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und Demokratie.

Aktion: Lobbyismus an Schulen zurückdrängen! Unterzeichnen Sie jetzt unseren offenen Brief an die Bildungsminister

Lobbyismus an Schulen

Lobbyismus macht auch vor dem Klassenzimmer nicht halt. Lobbyisten erstellen Unterrichtsmaterialien, veranstalten Schulwettbewerbe oder bilden Lehrer fort. Schülerinnen und Schüler werden so zum Ziel von Meinungsmache und Manipulation.

Wir haben untersucht, mit welchen Methoden Lobbyisten Einfluss auf den Unterricht nehmen und welche Motive dahinter stecken. Das Ergebnis haben wir in unserem Diskussionspapier „Lobbyismus an Schulen“ veröffentlicht. Es zeigt: Die Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche wird professionell organisiert und ist Teil langfristiger und umfassender Lobbystrategien.

In einem offenen Brief haben wir die Bildungsminister und -ministerinnen der Länder aufgefordert, gegen Meinungsmache und Lobbyismus an Schulen aktiv zu werden. Wir übergeben die knapp 9.500 Unterschriften heute an Stephan Dorgerloh, Präsident der Kultusministerkonferenz.

Unser offener Brief im Wortlaut

Sehr geehrte Frau Ministerin, sehr geehrter Herr Minister,

Lobbyisten haben die Schulen als Handlungsfeld für sich entdeckt. In den vergangenen Jahren hat die Einflussnahme von Unternehmen und Verbänden auf den Unterricht zugenommen und wird professionell organisiert. Den Akteuren geht es nicht um Bildung, sondern um Meinungsmache und Marketing. Als zukünftige Wähler und Konsumenten sind Kinder und Jugendliche zum Ziel langfristiger und umfassender Lobbystrategien geworden. Die Politik muss dieses Problem endlich erkennen und dagegen aktiv werden.

Wir fordern Sie als Bildungsministerin und -minister auf, das Problem der Einflussnahme von Lobbyisten an Schulen anzugehen und Maßnahmen gegen Meinungsmache und Marketing im Unterricht zu ergreifen.

  • Richten Sie eine Monitoringstelle ein, bei der Lehrkräfte, Schüler oder Eltern auffälliges Material prüfen lassen können und die einen Leitfaden zum kritischen Umgang mit externem Material herausgibt.
  • Schaffen Sie Regeln für die Offenlegung der Finanzierung von externen Schulmaterialien.
  • Sorgen Sie für ein umfassendes Werbeverbot an Schulen.

 

Hintergrund zur Aktion
In unserem neuen Diskussionspapier „Lobbyismus an Schulen“ finden Sie Hintergrundinformationen, viele Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen – auch für Lehrerinnen und Lehrer, Schüler und Schülerinnen und Eltern. Eine Zusammenfassung der Inhalte können Sie hier lesen und den kompletten Text als PDF hier herunterladen. Sie können die Studie auch als gedrucktes Exemplar bestellen ohne den offenen Brief zu unterzeichnen.

Felix Duffy

Autor: Felix Duffy

Studierte in Bonn Politische Wissenschaft, Osteuropäische Geschichte und Slavistik. Seit 2011 arbeitet er bei LobbyControl. @flxdffy

166 Kommentare

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    Auch die Targobank schickt ihre Spießgesellen in die Schule. Dazu muss man wissen, dass es sich um den Rechtsnachfolger der berühmt-berüchtigten Citibank handelt, die ihre Kunden bei Ratenkrediten, Vermögensanlagen und Versicherungen jahrelang abgezockt hat und noch abzockt! Allerdings sind die Sitten schon so verlottert, dass diese Bank seit Monaten zur besten Sendezeit im angeblichen Verbraucherschutzmagazin „WISO“ Werbung schalten darf. Ein weiterer Skandal im ÖR

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    Könntet Ihr Euch bitte auch um den Lobbyismus via „Stiftungen“ kümmern, der z.T. mit erbitterter politischer Unterstützung – immun gegen jegliche Warnungen, berechtigte Kritik einfach vom Tisch wischend – durchgezogen wird? Ich denke da aktuell an die sog. „Deutsche Verbraucherstiftung“ mit ihrem „Bündnis für Verbraucherbildung“, welches Tür und Tor für direktes Unternehmensmarketing an Schulen öffnet!

    Das Kuratorium, welches aus den verbraucherschutzpolitischen Sprechern aller Parteien im Bundestag besteht, hat zwar, aufgrund der erheblichen Proteste, eine Sondersitzung angesetzt, aber herausgekommen ist nichts – außer politisches Marketingbla. Allein die Grundlage, die zur Gründung dieses „Bündnisses“ führte, eine „Expertise“ eines Institutes, welches Unternehmen dient, sich besser zu vermarkten, ist schon fragwürdig!

    Kümmert Euch bitte auch darum, vielen Dank!

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    In Gegenwart ihrer Durchschaubarkeit spiegeln die Lobbyaktionen, durch die unser Bildungswesen mittlerweile infiltriert wird, die Niveaulosigkeit der jeweiligen Lobby selbst wider.

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    Zu den besonders unangenehmen Lobyisten gehören die Vertreter der Bundeswehr, die in den Schulen auftreten ohne sich darum zu scheren, ob die Erziehungsberechtigten diese sehr einseitige Meinungsmache mit ihrem Gewissen und ihren Erziehungsvorstellungen vereinbaren können.

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      Widerspruch: Die Bundeswehr können Sie nicht der Sparte ‚Lobbyisten‘ zuordnen. Nach Ausführungen meines 15jährigen Sohnes (M-Zweig) wird das Info-Bedürfnis in der Schulklasse mehrheitlich abgestimmt. Auch die Präsenz der Bundeswehr zählte hier ohne nötiges Einverständnis der ‚Erziehungsberechtigten‘ dazu.
      Das ‚Bundeswehr-Referat‘ war folglich sehr informativ insoferne, als deren Aufgaben schlechthin und innerhalb der NATO/UNO. Noch dazu interessante Informationen über die momentanen Kriesengebiete.
      Unsere Jugend, niemand will Krieg, dieser entsteht aus politischem, persönlichen Machtbedürfnis, das ist >Lobbynismus<.

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    Der Zug dürfte wohl abgefahren sein. Selbst, wenn die Politik wegen dieser Unterschriften reagierte, würde sie nichts tun. Zur Beruhigung aller Schüler und Eltern wird ein bisserl Aktionismus an den Tag gelegt und abgewartet, bis der FC-Bayern wieder spielt und dann verläuft es sich im Sande.
    Es wird halt gespart, koste es was es wolle.

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      „Der Zug dürfte wohl abgefahren sein…“
      Das hilft hier in keiner weise den bemühenden Menschen, die den Lobbyismus bekämpfen und viele Menschen dazu gewinnen wollen. Hier Hilft nur Hoffnung machen oder wiedergewinnen.
      Sie bremsen die Bemühungen nur aus und damit unterstützen sie aktiv den fortschreitenden
      Bildungslobbyistmus!

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    Was ist nur aus diesem Land geworden? Unsere, Paron, die Politiker lehnen sich selbstgefällig in ihren gut gepolsteren Parlamentssesseln zurück, kassieren die durch den Steuerzahler finanzierten Wohltaten und liefern die Bürger unkontrolliert der Großindustrie und den Banken aus. Wofür brauchen wir eigentlich noch Politiker, wo doch die Unternehmer mit ihrem überbordenen Lobbyismus die Politik auf ihre Bedürfnisse hin manipulieren können. Und die Bürger sind die Opfer einer rückgradlosen Politik.

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    Die Lobbys drängen ins Schulzimmer. Aber sind sind schon vorher aktiv – nämlich
    bei der Erstellung der Schulbücher.
    So geschah es hier in einer 3. Klasse der Grundschule im Landkreis Dahme-Spreewald.
    Im Lehrbuch steht: „weil der Wind immer weht, haben wir erneuerbare Energien“.
    Am Projekttag wurden die Schüler zum größten Windrad der Welt an den Lausitzring
    gefahren, die wenigsten Eltern hatten hiervon Kenntnis. Sie durften (50 Personen waren
    es) das Windrad umarmen und fröhlich sein. Bei einem ähnlichen Ausflug zu den Wind-
    rädern nach Zossen, genügten 26 Schüler, um ein Windrad zu umarmen und fröhliche
    Lieder zu singen. Welche Frage bleibt hier offen? Die Lobby beeinflusst Lehrer und Kinder, bezahlt sicher auch den Bus, übergibt Werbematerialien usw. Haben die Lehrerinnen und Lehrer dieser Schule auch daran gedacht, dass es außer Windräder noch andere Alternativen gibt, Strom zu erzeugen? Warum haben sie nicht beachtet, dass die Ortsbeiräte der Gemeinden, in denen die Schüler wohnen, einstimmig die Erzeugung dieser unsteten Energieform durch Vernichtung von Wäldern der Zossener Heide ablehnen?

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    Die gesamte Privatisierung ist – meiner Meinung nach – das begehen, des bequemsten Weges. Andere machen lassen ist halt leichter, als selbst machen! Und warum selbst arbeiten und die Verantwortung dafür übernehmen, wenn man das alles in prvate Hände übertragen kann? Die Frage ist, was machen diese privaten Hände damit? Sie dienen wohl nicht dem Gemeinwohl und dem gerechten Verteilen desen, was die Völker der Welt zum Leben brauchen. Mehr staatliche Unternehmen, weniger Privatisierung von Leistungen, die die Völker brauchen. Der Staat ist für die Bildung und Versorgung seines Volkes verantwortlich, nicht private Investoren! Ich frage mich, warum die Poltiker sich vor dieser Arbeit und Verantwortung drücken? Für wen arbeiten die Politiker, die alles, auch die Bildung privatisieren und deratigen Einfluss zulassen?

    Jürgen Görschen

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      Erläuterung des Begriffes Privatisierung

      Privatisieren stammt vom lateinischen Wort privare ab, das berauben bedeutet.
      Im Klartext bedeutet das, dass je mehr privatisiet wurde, desto mehr sind wir beraubt worden.

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    Ich vermisse lehrer-online.de. Sehr viele Lehrer haben noch nicht begriffen, wer sie hier bedient.
    NRW hat dieses Feld der Versicherungsindustrie übergeben – aus Kostengründen.
    Wenn wir das wirklich ändern wollen, müssen insgesamt mehr Steuern bezahlt werden. Ohne dies machen alle die so notwendigen Aktionen keinen Sinn.

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    Mit Erich Mühl möchte ich davor warnen, das Heil in der Privatisierung des Bildungswesens zu suchen – ohne demokratisch legitimierte und durch Steuern finanzierte Bildungseinrichtungen blieben die weniger Privilegierten dieser Gesellschaft noch mehr auf der Strecke – und die Bidlungsenrichtungen wären viel stärker dem Einfluß derer ausgesetzt, die die wirtschaftliche Macht haben! Damit sei nicht bestritten, dass es bei kirchlichen Schulen, bei Steiner-Schulen und bei privaten Trägern gute und häufig innovative Bildungsarbeit gibt. Weniger pauschale Empörungsrethorik und mehr genaues Hinsehen könnte weiterhelfen.

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    Sollte mal als ein-Euro Jobber auf einem Schulhof Clerasil-Werbung aufstellen.
    Habe mich geweigert. Hatte den Eindruck, das wurde eher als Absonderlichkeit betrachtet: Wer arbeiten will, kann sich nicht immer aussuchen, was… Na,ja. Man war ja geduldig mit mir. War ja schließlich eine pädagogische Stätte. Ist schon wieder ein paar jahre her.

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    Bundesamt für Strahlenschutz – Kinder & Handy

    „Ganz besonders wichtig ist die Minimierung der Strahlenbelastung für Kinder, da diese sich noch in der Entwicklung befinden und deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren könnten. Das BfS empfiehlt daher, Handytelefonate bei Kindern so weit wie möglich einzuschränken.“
    http://www.bfs.de/de/elektro/hff/anwendungen/mobilfunk/empfehlungen_handy.html

    Schulprojekt Mobilfunk des IZMF (izmf.de), dem Lobbyverband der Mobilfunknetzbetreiber
    schulprojekt-mobilfunk.de

    Kooperationspartner
    schulprojekt-mobilfunk.de/node/100276

    Mobilfunklobby – Wie bestimmt man das, was in der Zeitung steht ?

    „Auf dem Kommunikationskongress am Alexanderplatz in Berlin referiert die Mobilfunklobbyistin Una Großmann. Wie bestimmt man das, was in der Zeitung steht?
    Es gehe darum, die Meinungshoheit zu gewinnen, sagt sie,

    »Journalisten dazu zu bringen, dass sie unser Ziel kommunizieren – und zwar im redaktionellen Teil, nicht in den Anzeigen«.

    Wie man das macht? Man biete Lokalsendern Hörfunkbeiträge an, »die kosten nicht viel«, ein paar O-Töne, dazu Vorschläge für die An- und Abmoderation. Wichtig sei es, die Inhalte zu lancieren, aber den Absender zu verschleiern. Am beliebtesten sei das »Rundum-sorglos-Paket«: fertige Texte, die Redaktionen nur noch abdrucken müssten, aufbereitet mit Infografiken, Protagonistenfotos, Experteninterviews. Ihr Arbeitgeber finanziere auch Ärztefortbildungen, und diese Ärzte könne man dann als Experten interviewen.

    »Ich nutze Tageszeitungen, Frauenzeitschriften, Fachmedien«, sagt Una Großmann. »Es war nie einfacher als heute.«

    Anita Blasberg, Götz Hamann, Deutschland, entblättert, ZEIT, 26.11.2009, S. 9f, http://pdf.zeit.de/2009/49/DOS-Medien.pdf

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      Vielen Dank für diesen Beitrag. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Moral vorhanden ist, wenn man mit der Ausrede, nur seinen Job zu machen davon kommen kann.
      Wir werden alle nur als potentielle Käufer wahrgenommen, als manipulierbarer Endkunde.

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      FunkySchool, das Pilotprojekt vom Verein „Landes Initiative Mobilfunk/Elektrosmog NRW (LIMES NRW) konnte durch Stiftungsmittel von „Umwelt und Entwicklung NRW“ Schulmaterial für Lehrer, Kinder und Eltern herstellen. „Mit dem Projekt soll in Schulen auf die gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks aufmerksam gemacht werden. Damit wird eine im Mai 2011 verabschiedete Resolution des Europarates aufgegriffen, die explizit den Schutz der durch starkes Nutzungsverhalten geprägten Hochrisikogruppe der Schüler benennt.“

      Resolution 1815: Überraschungscoup im Europarat
      http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_12/resolution_1815/resolution_1815.html

      Ergebnisse anerkannten Wissenschaftler werden von selbst ernannten Experten, mit Fachkompetenz der Astrologie, Baubiologie, Druck, Germanistik und ehemalige Tabaklobby) tendenziös kommentiert und in aufgehüpschten Broschüren im Internet verbreitet. Dank der Stiftung „Umwelt und Entwicklung NRW“ nun auch über Schulen. Eine Absage zum offenen Dialog mit anerkannten Wissenschaftler wurde genutzt, um hinterrücks zu diffamieren.

      Einladung zu WF-EMF-Workshop: Diagnose-Funk kneift
      http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52971

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    Das aktuelle Phänomen ist doch ein ernsthaftes Alarmzeichen für die weitere Überlastung und Dekadenz des aktuellen zentralstaatlichen Bildungssystems!
    Wenn ein Lehrer oder ein Kollegium sich nicht mehr seinen eigentliche Impulsen und Zielen hingeben darf und kann, da es von staatlicher Bevormundung juristisch überfremdet und umgewidmet wird (Bürger für die Gesetze) bleibt ihm doch irgendwann gar keiene andere Möglichkeit mehr! –
    Nur ein freies Schul- und Bildungswesen, wo jedes Kollegium im freien Wettbewerb eigene Verantwortung übernehmen darf und kann, wird diesem kapitaltistischen Wildwuchs auf Dauer WIRKSAM Einhalt gebieten können.

    Fhd

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    Ich bewundere den durchweg hohen moralischen Standard der Kommentare hier und die differenzierte Wahrnehmung von „gutem“ und „moralisch verwerflichem“ Lobbyismus. Vielleicht ist die schlechte Einflussnahme manchmal auch nur Naivität und Unvermögen es besser zu machen. Nicht geschickter, sondern moralisch einwandfrei. Wir versuchen seit Jahren unternehmen dabei zu helfen. Un ich bin oft erstaunt wie einsichtig die Akteure sind, wenn man ihnen aufzeigt, was sie da gerade machen oder Vorhaben.

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    Lobbyismus an Schulen ist kaum verwunderlich. So zeigen ja bereits Schulform oder Träger einer Einrichtung, wo der Fokus liegt und wer Richtlinien definiert. Zudem freuen sich Kultus und Lehrerschaft angesichts fehlender Mittel, wenn für Schulen Unterstützung aus der Wirtschaft kommt. Auf diese Weise ist im Lande so manches Computerzimmer überhaupt erst zu PC’s gekommen. Natürlich ist auch das Lobbyarbeit. Dennoch die Frage: Muss in solchen oder ähnlichen Fällen von gutem Lobbyismus gesprochen werden? Gibt es das überhaupt?

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      Es gibt auf jeden Fall die Kategorie »gute Unterstützung«: Wenn Lerninhalte unabhängig von den kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen des Sponsors vermittelt werden können.

      Auch hier ist die Abgrenzung allerdings schwierig: Wenn die Sparkasse ein Seminar über Wirtschaftsthemen unterstützt, dann hofft sie vermutlich auch auf kompetente Existenzgründer und Sparer.

      »Guten Lobbyismus« und »schlechten Lobbyismus« kann man daran unterscheiden, ob das Ziel ohne Lobbyismus langfristig besser erreicht worden wäre:

      Schlechter Lobbyismus führt in die Korruption, Unfreiheit und Intransparenz, guter Lobbyismus baut Korruption ab, erweitert die Freiheit und schafft Transparenz.

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    http://www.lernort-natur.de/

    auch das ist Lobbyismus und einseitige Beeinflussung von Kindern, Jugendlichen und neuerdings sogar Behinderten.

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    Am schlimmsten ist die Einmischung der Bertelsmann Stiftung.

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    Die Stiftung Bildung veranstaltet zu diesem Thema eine öffentliche Diskussion mit dem Titel „Werbung am Kinde – Lobbyismus in Schulen und Kindergärten“ während der Berliner Stiftungswoche am 13. Juni 2013. Interessierte sind herzliche eingeladen. Mehr Infos unter: http://www.berlinerstiftungswoche.eu/Veranstaltung/Werbung%20am%20Kinde

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    Diese KerlInenen verscuchen ihren Dreck mit allen MItteln an die Frau und den Mann zu bringen, und das macht auch vor unmündigen Kindern keinen Halt! Schließlich kann es voranbringen auf dem einzigen Weg, der in unserer „marktkonformen “ Gesllschaft (A. Merkel) noch zu zählen scheint, nämlich Geld, Geld und immer noch mehr Geld anzuhäufen. Dabei spielt es dann letztlich keine Rolle mehr,was alles auf der Strecke bleibt, Geld, Geld und Geld! Und alles natürlich zum Wohle der Menschheit, für die irgendwann etwas „durchsickern“ wird von den Gütern dieser Erde, die eigentlich allen in gleicher Weise zugute kommen sollten. Doch der Grundsatz „Homo, hominis lupus!“ hat sich durch gesetzt. Und nicht nur der Mensch beibt auf der Strecke, sondern auch die Tierwelt und die Natur insgesamt! Möge sich ihnen nalles – wie einst Midfas – in Gold verwandeln, eher haben und geben sie keine Ruhe! Dann gibt es vielleicht jauch für uns Ruhe! Leider haben wir zu lange gewartet, um uns gegen diese Entwicklung zu wehren! Wahrscheinlich ist es jetzt zu spät! Die Menschen hängen an der Spritze von Konsum, Auto und all dem Dreck, und werden wie die Lemminge in ihr Verderben rennen.

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      gut geschrieben!!! Da kann ich nur zustimmen!!!

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      re: marktkonforme Gesellschaft

      Herr Schönenbach,

      zunächst vielen Dank für den m.E. tollen Kommentar.

      Zur erwähnten marktkonformen Gesellschaft ist mir ein Denkanstoss eines bekannten Politkabarettisten eingefallen. Es ging zwar um „marktkonforme Demokratie“, aber die von besagtem Kabarettisten gestellte Nachfrage: „Warum marktkonforme Demokratie? Was würden Sie denn von einem demokratiekonformen Markt halten?“ lässt sich sicher auch auf die Gesellschaft beziehen, da ohne Gesellschaft keine Demokratie – in der wir m.E. schon lange nicht mehr (wenn jemals überhaupt) leben.

      Wie bei allem, was in unserer „Gesellschaft“ zurzeit passiert frage ich mich immer wieder: Und wo bleibt der Mensch? So wie Menschlichkeit heutzutage oft ausgelegt wird, schäme ich mich ein Homo sapiens zu sein! Sapiens ist m.E. kaum einer unserer Anführer. Und wenn, wissen sie es alle gut zu verbergen….

      Gruß,

      A.H.

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      …danke für die klaren Worte! …Ich seh es genauso!!
      E. Pöhm

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    Hallo,

    Also ich war vor einigen Jahren noch auf der Wirtschaftsschule und außer Rechnungswesen etc. hatten wir auch das sogenannte „Übungsfirma“ Fach. Dort sollten wir für Volkswagen Werbeanzeigen und Präsentationen erstellen. Ansonsten habe ich aber in all den Jahren keine wirkliche Einflussname erlebt.

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    Lobbyismus fängt in den Schulen leider schon bei den Büchern an!
    Nicht die inhaltlich besten weden gewählt, sondern die der mächtigsten
    Verlage, (viel Getriebefett für gute schmierung).
    Die Interessenvertretung „Kirche“ sollte schnellstens von den Schulen
    verbannd werden.

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    Die schlimmsten Lobbyisten sind und bleiben die „angepassten Medien“ mit ihren nach hohen Honoraren gierenden, und deshalb so gefährlichen (nur Zeilen zählenden) Schreiberlingen.
    Und den Regierungen ist das sehr recht.
    Ständiges Wiederholen mcht zwar aus einer Lüge keine Wahrheit, aber ständiges Wiederholen von Lügen erwckt den äußerst gefährlichen Anschein (Wenn alle das sagen, dann muss das doch stimmen!)
    Wer nicht hören will, muss fühlen!! Die alte Regel gilt hier mehr denn je.

    Alees kritisch hinterfragen!!
    Das gilt für Jden, für Eltern, Kinder Schüler, Studenten, Lehrer, Politikerund nicht zuletzt für SeniorInnen.

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      Das kritische Hinterfragen wird den Kindern aber in unserem Schulsystem nicht gerade beigebracht und wenn sie es zuhause nicht lernen… oft gilt doch dann „Was Hänschen nicht lernt…“.

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    Eigentlich sollten Lehrer/innen doch in der Lage sein, das, was Lobbyisten den Kindern unterjubeln wollen, zu erkennen und raus zu filtern.

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      Schöne Idee. Wenn die Lehrerinnen und Lehrer eine bestimmte Lobby allerdings geradezu unterstützen, dürfte es mit dem Widerstand gegen den Lobbyismus eher schlecht aussehen. Von zwei Lobbys geht dabei meiner Meinung nach besondere Gefahr aus:

      (1) Von der Schulbuch- und Lernmedienlobby: Sie nutzt die Bequemlichkeit der Lehrer und die Zahlungsbereitschaft der Eltern aus.

      (2) Von der Lobby der Umweltindustrie (besonders von der EE-Lobby): Sie nutzt das Sendungsbewusstsein der Lehrer und die Umweltverbundenheit der Kinder aus.

      Dagegen dürften es die Auto-Lobby und die Bank-Lobby eher schwer haben. Von denen geht meiner Meinung nach die geringste Gefahr für die Kinder aus, weil die Botschaften sowieso nicht durchdringen.

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      Ich denke mal, dass auch viele Lehrer und Rektoren gekauft werden. Das ist ja das Problem.

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    So eine Petition ist überfällig. Wer als Elternteil hautnah erleben durfte, welchen Schaden die sogenannte Bildungsreform in Berlin in den letzten Jahren in den Berliner Grundschulen angerichtet hat, der ist heilfroh, dass sich endlich bundesweit Interessengemeinschaften zum Wohle der Schulkinder finden wollen.

    In Berlin wird JÜL Gott sei Dank wieder Schritt für Schritt abgeschafft. Und auch das zu frühle Einschulen der Kinder hat überhaupt nichts gebracht. Besser eine gute Vorschulbildung als zu junge Schulkinder, die von ihren älteren Mitschülern bei jeder Gelegenheit herumgeschubst werden.

    Wer sich jetzt fragt, was allein diese beiden Punkte mit Lobbyismus an Schulen zu tun haben könnte? Hier meine Antwort: Wahrscheinlich sehr viel …
    Es war ja schon immer auch in Deutschland üblich, dass nur der weiterkommen soll, bei dem der „sogenannte Stallgeruch“ stimmt. Also warum der Masse überhaupt noch eine gute Schulbildung anbieten?

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    Warum besinnen wir Deutsche uns nicht auf unsere deutsche Kultur??? Wir haben doch den Vorreiter und Begründer der pädagogischen Wissenschaft, nämlich Rudolf Steiner, von den Nazis geächtet und bis heute von ebenselbiger Regierung gerne verdrängt. Warum wohl?! In der Steinerschen Pädagogik geht es um die FREIHEIT und ENTFALTUNG des MENSCHEN, um die Kreativität, die freie persönliche und spirituelle Entwicklung der Kinder. Werte, die in einer linear industrie- und profitgesteuerten „Schuldiktatur“ nicht erwünscht sind. Vielleicht liegt es daran, daß es in der BRD keine Grund- und Menschenrechte mehr gibt…

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    um nicht die grausigsten lobbyisten zu vergessen: das deutsche heer, seit geraumer zeit wieder im auslandskampfeinsatz, gierig nach nachwachsenden prekären opfern.
    vgl.:
    http://www.bundeswehr-wegtreten.org/

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      EXAKT! Die Bundeswehr ist der schlimmste Lobbyist an Schulen! Gewerkschaften dürfen nicht rein! aber totbringende Abenteurer schon!

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    Aktuell stört mich die geistige Vergewaltigung unserer Schulkinder in Richtung der verlogenen Klimarettungsenergiepolitik am meisten.
    Politik und Medien haben sich die EEG Profiteure schon unterworfen, jetzt soll auch noch der zukünftiger Widerstand eingedämmt werden durch rechtzeitige Kanalisierung von Denkansätzen der nächsten Generation.

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    Mein Kind (9) hatte gerade solch eine Woche über EE.
    In dem Le(e)hrmaterial steht, das immer der Wind weht – Segler würden sich freuen.
    Auch ist CO2 ein „Schadstoff“. Also, liebe Kinder, lasst die Apfelschorle zu und auch kein Mineralwasser mehr. Und vorallem haltet den Mund und lasst euch einlullen.

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    Ich lese hier sehr viel „Früher war alles besser“-Kritik. Das ist aus verschiedenen Gründen schade:

    1. Weil es nicht stimmt: Wenn ich an meine alten Schulbücher zurückdenke, an die Wahl der Themen und die Statements der Lehrer, war da viel Gutes dabei; aber auch viel Falsches: Die Lehrer haben, genau so wie andere Menschen (z.B. Eltern) auch, ideologisch-gefärbte Rezepte für ein „gutes“ Leben vermittelt. Was in der Schule unterrichtet wird, wurde schon immer in bestimmte Richtungen gelenkt, z.B. durch die Kirchen. Da hat sich schon vieles zum Besseren gewendet in den letzten Jahren.
    2. Weil es in die falsche Richtung geht: Das „humanistische“ Bildungsideal, das manchen Lehrer/innen (u.a.) vorschwebt, ist ebenfalls ein verkrustetes, rückwärtsgewandtes und elitäres Bildungskonzept. Es propagiert viel Gutes, aber auch viel Unsinn. Vor allem hebt die „humanistische“ Lehre sehr stark auf reine „Wissens“vermittlung ab, statt die Kinder und Jugendlichen zum Leben zu befähigen (warum lernt man z.B. nicht Jura an der Schule, oder wie man einen guten Kredit findet?).

    Was wir benötigen, sind Richtlinien für eine kritische Lehre an Schulen, die den Schülern Meinungs- und Wertevielfalt näher bringt, und sie darin unterstützt, ihre eigene Meinung zu bilden. Das muss umfassen, dass die Schüler ihre eigenen Werte identifizieren lernen, Informationen auf ihren Wahrheits- und Geltungsanspruch prüfen lernen, etc.

    Das ist aber etwas NEUES, und nicht der Schnee von Gestern.

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      Es geht hier nicht um den Schnee von gestern, sondern um das was Sie auch wollen: offene Meinungsbildung ohne von vorne herein festgelegte Ergebnisse. Und wie schon früher, ganz allein gelassen werden, sollten Heranwachsende dabei nicht. Nur, dass es heute immer mehr um bewusste Fehlleitung dieser Meinungsbildung geht. In Richtung „wer die „richtige“ Ideologie anerzogen bekommt“, hinterfragt nicht. Das hatten wir allerdings schonmal, und kein Mensch braucht das nochmal.

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      „… wie man einen guten Kredit findet?“ – Ich hoffe, Sie haben zu viel Wein getrunken, wenn Sie so einen Unsinn in die Schule wünschen.
      Unser Problem ist, dass Leute das Bildungssystem zerstören, die genau in einer Kategorie denken: Geld. Und genau dieses Thema hat in der Schule nichts verloren. Freiheitliches, kindgerechtes Lernen hat nur in einem Sinne mit Geld zu tun: Es muss genug Mittel geben, damit kleine Lerngruppen realisiert werden können. Es gibt nach vielen, vielen Studien nur zwei Kriterien, die erfolgreiches Lernen bedingen:
      1. Motivation der Kinder durch den Lehrer
      2. maximal 12 Kinder pro Lehrer, so dass genug Zeit dafür da ist, auf die Schüler individuell einzugehen und diese für das Lernen zu interessieren.

      Und ein guter Kredit ist der, den man nicht aufnimmt. Die Verschuldung der Bevölkerung, die von den Finanzinstituten vorsätzlich vorangetrieben wird (fragen Sie mal die Mitarbeiter Ihrer Bank), ist sicher nicht im Interesse einer humanistisch-freiheitlichen Weltanschauung.

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        Das stimmt so pauschal nicht. Kredite für Investitionen sind sinnvoll, solange die Investition selbst sinnvoll ist. Man kann ohne Kredit kein Geschäft eröffnen und man kann ohne Kredit keine langfristige Fortbildung finanzieren.

        Kredite für den Konsum sind in der Tat in den allermeisten Fällen abzulehnen. Die Kunst besteht darin, zwischen sinnvollen Krediten und weniger sinnvollen Krediten zu unterscheiden. Denn die Grenze zwischen Investition und Konsum verläuft für jeden Menschen anders.

        Schülerinnen und Schüler müssen lernen, dass Ressourcen knapp sind und wie sie mit ihren knappen Ressourcen umgehen können. Nur dadurch werden falsche Hoffnungen und falsche Entscheidungen verhindert.

        Deshalb darf Geld kein Tabu sein. Deshalb dürfen ökonomische Analysen kein Tabu sein. Das Grundwissen über Wirtschaft muss wertneutral angeboten werden. Und wenn die Neutralität durch unabhängige Experten geprüft wurde, ist es völlig gleichgültig, ob Bertelsmann das Material ko-finanziert hat.

        Prinzipiell lehne ich ein Lehrmaterial mit Bankwerbung genau dann ab, wenn Kinder zur leichtsinnigen Verschuldung motiviert werden sollen. Wenn aber die Sparkasse ein Material zur Anwendung der Nutzwertanalyse im Alltag unterstützt – warum sollte man das ablehnen?

        Die Schüler müssen lernen, wie man sich zwischen Alternativen entscheidet und sie müssen auch lernen, dass eine Verschuldung für das kurzfristige Vergnügen langfristige Folgen haben kann.

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      Oh ja. Aber dann würden sich die Menschen ja wirklich mal selber Gedanken machen. Das ist aber leider von der Politik und der Wirtschaft, die ja über die Politik herrscht, nicht gewollt, Alle Menschen, auch erst recht wir in Deutschland bekommen nur das zu erfahren, was wir erfahren sollen. Somit können wir uns keine freie Meinung bilden. Aber selbst das bekommen die Menschen nicht mit.

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    Wenn sich nicht bald Millionen zur Wehr setzen, schließt sich der Würgegriff der Konzerndiktatur bis zum Ersticken: Wir werden aus dem Weltraum und an 1000 Stellen beobachtet, man verblödet und verroht uns durch die Medien, vor allem das Fernsehen, nun will man uns auch die gärtnerische Selbstversorgung verbieten … vergesst die „demokratisch“ gewählten Politiker, schmeißt die Fernseher weg, geht nicht Wählen, sondern auf die Straße …

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    Es gibt auch eine staatliche Lobby … Die Bundesagentur für Arbeit bedient sich derselben Methoden, um die Kids schon frühzeitig zu erfassen … Die Verwaltung als das Perpetuum Mobile zur Schaffung immer neuer Kontroll- und Reglemtierungsmöglichkeiten gegenüber den immer unmündiger werdenden Bürgern, die dies gar nicht fassen können, da es ja 12 Gesetzbücher zur Legitimierung gibt, die sogar das Unwort „sozial“ im Titel führen.

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      Ja das Staatssystem ist menschenfeindlich gemacht worden durch die „Reformen“ von Schröder und Hartz.
      Ich sehe nur eine Partei die für die Belange der einfachen Menschen eintritt und ein sozial im Programm verdient hat und das ist die Linke! Viele Positionen die die Linke vertritt waren mal die der SPD und der Grünen…waren mal!

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    Unterstütze Ihre Aktion vorbehaltslos!
    Manipulative Aktivitäten u.a. der Bertelsmann-Stiftung und der INSM sind seit vielen Jahren quer durch die Gesellschaft feststellbar.

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    wo gibt es hier freiheit der bürgerlichen medien? ich kenne nur noch stomlienenförmig angepasste journalisten, uncouragiert weil verängstigt ihren jobverlust bzw. ihre karriere mit eigenheim zu verlieren.
    fehlinformationen, halbinformationen und weglassen, reinstes 4. reich coleur.
    der nadelstreifenfaschismus hat sich hier schon längst breit gemacht.
    wann wachen eltern endlich auf um ihre kinder zu schützen ?????

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      re „uncouragiert weil verängstigt ihren jobverlust bzw. ihre karriere mit eigenheim zu verlieren.“

      Sehe ich genauso und meine Meinung dazu ist einfach: Es gibt zu wenig Menschen, die sich fragen, was ihre ethischen Grundsätze sind und hin und wieder mal Grundsätze und Umsetzung abgleichen und bei Diskrepanzen auch handeln. Auch wenn es ins eigene Fleisch schneidet. Das kann schmerzlich sein. Aber gesammelte, aufgestaute Falschheiten werden irgendwann die Dämme brechen. Kognitive Dissonanzen können durchaus zum Umdenken zwingen, wenn die inneren Stimmen zu laut nach Wahrheit schreien.

      Ein Zitat das Gandhi zugeschrieben wird, passt hier sicher gut: Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.
      Das ist es, was ich als Elternteil und Vorbild versuche zu tun – noch nicht ganz perfekt, aber eine Näherung lässt sich erahnen.

  34. Avatar

    Es gibt aber nicht nur Lobbyismus für Süßigkeiten, Autos und Geldanlagen. Es gibt inzwischen auch einen eindeutig erkennbaren Lobbyismus der Lobby für Erneuerbare Energiequellen – ein Geschäft, in dem selbstverständlich Milliardenprofite eingefahren werden.

    Die Kinder werden vor allem in Projektwochen regelrecht mit entsprechendem Material und entsprechenden Aufgaben überhäuft. Da die Leistungen der Kinder in den Projekten von den Lehrern bewertet werden, traut sich auch niemand, die Inhalte zu hinterfragen.

    So müssen Kinder z. B. für eine gute Note beweisen, warum man den Führerschein erst mit 21 Jahren bekommen sollte. Die Aufgabe ist dann von vornherein nicht ergebnisoffen ausgelegt, sondern es gibt nur eine Richtung. Schon bei der Einweisung ins Projekt wird das den Kindern klar kommuniziert. Und die Kinder merken natürlich, welche Aussagen erwünscht sind.

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      Danke stefanolix,

      Ihr Beitrag geht aus meiner Sicht in die richtige Richtung. Es müssen v.a. die Lehrer/innen sensibilisiert werden für Lobbyismus und Fragen der politischen Manipulation. Man kann es Interessensverbänden, politischen Parteien u.a. kaum verbieten, Materialien zu publizieren, die „auch“ für Unterrichtszwecke gebraucht werden können, bzw. Fortbildungen für Lehrer/innen anzubieten.

      Wo die Politik eingreifen kann:
      – Dafür sorgen, dass die Urheberschaft der Materialien und evtl. Interessenskonflikte transparent gemacht werden müssen.
      – Die Entwicklung von themenzentrierten Lehr-Materialien fördern, welche „all-parteiisch“ sind bzw. alle Fakten usw. „auf den Tisch“ legen, und nicht einseitig sind.
      – Lehrer/innen für Lobbyismus und Meinungsmache sensibilisieren.
      – Leitlinien für gute Lehre in Bezug auf politische Themen entwickeln (lassen): z.B. fördert es nicht die freie, informierte Meinungsbildung der Schüler/innen, wenn Lehrer (wie Sie beschrieben haben) die „richtige“ Antwort vorgeben.

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      Ein gutes Beispiel dafür, dass Eltern sich dafür interessieren sollten, was ihren Kindern an der Schule gelehrt wird und wie das geschieht.
      Bei dem angeführten Fürerscheinthema würde mich die alternativlose Festlegung der Richtung stören und ich würde wohl Kontakt zu Schulleitung und Lehrer aufnehmen.

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    Mein Wahlspruch:
    „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“
    Als Lehrer weiß ich nur zu gut, wie über die Kinder die Eltern beeinflusst werden.
    Alle Kinder werden einmal groß und sind sie Erwachsen, bleiben solche Einflüsse bestehen.
    Die Sauerei kennt offenbar keine Grenze.
    Mir kann jeder zurückschreiben.
    Rudolf.Weiss@gmail.com

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      Stimmt, was Sie sagen!
      Ich möchte auch nicht, dass Lobbyismus auf unsere Kids Einfluss nimmt, denn er tut es lediglich aus UREIGENSTEN Interessen, ALLERDINGS –
      manche Einflüsse auf Kinder sind durchaus als gut zu bewerten, wenn es z.B. um ausgewogene Ernährung bzgl. Schulspeisung geht, denn hier steht das WOHL DES KINDES im Mittelpunkt …

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    Bertelsmann und Co machen das schon clever: Sie suggerieren öffentlich dank unkritischer Medien bis hin zur DPA, das Bildungssystem verbessern zu wollen, um die Bildungsprivatisierung und ihre Konzern-Profit- und Machtinteressen durchzusetzen. Deshalb: Kein Fussbreit für Lobbyisten an Schulen!

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    Super, das passt auch zu den unsäglichen Fluoridisierungsaktionen, gegen die alle Eltern sowie Lehrer und Rektoren, die noch eine Rest-Ethik besitzen und denen tatsächlich am Schutz des Kindeswohls gelegen ist, schon längst Revolte laufen müssten!

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    Deutschlands Politik wird ständig undemokratischer und verkommt zu einer Lobbyismus-Republik. Die Politiker verfolgen in erster Linie ihre eigenen, sprich finanziellen Interessen und machen sich zu Diener der mächtigen Großindustrie – auch der Lebensmittelindustrie -. Der Bürger ist nur noch lästiger Konsument, der es auch noch wagt für sein hart erarbeitetes Geld eine Gegenleistung einzufordern.

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    Ich halte diesen Protest für längst überfällig, und es darf auch nicht bei dem einen bleiben. Zu lange wurde der humanistische Erziehungsaspekt der allgemeinbildenden Schulen nicht nur vernachlässigt, sondern systematisch zurück gedrängt. Die Lobbyisten gehen nun den nächsten – verheerenden – Schritt, nämlich unsere Kinder zu einem Verwertungsobjekt wirtschaftlicher Interessen zu machen. damit muss Schluss sein!

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    Die Lobbyisten sitzen doch wohl auch schon in den Kitas, oder täusche ich mich da?

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    Der Staat wird durch Lobbyismus an der Nase herum geführt.
    Der *Souverän* wird dadurch manipuliert und merkt es nicht.
    Lobbyismus fängt ganz oben in der Politik an.
    Wie sagt ein Sprichwort: „Der Fisch stinkt am Kopf zuerst“.

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    Unglaublich was in dieser Republik in den letzten 30 Jahren möglich geworden ist. Davon hat schon Strauß geträumt!!
    Trotzalledem, nicht verzagen, den Adel oder die Kirchen befragen…die Experten nicht nur in Sachen Bildung, auch Oberexperten in Sachen Unterdrückung und Ausbeutung und das seit 2000 Jahren!!
    Allen einen schönen Tag…

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    Gerade weil ich es genau so sehe wie Sven Schulz ist es für mich umso wichtiger diese Petition zu unterschreiben!
    Wie forderte doch Stéphane Hessel: „Empört euch; es gibt immer einen Grund dafür.“
    Und es kann ja wohl nicht angehen, dass parallel zur medialen Manipulation nun auch noch ein weiterer Ansatz der Volksverdummung bereits in den Schulen, bestimmt bald auch schon in den Kindergärten, beginnt.

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      Ich gebe Vigilencia Recht. Stephane Hessel ist für mich ein Vorbild und ich denke, dass sich viel zu wenige Menschen in unserem Land empören. Ich erlebe bei meinen Enkelkindern Schule und ich kann gar nicht sagen, wie leid sie mir tun. Sie gehören zu den Jahrgängen, die mit Fünf in die Schule mußten. Meine ältere Enkelin war 11 als sie auf das Gymnasium kamen. Sie wurde oft von älteren Kindern gefragt, was sie dort mache, die Grundschule wäre einige Straßen weiter. Abgesehen davon, dass ich Lobbyismus an Schule als totale Beeinflussung der Meinungsbildung ansehe, ist das Schulsystem an sich schon renovierungsbedürftig. Ich erlebe wie die Kinder mit Wissen zugeschüttet werden und das bereits ab der dritten Klasse. Lernzielkontrollen und Arbeiten gibt es in großer Zahl. Behalten können sie davon wenig, weil es für diese Altersgruppe einfach zu viel ist. Eine eigene Persönlichkeit und somit eben auch eine eigene Meinung zu bilden, ist kaum noch möglich und ist m. E. auch nicht mehr gewollt. Doch gerade das würden sie für ihre Entwicklung benötigen. Eigentlich arbeiten die Kinder nur noch für die anstehenden Arbeiten, nur um nicht zu versagen und schlechte Zensuren einzufahren. Deshalb gelingt es dem Lobbyismus dort auch sehr gut Fuß zu fassen. Denn Berieselung sind sie ja gewöhnt, dass beginnt schon mit der Werbung im Fernsehen. Jedes Bundesland hat ein eigenes Schulgesetz, warum wird dieses Gesetz nicht einheitlich gemacht? Ansonsten gehört das Bundesministerium für Bildung abgeschafft. Für das eingesparte Geld sollte man lieber neue Lehrer einstellen und die Klassen verkleinern.

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        Da fällt mir ein Satz ein, den ich vor 2 Jahren bei einer Schülerdemonstration zum erstem Mal gehört habe. Der lautet “ Bildungsbulemie. Alles in sich hineinfressen und es dann zur Prüfung wieder auskotzen“. Ich bitte um Entschuldigung für die unanständigen Ausdrucksweise. Aber der Satz beschreibt ziemlich genau die Art und Weise unserer Schulbildung.

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      schon bald in den kindergärten…das ist schon längst der Fall!! LEIDER

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    Die Schulen in Deutschland sind aus gutem Grund staatlich organisiert. Sie sollen es auch bleiben. Die Bildung darf nicht von Leuten mit wirtschaftlichen Interessen gesteuert werden können. Weil die freie Entfaltung der Persönlichkeit dann nicht gewährleistet ist. Und die ist im Grundgesetz festgeschrieben. Auch aus gutem Grund!

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    Das unterstütze ich zwar gern, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Bildungsministerinnen und -minister an dem Ast sägen auf dem sie selber sitzen und gut verdienen. ;-)
    Und Bertelsmann lässt dazu musizieren!

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      Richtig. Doch auch wenn es vorerst nur Aufschrecken heißt, ist es das wert…Steter Tropfen….wir wollen mal dran glauben.