Aktiv für Transparenz
und Demokratie.
Ulrich Müller

Autor: Ulrich Müller

Mitgründer von LobbyControl, seit 2016 Schwerpunkt Recherche und Analyse. @mueller_uli

Ein Kommentar

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    Beide Medientips regen zu einem Beisatz an.
    Der Nutzwertjournalismus, wie er genannt wird, hat längst auch die Bereiche ergrifffen in denen man zwingend Unparteilichkeit braucht damit das hier nicht zu einem Sauladen verkommt. „Der Wirtschaftsjournalismus, der bis in die späten 1990er Jahre besprochen und als trocken und leserfern kritisiert wurde, ist so kaum noch existent. Er wurde abgelöst von einer Wirtschaftsberichterstattung, die als Verbraucher-, Service- oder Nutzwertjournalismus charakterisiert werden kann.“
    Aber wie die Beiräterepublik und die Folgen der Kooperationen und des Sponsoring, ist der heutige Journalismus nicht etwa dem Geldmangel sondern vielmehr der Macht des Geldes geschuldet, die bestimmt und den Geldmangel als Instrument benutzt. Die Zeche zahlt wie immer der kleine Schlucker.
    Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen anderen wichtigen Beiräte dieser Republik, etwa beim ING-Diba-„Institut für Verbraucherjournalismus“. „Im Beirat wirken bekannte Persönlichkeiten, die sich publizistisch oder wissenschaftlich um den Verbraucherjournalismus verdient gemacht haben. Folgende Personen gehören dem Beirat an:
    Prof.?Dr.?Michael Haller Journalistik-Professor an der Universität Leipzig, Prof.?Dr.?Thomas Hirschle Dekan an der Hochschule Calw, Carel Mohn Pressesprecher der Verbraucherzentrale Bundesverband e.?V.? Dr.?Ulrich Ott Pressesprecher der Direktbank ING-DiBa, Hubertus Primus
    Chefredakteur der Zeitschrift test, Stiftung Warentest Werner Zedler Chefredakteur der Verbraucherzeitschrift Guter Rat.
    Vielleicht sollte man aus diesem Trend eine Geschäftsidee machen: http://www.rent-a-beirat.de. Ein Portal, das für jeden Zweck ruck-zuck den passenden Beirat findet. Mit Professoren ab 3.000 Euro p.a., Chefredakteuren ab 1.500 Euro p.a., Verbraucherschützern ab 19,99 Euro zum Vorteilspreis im Doppelpack.“ (aus Finblog)

    Zusätzlich zum Thema Diesel-Russ-Filter nur so viel. Es mag erstaunen, dass eine neue Generation Einspritzpumpen eines namhaften deutschen Herstellers nicht mehr für Biodiesel geeignet ist. Warum? Weil man durch die Umstellung für die Schmierung der Pumpe durch den Treibstoff alleine, jetzt leider den Biodiesel, dem man bekanntlich den Schmierstoff Glycerin bei der Umesterung entzieht, nicht mehr benutzen kann. Sorry, das haben wir aber nicht absichtlich getan. Kennt jemand die Sitzungsprotokolle der Mineralölkonzerne mit den Autobauern? Dass man leichthin das unbehandelte reine Pflanzenöl ohne 10%igen Brennwertverlust auch heute noch in allen modernen Motoren verbrennen kann ist kein Thema für die Multis, sonst könnte ja einer auf die Idee kommen diesen Saft ab Hof zu verkaufen und Esso und der Mineralölminister könnten bald in ihre leeren Pipelinerohre gucken!