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Erneut unkritische Berichterstattung über INSM Ranking

Erneut ließ sich ein Leitmedium zur unkritischen Übernahme einer INSM-Studie verleiten. Am 16. April berichtete Zeit online über ein bundesweites Ranking zum Wirtschafts- und Wohlstandsniveau von 409 Kreisen und Kreisstädten, ohne den Lobby-Hintergrund der Auftraggeberin INSM offen zu legen. Immerhin kritisiert der ZEIT-interne „Meckerblog“ die Berichterstattung: „Heikel, so ein Stück auf ZEIT online zu finden. Heikel? Schlimm!“ LobbyControl berichtete schon im September 2008 über die unkritische Berichterstattung über INSM Rankings in deutschen Medien. Die INSM wird vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanziert und dient als strategisches Instrument für die Durchsetzung einer arbeitgeber-fixierten, marktradikalen Politik. Durch die kritiklose Berichterstattung werden Publikationen von Lobbyorganisation als wissenschaftliche Ergebnisse „geadelt“ und einem breiten Publikum weitergeleitet. Dafür sollten sich seriöse Medien nicht hergeben.

2 Kommentare

  1. Avatar

    Eigentlich wollte der Laden ja in diesem Jahr schließen, aber eingedenk des Umstandes, daß die INSM jetzt ihre Webseiten völlig neu gestaltet hat scheint die Initiative doch forbestehen zu wollen. Ich habe das auch schon seit einiger Zeit für unwahrscheinlich gehalten, daß in diesem Jahr der ganze Spuk einfach veschwindet, nachdem die INSM so viele Kooperationen der Meinungssteuerung aufgebaut hat.

    Ich fürchte, daß die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie wohl noch einmal fünf Jahre drauflegen werden…

  2. Avatar

    Und INSM-Ranking ersetzt eigenes „Denking“. Wie praktisch!