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	<title>Kommentare zu: PricewaterhouseCoopers im Wirtschaftsministerium</title>
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	<description>Initiative für Transparenz und Demokratie</description>
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		<title>Von: Dorothea Peukert</title>
		<link>http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/04/pricewaterhousecoopers-im-wirtschaftsministerium/comment-page-1/#comment-86561</link>
		<dc:creator>Dorothea Peukert</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 16:08:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, ich bin auch der Meinung, dass das Expertenwissen originär in einem Unternehmen angesiedelt sein muss (auch in ein Bundesministerium). Ich habe lange genug als externe Beraterin gearbeitet um die Notwendigkeit und Rolle von Externen beurteilen zu können. Wissenstransfer ist eine der Hauptaufgaben der externen Experten, die immer nur für eine Übergangszeit eingesetzt werden sollten. 

Die Forderung nach einer Offenlegung der Interessenslage und potenziellen Interessenskonflikten ist aus Sicht der Lobbycontrol sicherlich zunächst legitim. 
Es gibt gleichwohl Unterschiede zwischen Dienstleistungen, die ein Ministerium (vorübergehend!) einkaufen muss, um zu funktionieren, und der Unterwanderung durch externe Mitarbeiter als Lobbyisten, wie in dem Wortlaut suggeriert wird. Diese mangelnde Differenzierung stört mich weiterhin. 

Kontrollieren, dass Externe die ihnen zugänglichen gestellten Informationen nicht zum eigenen Vorteil bzw. zur Einflussnahme der Politik ausnutzen, kann nur der Auftraggeber selbst. Das darf die Öffentlichkeit anmahnen und beobachten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich bin auch der Meinung, dass das Expertenwissen originär in einem Unternehmen angesiedelt sein muss (auch in ein Bundesministerium). Ich habe lange genug als externe Beraterin gearbeitet um die Notwendigkeit und Rolle von Externen beurteilen zu können. Wissenstransfer ist eine der Hauptaufgaben der externen Experten, die immer nur für eine Übergangszeit eingesetzt werden sollten. </p>
<p>Die Forderung nach einer Offenlegung der Interessenslage und potenziellen Interessenskonflikten ist aus Sicht der Lobbycontrol sicherlich zunächst legitim.<br />
Es gibt gleichwohl Unterschiede zwischen Dienstleistungen, die ein Ministerium (vorübergehend!) einkaufen muss, um zu funktionieren, und der Unterwanderung durch externe Mitarbeiter als Lobbyisten, wie in dem Wortlaut suggeriert wird. Diese mangelnde Differenzierung stört mich weiterhin. </p>
<p>Kontrollieren, dass Externe die ihnen zugänglichen gestellten Informationen nicht zum eigenen Vorteil bzw. zur Einflussnahme der Politik ausnutzen, kann nur der Auftraggeber selbst. Das darf die Öffentlichkeit anmahnen und beobachten.</p>
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		<title>Von: U. Müller</title>
		<link>http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/04/pricewaterhousecoopers-im-wirtschaftsministerium/comment-page-1/#comment-86558</link>
		<dc:creator>U. Müller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 15:16:43 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Dorothea Peukert,

ich finde nicht, dass wir das Thema besonders populistisch dargestellt haben. 

Sie schreiben, die Ministerien müssten sich externen Sachverstand einholen, weil sie selbst nicht darüber verfügten, um diese Aufgabe sinnvoll zu erfüllen. Meiner Einschätzung nach sollte sich der Staat für dauerhafte Aufgaben selbst das nötige Wissen bzw. die nötigen MitarbeiterInnen aufbauen. Wenn es also nicht um einzelne Spezialfragen geht, sondern dauerhaft sachkundige Arbeit benötigt wird, sollte sie durch eigene Mitarbeiter erledigt werden. Sonst läuft etwas in der Organisationsentwicklung der Ministerien schief. 

Es ist ja ein Unterschied, ob der Staat für spezielle Einzelfragen kurzzeitig externe Dienstleister beauftragt oder jemand für längere Zeit als Referenten ins Ministerium selbst holt - und diese Person zugleich weiter für PwC arbeitet. Dann stellt sich sehr wohl die Frage, wie gehen PwC und Wirtschaftsministerium mit möglichen Interessenskonflikten um: Gibt es beispielsweise eine Ausschlussregel, dass PwC nicht die gleichen Firmen beraten darf, deren Anträge der PwC-Mitarbeiter im Ministerium prüft?

Sie führen die Rolle von PwC auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit zurück, &quot;in der genau die unterstellte &#039;mögliche&#039; Ausnutzung der im Rahmen des Auftrags zugänglichen Informationen nie erfolgte!&quot; Wie können Sie sich da sicher sein? Wer kontrolliert das?

Ich finde unsere Forderung weiterhin richtig, dass das Wirtschaftsministerium offen legen soll, welche Rolle der PwC-Mitarbeiter im Ministerium genau hat und welche Maßnahmen das Ministerium bzw. PwC gegen mögliche Interessenkonflikte ergriffen haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Dorothea Peukert,</p>
<p>ich finde nicht, dass wir das Thema besonders populistisch dargestellt haben. </p>
<p>Sie schreiben, die Ministerien müssten sich externen Sachverstand einholen, weil sie selbst nicht darüber verfügten, um diese Aufgabe sinnvoll zu erfüllen. Meiner Einschätzung nach sollte sich der Staat für dauerhafte Aufgaben selbst das nötige Wissen bzw. die nötigen MitarbeiterInnen aufbauen. Wenn es also nicht um einzelne Spezialfragen geht, sondern dauerhaft sachkundige Arbeit benötigt wird, sollte sie durch eigene Mitarbeiter erledigt werden. Sonst läuft etwas in der Organisationsentwicklung der Ministerien schief. </p>
<p>Es ist ja ein Unterschied, ob der Staat für spezielle Einzelfragen kurzzeitig externe Dienstleister beauftragt oder jemand für längere Zeit als Referenten ins Ministerium selbst holt &#8211; und diese Person zugleich weiter für PwC arbeitet. Dann stellt sich sehr wohl die Frage, wie gehen PwC und Wirtschaftsministerium mit möglichen Interessenskonflikten um: Gibt es beispielsweise eine Ausschlussregel, dass PwC nicht die gleichen Firmen beraten darf, deren Anträge der PwC-Mitarbeiter im Ministerium prüft?</p>
<p>Sie führen die Rolle von PwC auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit zurück, &#8220;in der genau die unterstellte &#8216;mögliche&#8217; Ausnutzung der im Rahmen des Auftrags zugänglichen Informationen nie erfolgte!&#8221; Wie können Sie sich da sicher sein? Wer kontrolliert das?</p>
<p>Ich finde unsere Forderung weiterhin richtig, dass das Wirtschaftsministerium offen legen soll, welche Rolle der PwC-Mitarbeiter im Ministerium genau hat und welche Maßnahmen das Ministerium bzw. PwC gegen mögliche Interessenkonflikte ergriffen haben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Alexa Kaufhof</title>
		<link>http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/04/pricewaterhousecoopers-im-wirtschaftsministerium/comment-page-1/#comment-86555</link>
		<dc:creator>Alexa Kaufhof</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 12:27:53 +0000</pubDate>
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		<description>Frau Peukert,
ein Bundeswirtschaftsministerium ist keine &quot;politische Organisation&quot;. Wenn heute im Bundeswirtschaftsministerium die nötige wirtschaftliche Fachkompetenz für die wahrzunehmenden Aufgaben nicht mehr vorhanden wäre, dann wäre das schlimm, und es müßte dringend Abhilfe geschaffen werden in Form von Wiedereinstellung kompetenter Beamter, die dem Gemeinwohl und nicht wirtschaftlichen Einzelinteressen verpflichtet sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Frau Peukert,<br />
ein Bundeswirtschaftsministerium ist keine &#8220;politische Organisation&#8221;. Wenn heute im Bundeswirtschaftsministerium die nötige wirtschaftliche Fachkompetenz für die wahrzunehmenden Aufgaben nicht mehr vorhanden wäre, dann wäre das schlimm, und es müßte dringend Abhilfe geschaffen werden in Form von Wiedereinstellung kompetenter Beamter, die dem Gemeinwohl und nicht wirtschaftlichen Einzelinteressen verpflichtet sind.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dorothea Peukert</title>
		<link>http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/04/pricewaterhousecoopers-im-wirtschaftsministerium/comment-page-1/#comment-86551</link>
		<dc:creator>Dorothea Peukert</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 06:52:52 +0000</pubDate>
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		<description>Die &quot;Doppelrolle&quot; von PwC ist m.E. populistisch weil ohne jeglichen Kontext dargestellt. Man darf nicht vergessen, dass es in den politischen Organisationen auch an dem nötigen Fachwissen fehlen kann, um Aufgaben sinnvoll zu erfüllen. Exportfinanzierungen sind ein Spezialthema, das besondere Kenntnisse erfordert. Die betreffenden Stellen tun gut daran, sich das Wissen extern einzukaufen, um Zeit und Kosten zu sparen und Fehler zu vermeiden (wenn das Rad erneut erfunden werden müsste). Alle Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland sind privat. Dass die Wahl auf PwC (Vorgängergesellschaft Treuarbeit) fiel, dürfte auf die langjärhige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand zurückzuführen sein, in der genau die unterstellte &quot;mögliche&quot; Ausnutzung der im Rahmen des Auftrags zugänglichen Informationen nie erfolgte! 

Ich würde mir in Zukunft von Lobbycontrol (einer Initiative, die ich für sehr wichtig halte und die ich deswegen unterstütze), eine ausgewogenere Darstellung solcher Sachverhalte wünschen. Es geht auch um die Glaubwürdigkeit Ihrer Aktionen! Spiegel online will Leser gewinnen,  trägt keine Verantwortung für seine Publikationen. Lobbycontrol dagegen möchte Veränderungen erwirken und hat einen Ruf zu verteidigen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Doppelrolle&#8221; von PwC ist m.E. populistisch weil ohne jeglichen Kontext dargestellt. Man darf nicht vergessen, dass es in den politischen Organisationen auch an dem nötigen Fachwissen fehlen kann, um Aufgaben sinnvoll zu erfüllen. Exportfinanzierungen sind ein Spezialthema, das besondere Kenntnisse erfordert. Die betreffenden Stellen tun gut daran, sich das Wissen extern einzukaufen, um Zeit und Kosten zu sparen und Fehler zu vermeiden (wenn das Rad erneut erfunden werden müsste). Alle Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland sind privat. Dass die Wahl auf PwC (Vorgängergesellschaft Treuarbeit) fiel, dürfte auf die langjärhige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand zurückzuführen sein, in der genau die unterstellte &#8220;mögliche&#8221; Ausnutzung der im Rahmen des Auftrags zugänglichen Informationen nie erfolgte! </p>
<p>Ich würde mir in Zukunft von Lobbycontrol (einer Initiative, die ich für sehr wichtig halte und die ich deswegen unterstütze), eine ausgewogenere Darstellung solcher Sachverhalte wünschen. Es geht auch um die Glaubwürdigkeit Ihrer Aktionen! Spiegel online will Leser gewinnen,  trägt keine Verantwortung für seine Publikationen. Lobbycontrol dagegen möchte Veränderungen erwirken und hat einen Ruf zu verteidigen!</p>
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