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Tagesschau macht Werbung für die private Altersvorsorge

14. Februar 2006 | 3 Kommentare

Mit seinem aktuellen “Rentenbarometer” ist das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) gestern und heute in zahlreichen Medien vertreten. Dabei lassen die Medien unter den Tisch fallen, dass das Institut von der Deutschen Bank-Gruppe finanziert wird (z.B. Welt, taz, Spiegel Online, Berliner Zeitung - löbliche Ausnahmen sind Tagesspiegel und Süddeutsche Zeitung). Das Institut erscheint als neutrale Instanz statt als interessengeleitetes Institut, das mit seinen Studien und Pressemitteilungen immer wieder die Förderung der privaten Altersvorsorge thematisiert - ein lukrativer Markt für einen Banken- und Versicherungskonzern wie die Deutsche Bank-Gruppe.

Auch die Tagesschau berichtet von der Umfrage - und lässt DIA-Sprecher Katzenstein ausführlich zu Wort kommen. Er spricht von einer guten Entwicklung: die Bevölkerung lerne allmählich, dass sie privat vorsorgen muss und sich nicht auf die gesetzliche Rente allein verlassen könne. Der Hintergrund des DIA bleibt auch hier im Dunkeln. In dem Online-Text zum Tagesschau-Beitrag übernimmt die Tagesschau sogar folgendes Zitat aus der DIA-Pressemitteilung: “Jetzt kommt es darauf an, den immer noch größten Block der ‚Riester-Verweigerer’ von der Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge zu überzeugen.” Die Deutsche Bank freut sich sicherlich, dass die Tagesschau dabei hilft…

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3 Kommentare »

  • Watchblog » Tagesschau macht Werbung für die private Altersvorsorge sagte:

    [...] LobbyControl, 14. Februar 2006 [...]

  • W.Leytz sagte:

    Eine kleine korrektur ist da angebracht: Die Nachricht auf http://www.tagesschau.de ist kein Online-Text zur TV-Tagesschau sondern der Bericht der tagesschau.de-Redaktion zum Thema Riester-Rente an diesem Tag. Da steht ausdrücklich drin, dass das DIA von der Deutschen Bank getragen wird…
    W.Leytz, tagesschau.de

  • U. Müller (author) sagte:

    Lieber W. Leytz,

    danke für die kleine Korrektur. Stimmt, das sollte nicht unter den Tisch fallen, dass die Online-Redaktion den DIA-Hintergrund erwähnt. Trotzdem finde ich es problematisch, dass der Artikel mit dem unkommentierten PR-Zitat aus der DIA-Pressemitteilung endet.
    (Sorry wegen der späten Reaktion)

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