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Ein Rückblick: Medien und G8-Gipfel

Wir hatten ja kurz erwähnt, dass sich die Bundesregierung für die Bespaßung der JournalistInnen während des G8-Gipfels in Heiligendamm professionellen Rat bei der Tourismusbranche und ihren Lobbyisten geholt hatte. Wie das Ergebnis aussah (vom Champagner über Tourismusprogramm bis hin zum Wellness-Bereich), lohnt sich bei Spiegel TV anzugucken oder an verschiedenen Stellen nachzulesen, u.a. bei Medienlese, bei Etienne Rheindahlen oder im Tagesschau-Blog. Die taz setzt sich mit den vielen Falschmeldungen der Nachrichtenagenturen während des Gipfels auseinander (Artikel von Malte Kreutzfeld, früher Attac-Pressesprecher).

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse. @mueller_uli

2 Kommentare

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    Gerade durch die Berichterstattung um den G8-Gipfel habe ich mich für das Verhältnis von linken und rechten Gewalttaten interessiert. Dabei fiel mir auf, dass Bundesinnenminister Schäuble in der Tagesschau eine Aussage tätigte, die nicht der Wahrheit entspricht.

    So sagte er, dass linksextremistische Gewalttaten in absoluten Zahlen hoher sein als die der Rechten. Ich habe eine Recherche angestrebt und das Ergebnis in meinem Blog veröffentlicht:

    http://sandra.initiative-links.com/2007/06/22/rechtsextremismus-vs-linksextremismus/

  2. Avatar

    Dass die Bezeichnung der Medien als Vierte und die der Lobbyisten als Fünfte Gewalt staatsrechtlich betrachtet verfehlt ist – geschenkt!

    Wenn Medienmeldungen sich indes qualitativ und inhaltlich von Lobbyisten-Verlautbarungen nur noch marginal unterscheiden, könnte es auch an den Wanderern zwischen den Welten liegen, die heute noch Lobbyist sind und morgen schon in der Chefredaktion einer Zeitung Platz nehmen.
    Wenn sich daran die sogenannte Vierte Gewalt nicht stört, darf sie sich nicht wundern, wenn sie an Glaubwürdigkeit einbüßt.