen Sie sich drei Minuten Zeit und stimmen Sie jetzt für Ihren Favoriten.

Sie haben bereits gewählt? Dann empfehlen Sie uns weiter. Erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten von der Lobbykratie-Medaille. Jede abgegeben Stimme verleiht den Forderungen von LobbyControl zusätzliches Gewicht.

Den Gewinner der Lobbykratie-Medaille werden wir am 7. Dezember bekannt geben und in Berlin den Preis überreichen. Noch können Sie entscheiden, wer es sein wird!

Das sind die Kandidaten:

Quelle: www.dvag.comDeutsche Vermögensberatung AG: Nominiert für die Lobbykratie-Medaille, weil sie PR-Texte als seriöses Lehrmaterial vermarktet und so Lobbyarbeit aus den Parlamenten in die Schulen verlagert. Mehr Infos

Quelle: http://www.gauselmann.deGauselmann AG: Nominiert, weil die Spielautomaten-Firma es geschafft hat, über eine Million Euro an Parteien zu überweisen, ohne in den Rechenschaftsberichten die­ser Parteien aufzutauchen. Mehr Infos

Quelle: www.buendnis-meine-wahl.deBundesverband Medizintechnologie & Agentur Weber Shandwick: Nominiert, weil sie Patientenvertretungen für eine vermeintliche Graswurzelkampagne instrumentali­siert hat, um erfolgreich die Umsetzung einer Reform der Versorgung mit medizini­schen Hilfsmitteln zu verhindern. Mehr Infos

Quelle: www.www.bgr.bund.de, www.rwe.deRWE & Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Nominiert, weil das Energierunternehmen RWE zwei Mitarbeiterstellen in einem Forschungsprojekt der Bundesanstalt finanziert hat, welches Vorschläge für ein verbindliches Regelwerk zum Einsatz der CCS-Technologie in Deutschland erarbeiten sollte. Mehr Infos

Quelle: www.deutschebank.deDeutsche Bank & Josef Ackermann als Vorsitzender des Institute of International Finance (IIF): nominiert, weil sie über einen privilegierten Zugang die günstigen Konditionen für die Finanzbranche bei der Griechenland-Rettung prägten und sich zugleich nach außen irreführend als hart getrof­fen darstellten. Mehr Infos

Nominierungsvideo

Die Kandidaten für die Lobbykratie-Medaille 2011

Starten Sie das Video mit einem Klick auf das Bild. Dabei werden Daten von Youtube erhoben. Mehr dazu in in unserer Datenschutzerklärung.

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Hintergrund: Was ist die Lobbykratie-Medaille?

Mit der Lobbykratie-Me­daille wollen wir irreführende oder undemokratische Lobbyarbeit ins Rampenlicht rücken. Wir wollen nicht hinnehmen, dass die Politik immer stärker durch irreführende Methoden, problematische Verflechtungen und das Übergewicht finanzstarker Lobbyis­ten verzerrt wird. Die Kandidaten stehen bei­spielhaft für verschiedene Formen undemokratischer Lobbyarbeit. Dabei geht es nicht nur um den größten Aufreger, sondern auch um Themen, die sonst nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten.

Vorbild der deutschen Lobbykratie-Medaille ist der Brüsseler „Worst EU Lobbying Award“, den LobbyControl in den letzten Jahren mit mehreren europäischen Nichtregierungsorganisationen zusammen vergab. Weitere Informationen zur Lobbykratie-Medaille.

Felix Duffy

Autor: Felix Duffy

Studierte in Bonn Politische Wissenschaft, Osteuropäische Geschichte und Slavistik. Seit 2011 arbeitet er bei LobbyControl. @flxdffy

3 Kommentare

  1. Avatar

    Der Lobbyismus ist längst das Schatten-Management der Politik. Seine Macht widerspricht den demokratischen Grundprinzipien und zerstört den parlamentarischen Betrieb.
    Die Geschichte ist einfach, klar, und löst ein verborgenes Ressentiment gegen den übermächtigen Lobbyismus in einer simplen Droh-Botschaft auf. Dabei brauchen professionelle Lobbyisten keine Spionage-Helfer; sie sitzen ohnehin am Tisch der Macht. Politik und Lobby leben in einer Symbiose, sind eng verzahnt und tauschen ihr Personal aus. Nur – diese Praxis wird weder von den betroffenen Akteuren, noch von der sogenannten Zivilgesellschaft oder den aufgebrachten Medien angemessen thematisiert.
    Lobbyismus ist die zielgerechte Beeinflussung von Entscheidungsträgern und die organisierte Interessenvertretung gegenüber Regierung, Parlament, politischen Akteuren und Medien. Ziel des Lobbyismus ist die möglichst lautlose Durchsetzung wirtschaftlicher und politischer Interessen, vorwiegend jenseits der öffentlichen Beobachtung in informellen Verhandlungen mit Politikern in Regierung, Ministerialbürokratie und Parlament. Im Kern geht es um die Beeinflussung von Gesetzen und Regeln oder die Verhinderung beziehungsweise Abschwächung von politischen Vorhaben. Das Spektrum der eingesetzten Mittel und Instrumente zur Durchsetzung dieser Ziele – von legitimen Anhörungen bis zu negative campaigning oder direkten Absprachen in Grauzonen und der Platzierung von Strohmännern im Regierungsapparat – ist schier unbegrenzt. (2)
    Das lautlose Mitregieren, die stille Beteiligung an wichtigen politischen Entscheidungen und die beachtliche Gestaltungs- und Verhinderungsmacht der „Fünften Gewalt“ zehrt die Legitimation des politischen Betriebs auf. Die Vertrauens- und Handlungskrise von Parlament und Regierung ist eng verbunden mit den nicht legitimierten Einflusszonen des wachsenden Lobby-Marktes. (1)
    Flankiert wird es durch nahezu monopole Meinungsmache zB.des Bertelsmannkonzerns oder der Springerpresse die
    auf dem entsprechenden Markt groß eingekauft haben und nunmehr von RTL bis Stern und Spiegel darüber befinden was der Pöbel angeblich denkt bzw. zu denken hat..!
    Der Name “Lobbykratie”wäre daher für hiesige Verhältnisse
    der wesentlich treffendere.Man hat für uns scheinbar vorgesehen die Gesellschaft straff umzuorganisieren.Entrechtung Enteignung Entmündigung
    sind die tragenden Säulen dieser Verknechtungsabsichten

  2. Avatar

    Lobby.. “Lobby und noch mal Lobby nicht gut für unsere Welt!”
    LG

  3. Avatar

    Hallo Allerseits,
    normalerweise wähle ich meine Worte mit Bedacht, aber
    mir fällt seltsamerweise immer nur „Kapitalfaschismus“ ein.
    Ist ziemlich hart ausgedrückt aber die Realität spricht
    für sich.

    Bis denn,
    Marco