Lobbyismus an Schulen

Gegen Meinungsmache an Schulen

Am Dienstag, 24.2., startet die Bildungsmesse didacta. Die Messe ist auch ein Pflichttermin für Lobbyisten, die unter anderem Lehrmaterialien präsentieren. Wie schon im letzten Jahr werden wir die Gelegenheit nutzen und bei der didacta auf Spurensuche gehen.
von 23. Februar 2015

Unterschriftenübergabe LobbycontrolMorgen (Di. 24.2.) startet die große Bildungsmesse Didacta, in diesem Jahr in Hannover. Die Didacta ist naturgemäß auch ein Pflichttermin für Lobbyisten, die Lehr- und Lernmaterialien für Kindergarten, Schule und Hochschule präsentieren. Wie schon im letzten Jahr werden wir die Gelegenheit nutzen und bei der Didacta auf Spurensuche gehen: Wir sammeln Beispiele für Marketing und Meinungsmache an Schulen. Die Ergebnisse präsentieren wir am Mittwoch, 25.2. ab ca. 12.00 Uhr in einem Live-Blog hier auf der Webseite: www.lobbycontrol.de/didacta und per Twitter: https://twitter.com/lobbycontrol

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In einer Pressemitteilung wiesen wir bereits heute die Medien auf unsere Kritik an Lobbyismus an Schulen hin und forderten Bildungspolitiker zum Handeln auf.

LobbyControl begrüßt außerdem den Ansatz der Uni Duisburg-Essen, die kritische Beschäftigung mit Lobbyismus an Schulen zu einem Teil der Lehrerausbildung zu machen. Die für Lehrerausbildung zuständige „School of Civic Education“ (CIVES) veröffentlichte heute eine neue Studie in der Reihe “Praxistest”, in der regelmäßig Unterrichtsmaterialien privater Anbieter unter die Lupe genommen werden. Darin wird eine Unterrichtseinheit des unternehmensnahen Institut der deutschen Wirtschaft zum Thema Altersvorsorge kritisiert.

Auch die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch fordert anlässlich der Didacta ein Werbeverbot an Schulen. Zwar geht es hierbei insbesondere um Schleichwerbung für Produkte, allerdings schleicht sich mit der Produktwerbung auch oft die eine oder andere Lobby-Botschaft in die Schule: Unternehmen stellen sich und ihre (oft überzuckerten oder überfettigen) Produkte als Teil der Lösung dar und wollen damit signalisieren: eine politische Regulierung, etwa in Form einer übersichtlicher Ampelkennzeichnung von Nährwerten auf den Verpackungen, ist gar nicht nötig. Foodwatch fordert neben einem Werbeverbot die Abgabe von – bereits vorhandenem! – staatlich finanziertem Unterrichtsmaterial für Ernährungsbildung an Lehrer und Schulen.

Wir freuen uns, wenn Sie am Mittwoch unseren Besuch auf der Didacta hier im Blog live verfolgen. Lobbyismus an Schulen darf nicht zu einem erfolgreichen Instrument des Marketing werden!

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