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Anne Will will auf Christiansen aufbauen

Die Entscheidung der ARD für Anne Will als Nachfolgerin von Sabine Christiansen hat zustimmende Reaktionen hervorgerufen, aber auch Kritik. Positiv wird darauf verwiesen, dass Anne Will hartnäckig nachfragen kann. Dagegen sagte der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma der Münchner „Abendzeitung“, das sei „die Entscheidung für die Fortsetzung des Systems Christiansen mit anderen, wenn vielleicht auch besseren Mitteln“ (via net-tribune).

Anne Will selbst beschrieb in einem Interview der Süddeutschen Zeitung ihr Konzept so:

„Es wird unterscheidbar sein, da bin ich sicher. Es muss aber auch nicht die Neuerfindung des Rades werden. Sabine Christiansen hat über Jahre großen Erfolg gehabt. Daran gilt es für mich im Sinn einer Weiterentwicklung anzuknüpfen. Durch das, was mir selber möglich ist – was meinem Talent entspricht, meiner Herangehensweise, meiner Interviewführung. Es wird ein Aufbauen sein. Daran kann man auch gar nichts falsch finden.“

Doch, Frau Will – an der bisherigen Sendung gibt es einiges zu kritisieren: vom einseitigen Gästespektrum über die Themenauswahl bis zu fehlenden Hintergrundinformationen über die Lobbyverbindungen einiger Gäste. Ihr Konzept sollte sich davon deutlich unterscheiden!

Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse. @mueller_uli

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