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Tabaklobby setzt auf Freiheit

Die Tabaklobby in Deutschland versucht, die „Freiheit“ für sich ins Feld zu führen. Die Tabakfirma Reemtsma Cigarettenfabriken verleiht nächste Woche den ersten „Liberty Award„. Der Preis soll Journalisten würdigen, „die Außergewöhnliches für die Freiheit leisten“. Die Preisverleihung findet am 22. März statt – an diesem Tag will die Ministerpräsidentenkonferenz über ein Rauchverbot entscheiden. Reemtsma versucht damit, Journalisten zu instrumentalisieren. Letztlich will sich die Tabaklobby die „Freiheit“ an die Brust heften, um damit Stimmung gegen (Rauch)Verbote zu machen.

Ganz deutlich wird das an den Anzeigen, die British American Tobacco zur Zeit unter dem Titel „Schön, die Freiheit zu haben“ schaltet:

Anzeige der BAT

Der Text der Anzeige: „Überall, wo wir hinschauen, gibt es Verbote. Vielerorts sind sie gut und sinnvoll. Aber nicht überall. Der Nichtraucherschutz in der Gastronomie setzt neue Zeichen. Immer häufiger haben Sie die Wahl zwischen einem Raucher- und einem Nichtraucherplatz. Wir brauchen keine weiteren Verbote, sondern gesunden Menschenverstand und Rücksichtsnahme.“

Typische PR-Sprache mit den üblichen Verdrehungen. Im Februar hatte eine Studie der Verbraucherzentralen ergeben, dass das freiwillige Rauchverbot in Speiselokalen kaum umgesetzt wird. Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands erklärte die Vereinbarung damals als „faktisch tot“ (tagesschau.de).

Journalisten in der Jury
Das Groteske an dem „Liberty Award“ ist, dass Reemtsma es geschafft hat, neben zwei Professoren aus dem Bereich Kommunikation/ PR auch einige Journalisten für ihre PR-Aktion zu gewinnen. Die komplette Liste der Jury-Mitglieder, die sich für die PR-Arbeit der Tabaklobby einspannen lassen (siehe www.liberty-award.de):

Prof. Dr. Günter Bentele, Universität Leipzig
Prof. Dr. Wolfgang Donsbach, TU Dresden
Dr. Wilm Herlyn, Chefredakteur, dpa
Uwe-Karsten Heye, Freier Autor und Publizist
Helmut Markwort, Chefredakteur und Herausgeber, Focus
Dr. Roger Schawinski, Berater der ProSiebenSat.1 Media AG
Dr. Hajo Schumacher, Journalist und Autor
Hartmann von der Tann, Journalist

Sie sollten es eigentlich besser wissen.

„Freiheits“-Strategie schon alt
Diese „Freiheits“-Strategie ist übrigens nichts neues. In angelsächsischen Ländern hat die Tabakindustrie sogar gezielt Organisationen unterstützt oder mit aufgebaut, die die Freiheit im Namen führten und gegen Rauchverbote und Verbote allgemein Stimmung machten. Z.B. das Center for Consumer Freedom (USA, siehe SourceWatch) oder die
Freedom Organisation for the Right to Enjoy Smoking Tobacco (FOREST) in England. Sie bekommt laut der Action on Smoking and Health über 90% ihrer Finanzmittel von der Tabakindustrie.

Autor: Ulrich Müller

geschäftsführender Vorstand von LobbyControl

15 Kommentare

  1. Abhängigkeit ist niemals Freiheit!

  2. ach, meingott, die armen nichtraucher, wenn sie nicht am tabakrauch sterben, dann eben an etwas anderem, –wahrscheinlich an den keimen und bazillen, die der tabakrauch sonst abgetoetet haette–, da gibts ja inzwischen so etliche, gegen welche antibiotika auch nix mehr helfen-. was solls, unser aller leben ist kurz, warum soll man da nicht etwas blaue wolken inn die luft blasen und ihnen nachttraeumen-?……………

  3. Also, wenn es um den Nichtraucherschutz gehen würde…
    …Dann sollte es doch möglich sein, unter gewissen Auflagen (keine Angestellten oder bloss solche, welche selbst Raucher sind und damit nicht dem Nichtraucherschutz unterstellt werden müssten) weiterhin Raucherbetriebe zuzulassen.

    Gehen wir davon aus, es würde stimmen, dsas 90% der Bevölkerung Nichtraucher und Aufhörwillige seien – dann könnten doch die Wirte bloss aus 10% der Bevölkerung ihr Personal rekrutieren – Somit wäre doch gewährleistet, dass die Zahl der Raucherbetriebe begrenzt bleiben würde.

    Und wenn die Raucherbetriebe derart begrenzt wären, dann hätten doch die Nichtraucher und das nichtrauchende Personal genügend Möglichkeiten auszusuchen, so sie unbehelligt arbeiten oder einkehren könnten.

    Ich denke, dass mit einem solchen Ansatz der Forderung nach Nichtraucherschutz genüge getan wäre, ohne dabei die 10% Raucher zu vernachlässigen – Eine echte Win-Win Situation also…

  4. Arik Brauer hat mal in seiner wiener Mundart gesungen : „Die Freiheit is´a Kerzenschimma in am dunklen Haus, wenn aaner zu laut Freiheit brüllt, dann blast er s´Lichterl aus…“
    Ja, es ist schon merkwürdig, das mal wieder ausgerechnet die Leute, die mit der Versklavung von Millionen von Menschen jährlich Milliarden von Euronen verdienen, am lautesten ‚Freiheit‘ brüllen.
    Und welch eine billige und durchsichtige Masche ist das, sich mittels dieses, gemessen an ihrem Reibach, lächerlichen Schmiergeldes, genannt ‚Liberty Award‘, das Wohlwollen der Presse zu erkaufen!
    Übersetzt man ‚Liberty Award‘ mal ins Deutsche, dann tritt ganz schnell die Zynik dieses Idioms zutage : Freiheitspreis oder Preis der Freiheit?
    Ein Journalist mit Charakter wird diesen ‚Schmiergeld-Preis‘ immer als Beleidigung und Angriff auf seine Unabhängigkeit zurückweisen.

    Wie weit es mit der Pressefreiheit in deutschen Landen her ist, ergibt sich logischerweise aus der Art, wie sie ihr Geld verdient. Wer die Kapelle bezahlt, der bestimmt die Musik. Das ist eine alte Weste, ebenso, wie die allgemein bekannte Tatsache, dass sich die sogenannte ‚freie Presse‘ zu nicht unerheblichen Teilen aus PR-Einnahmen finanziert. Und wer säbelt schon gern an dem Ast, auf dem er sitzt?
    Journalismus hatte imho zu keiner Zeit ein besonders inniges Verhältnis zu Objektivität und Verhältnismäßigkeit.
    Für ordentliche Auflagezahlen braucht es Kampfhunde, die kleine Kinder zerfleischen, Zunamis, Fussball-WM und Vogelgrippe – kurz: Sensationen.
    Das sind Themen, die den Michel interessieren und die gebetsmühlenartig durch sämtliche Medien breitgetreten werden, bis auch die Sennerin auf der Hinterhackler-Alm bis ins letzte Detail informiert ist, (ohne ihr persönlich zu nahe treten zu wollen).

    Themen wie ‚Nichtraucherschutz‘, ‚Nikotinabhängigkeit‘, ‚Passivrauchen‘ oder ‚Lungenkrebs‘ etc. setzt man einer Informationsgesellschaft allerdings nicht so gerne vor. Der Schuß könnte nach hinten losgehen. Flugs ersetzt man sie durch Reißer wie: ‚Rauchverbot‘, ‚Freiheitsberaubung‘ und ‚militante Nichtraucher‘.

    Merken Sie was?
    Man vertreht Worte mit defensivem Charakter in solche mit agressivem, unangenehme läßt man gleich ganz weg und den Wahrheitsgehalt überprüft eh keiner, weil´s ….in der Zeitung steht! Hauptsache die Info provoziert – möglichst alle, außer die Auftraggeber der PR-Abteilung. Das sorgt für Umsatz auf allen Kanälen.

    Dafür kann man doch schon mal einen Peanuts-Award aussetzen – die ‚Freiheit‘ vom Vorwurf des Völkermordes verschont zu bleiben, sollte das der Zigarettenindustrie schon wert sein. Ich will die Nazi-Schergen des 3. Reiches gewiß nicht in Schutz nehmen, aber mehr Menschen haben die imho auch nicht vergiftet.

    In diesem Sinne
    Dr. János U.

  5. Unter Rückgriff auf den Begriff „Freiheit“ für ein derart abhängig machendes Produkt wie Tabak zu werben ist nachgerade pervers. Die ultimative Entwertung dieses Leitbegriffes unserer Kultur im heutigen Sprachkonext wird durch seine gnadenlose Instrumentalisierung für den uneingeschränkten Drogenkonsum erst manifest.

    Was ist eigentlich die „Freiheit“ von der Drogendealer wie Reemstma & Co. sprechen?

    Welche Freiheit hat ein Raucher, der von seiner tödlichen Droge schwerstabhängig ist denn noch? Die „Freiheit“, zwischen den Marken „Kill“, „Cancer“ oder „Death“ zu wählen?

    Welche Freiheit hat ein Raucher, der jeden Tag zur Chemotherapie muss, weil sein Lungenkarzinom inporabel und damit unheilbar ist? Die „Freiheit“ vormittags oder nachmittags zur Infusion zu gehen?

    Welche Freiheit hat ein Raucher mit einem tödlichen )weil unheilbaren) Emphysem (Lungenblähung), der unterm Sauerstoffzelt liegt denn noch? Die „Freiheit“ heute zu sterben oder erst morgen?

    Es muss endlich Schluss damit sein, dass Drogendealer wie der VdC einen der wichtigsten Begriffe unserer pluralistischen Demokratie für ihre rücksichtslosen und zutiefst unethischen Ziele missbrauchen!

    Freiheit ist vor allem die Freiheit NEIN zusagen!

  6. Rauchen ist gesundheitsschädlich, auch für Passiv-Raucher, deshalb wird es verboten.
    Dieses Prinzip ist übertragbar:
    Autofahren ist gesundheitsschädlich, insbesondere auch für Fahrradfahrer, deshalb..
    Fliegen ist gesundheitsschädlich (Trombosegefahr), aber durch den besonderen Effekt auf das Weltklima auch für alle, deshalb..
    Fussball-Gucken ist gesundheitsschädlich, evtl auch für die Ehefrau, wird verboten
    Boxen sowieso
    u.s.w.

    Speziell bei Kneipen (Cafes, Restaurants, etc.) ist das Problem doch folgendes:
    Wird die Kneipe nur von Nicht-Rauchern aufgesucht, ist für diese alles paletti. Doch sobald ein oder mehr Raucher hinzukommen, verleiden sie den Nicht-Rauchern den Besuch, diese haben nun nur die Wahl die Kneipe zu verlassen oder aber sich dem Rauch auszusetzen.
    Dieses Problem ließe sich beseitigen, indem man Kneipen erlaubt, das Rauchen in ihren Räumen zu verbieten. Wer raucht muss raus.
    Es liegt dann an den Nicht-Rauchern, ob sich diese Kneipen durchsetzen.
    Statt eines Verbots hätten alle mehr Freiheit.

  7. Journalistenwettbewerbe sind beliebte Lobbysten-Instrumente. Vor allem weil sie hocheffizient sind, denn man muß nicht alle Journalisten schmieren. Es reicht, wenn man Schmiergeld, sprich Wettbewerbspreise für herausrragende PR- Verzeihung Presseartikel in Aussicht stellt. Dann weiß jeder teilnehmende Journalist, welchem Trend er seinem Werk mit auf den Weg geben muß damit er seine Chandcen steigen kann, an das Schmiergeld zu kommen.

    Und schon läuft auch die Presse wie geschmiert.

  8. MH, sei doch nicht so naiv. In welcher Welt lebst du denn, mein Junge?

    Scheint mir eher so, als versuchst du die Normalmenschen hier zum tödlichen Passivrauchen zu missionieren. Hoffentlich wirst du vom VdC (Verband der Cigaretteindustrie) gut für deine Drogenpropaganda bezahlt.

    Dass Leute wie du – militante Raucher – jeden Tag Millionen kleine Kinder misshandeln, scheinst du ja super zu finden. Willst du denn auch die Gesetze gegen Mord, Totschlag und Gewaltverbrechen abschaffen? Gott sei Dank machen Leute mit einem Character wie dem Deinen keine Gesetze.

    Was wir brauchen, sind glasklare Regeln – kein militantes Raucher-Chaos, kein Wischi-Waschi, so wie du es hier propagierst. Wegen Leuten wie Dir, die Gesetze zum Schutz der Kinder vor fanatischen Rauchern verhindern wollen, sterben täglich Kinder. Du solltest dich was schämen.

  9. @MH
    Erstens ist es sowieso immer etwas Schräg, wenn Unternehmen mit natürlichen Personen gleichgesetzt werden. Nicht Unternehmen werden aktiv, sondern ist sind immer die Eigentümer bzw. Konzernlenker, die solche Unternehmen gebrauchen, um ihre Ziele durchzusetzen.

    Zweitens ist das gerade die Tabak-Konzerne die „Freiheit“ für sich entdeckt haben und sich diese auf die Fahne schreiben, mit Verlaub, die größte Verarsche in der Geschichte der Menschheit. Natürlich wird hier der positive Begriff der Freiheit immer mit der „Freiheit“ verknüpft, zu rauchen, wann man „Lust“ dazu hat, egal ob man dabei die Gesundheit anderer schädigt, oder deren Wohlbefinden massiv beeinträchtigt. In einer Gesellschaft gibt es immer Regeln an denen sich alle halten müssen, damit das Zusammenleben erträglich bleibt. Wenn Ihr Nachbar auf die Idee kommen würde, Hausmüll täglich in seinem Garten zu verbrennen, so das der (stinke und gesundheitsschädliche) Rauch in Ihre Wohnung ziehen würde, kämen Sie auch nicht auf die Idee dies als Ausdruck der Freiheit zu begrüßen.
    Nebenbei bemerkt gibt es die „Freiheit zu rauchen“ für die meisten Raucher überhaupt nicht. Die sind ganz armselige Nikotin-Junkies, die sich, im vollen Bewusstsein um die eigene Gesundheitsschädigung, zwanghaft die nächste Kippe anstecken müssen, um den Nikotinspiegel im Blut aufrecht zu erhalten. Etwas unfreieres, als zwanghaftes Verhalten gibt es nicht.

  10. die tabakindustrie hat geschafft, wovon alchemisten schon immer träumsten – aus sch… gold zaubern.

    das dafür auch ein paar freiheiten aufgegeben werden müssen – ausgerechnet FREIHEITEN – scheint logisch, wenn man genug qualm verinnerlicht hat. dass damit nicht die freiheit das tabakkonsumieren aufzugeben gemeint sein kann, stört den süchtigen menschen schon gar nicht, trotz aller abschreckenden beispiele drohenden gesundheitlichen verfalls und der tabakmafia erst recht nicht.

    weil die politik keinen gesundheitsschutz will, bleiben wir in deutschland bei unserer kleinstaaterei und treten den arbeitsschutz mit füssen. wie erbärmlich.

  11. Sehr geehrter Herr oder Frau MH!

    Eine Industrie, deren Produkte Krankheit, Leid, Elend und Tod verursachen, auch bei Menschen, die zwangsberaucht werden und endlich sich nach der Freiheit sehnen, frei durchatmen zu können, ohne zugleich sich wie Wiederverwertungsanlagen für Tabakrauchgifte und Tabakrauchgestank (secondhand smoke) zu fühlen, muß selbstverständlich geächtet werden. Politiker, Wissenschaftler und Medien, die – aus welchen Gründen auch immer – das Rauchen fördert, sind Teil einer verantwortungslosen, mörderischen Tabaknikotindrogenindustrie. Zu diesen Handlangern einer Droge, die weltweit ca. 5 Millionen Menschen tötet, darf man kein Vertrauen haben. Sie gehen schließlich für Profit über Leichen. Wer sich gegen das Rauchen und die Zwangsberauchung engagiert, hilft Menschen, Tieren und der Natur schützen und retten. Das hat mit missionieren absolut nichts zu tun. Herr oder Frau MH, haben Sie auch etwas gegen das Engagement von Menschen, die in anderen Bereichen sich für bessere Lebensbedingungen einsetzen? Die individuelle „Freiheit“, seine eigene Gesundheit und die vieler Mitmenschen zu zerstören, ist kein Kavaliersdilikt. Herr oder Frau MH, Sie verwechseln Freiheit mit Zügellosigkeit, und weil sehr viele dasselbe tun, sind Gesetze und Regelungen notwendig, damit wir alle gemeinsam in Harmonie leben können. Dabei wird das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet. Ein Leben ohne Tabak bringt nur Vorteile, und zwar für alle! Auch in der Freizeit hat kein Raucher das Recht, Tabakrauchgegner zwangszuberauchen. Lesen Sie Artikel 3 der UNO-Menschenrechte, die Grundrechte eines jeden Bürgers und das Strafgesetzbuch, § 223 ff! Rauchen hat mit Freiheit genausowenig zu tun wie Krieg mit Frieden.

    Dazu ein passendes Buddha-Zitat: „Den höchsten Frieden findet der, der schützt, was atmet, schützt, was lebt.“ Ich füge hinzu: Rauchfrei leben, was denn sonst!“

  12. was ist dagegen einzuwenden, wenn ein unternehmen gegen die überbordende staatliche bevormundung aktiv wird? natürlich hat es einen beigeschmack, wenn ein tabakunternehmen in richtung rauchverbote meinung macht, aber der missionarische eifer mancher rauchverbots-befürworter erscheint mir auch nicht besser. nichtraucherzonen – klar, und wenn die gastronomie das nicht von selber schafft, dann eben gesetzlich verankert.
    aber nur weil man gegen die tabakindustrie ist, sollte man nicht das kind mit dem bad ausschütten und somit die individuelle freiheit des einzelnen in seiner freizeit.

  13. Rauchverbote bzw. tabakrauchfreie Atemluft bedeuten Freiheit pur!

    Rauchverbote sind die besten Rauchentwöhnungshilfen. Wenn das Rauchen verboten wird und die Nikotiniker daran gehindert werden zu rauchen und sogar deswegen mit dem Rauchen aufhören, dann haben die Rauchverbote den Menschen zur wahren Freiheit verholfen.

    Wenn Nikotiniker dann nicht mehr süchtig und abhängig sind, sind sie tatsächlich frei, frei von der Droge Nikotin. Und die Nichtnikotiniker sind auch frei, frei von Zwangsberauchung.

    Wenn Raucher sich die Freiheit nehmen, ihre Sucht bzw. Abhängigkeit zu frönen und zugleich ihre Mitmenschen durch Zwangsberauchung schädigen, gefährden, nötigen und vollstinken, dann bedeutet diese angebliche Freiheit, die wahrlich keine ist, für die Zwangsberauchten eben absolute Unfreiheit und unerträglichen Zwang. Wer die Freiheit einer Demokratie dazu mißbraucht, Rechte anderer zu verletzen und andere an der Gesundheit zu schädigen, der ist nicht reif für die Demokratie und braucht Verbote. Daß es nicht ohne Verbote geht, dafür waren Don F. Jordan und Hans-Ulrich Jörges beim Presseclub am 18.03.2007 Paradebeispiele. Wenn Menschen sich rücksichtslos verhalten, müssen eben Verbote her. Wenn alle sich bemühten, rücksichtsvoll miteinander umzugehen, könnten wir das ganze Strafgesetzbuch wegzaubern. Das bleibt aber leider in einer egoistischen Welt ein Traum. Die Unverschämten machen Verbote notwendig. Auf eine bessere und angenehmere Zukunft ohne Rauch, Gift, Dreck und Gestank. MfG Birgit Kübler

  14. In diesem Zusammenhang ist mir gestern (18.03.2007) der „Presseclub“ in der ARD übel aufgefallen, der eigentlich als Dauerwerbesendung der Tabakindustrie hätte gekennzeichnet werden müssen. Dass bei genau diesem Thema die Diskussionsteilnehmer so demonstativ vor der Kamera rauchen ist eine echt ärgerliche Provokation und müsste deutlich gerügt werden!

  15. Jaja, die Freiheit mal wieder. Offensichtlich geht’s mit der Kreativität der Tabaklobby bergab – vielleicht sogar als eine Folge des Rauchens? Weitaus kreativer ist sie allerdings mal wieder – wie schon seit Jahrzehnten – bei der „Rekrutierung“ von Politikern, Wissenschaftlern und anderen willfährigen Gehilfen.

    Allerdings bezieht sich der abgedroschene – und auch von der FDP so gern strapazierte – Freiheitsbegriff nur auf die Raucher. Freiheit hört allerdings spätestens dort auf, wo andere belästigt oder, wie im Fall des Passivrauchens, sogar gesundheitlich geschädigt werden. Aber das werden die Damen und Herren wahrscheinlich nie begreifen…

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